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Ein begreifbarer Zugang zu Kunst

Guided Tour artecontacto

 

Das Ziel von ArteConTacto Kunstvermittlung ist die Öffnung des Museums für alle Besucherschichten, einschließlich blinder und sehschwacher Menschen. Der Einsatz neuester Technologie, unser kuratorisches Fachwissen und unsere pädagogische Erfahrung erlauben uns, Barrieren in Museen und sogar Wechselausstellungen abzubauen, um diesen Menschen einen eigenständigen Besuch zu ermöglichen.

 

Hier finden Sie das selbe Video mit deutschen Untertiteln.

 

 

Kontakt: Moritz Neumüller, Christina Hemetsberger, Elsa Esparbé i Gener
Barcelona: 0034 605 64 1118
Wien: 0043 660 344 77 55
Email: touch(at)artecontacto.org

 

 

Downloads:

Erfahrungsbericht über das Pilotprojekt im MUSA (Museum auf Abruf) in Wien (englisch).

Das gesamte DAISY-Buch der Audioführung durch die MUSA-Ausstellung.

Die Broschüre TOURISMUS FÜR ALLE in der das Projekt ausführlich beschrieben wird.

Methodik:
Die Materialen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundes-Blindenerziehungsinstitut in Wien und den Blindenvereinigungen entwickelt und mehrmals getestet, bevor sie zur Anwendung kommen. Sie sind so aufeinander abgestimmt, dass sie alle Phasen des Ausstellungsbesuchs abdecken: Auf der Webseite des Museums werden im speziell blindengerechten DAISY-Format erstellte Wegbeschreibungen zum Museum angeboten. Bei der Museumsinformation erhält der sehbehinderte Besucher eine Mappe mit Tastdiagrammen auf Papier und Erklärungen in gut lesbarer Schrift sowie in Brailleschrift, außerdem einen MP3-Player mit einer speziellen Audioführung (inklusive Beschreibungen der Wege zu Toiletten etc).

Am Eingang zur Ausstellung befindet sich ein etwa tischgroßes Modell, welches die räumliche Situation anschaulich macht. Von diesem Modell aus führt ein Navigationssystem zu ausgewählten Objekten. Einige davon sind direkt zum Angreifen bestimmt, andere in tastbaren Reliefs zugänglich. Diese Form der multisensoriellen Wahrnehmung ist nicht nur für blinde Menschen vorteilhaft, vielmehr kommt sie allen Besuchern zugute. Nach der Rückgabe der Mappe wird eine kurze Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse wiederum in die fortwährende Weiterentwicklung der Methodik einfließen.

Ausserdem werden ca. einstündige Tastführungen für bis zu 10 Teilnehmer abgehalten. Die Führung wird von einem Tutor und - je nach Gruppengrösse - zumindestens einer Sozialarbeiterin geleitet (Kurzes Video als Veranschaulichung).
Andererseits stellen wir den blinden Besuchern Materialien zur Verfügung, die einen eigenständigen Besuch ermöglichen. So kann der blinde Mensch jederzeit, alleine oder in Begleitung seiner Freunde und Familie das Museum besuchen.

 

 

Die Materialien bestehen aus einer Mappe (in Form einer Umhängtasche) mit Baumwoll-Handschuhen, einem Brailletext, einem Floorplan, Tastdiagrammen von grafischen Arbeiten, und einem kleinen MP3-Spieler für den gesprochenen Text.

 

 

Die Audioführung ist im speziell blindengerechten DAISY-Format erstellt und kann auch auf der Museums-Webseite heruntergeladen werden. Auch der MP3-Player in der Mappe beeinhaltet diese Führung. Jedes Kunstwerk wird in 3 Teilen beschrieben:
1. Technische Daten (Beispiel),
2. Formale Beschreibung (Beispiel),
3. Hintergrundinformation zu Künstler und Werk (Beispiel).
Danach kommt die Wegbeschreibung zum nächsten Werk.

Auf der Webseite des Museums wird auch eine Wegbeschreibung von der nächsten U-Bahn Station aus angeboten (Beispiel).

Ein Leitsystem, erstellt mit dem durchsichtigen Safety-Walk-Band von 3M, erleichtert die Navigation durch das Museum, ohne störend für andere Ausstellungsbesucher zu wirken.

 

Navigation

 

In der Mappe für die Tastführung befindet sich auch einen taktiler Grundriss des Museums. Wie alle Diagramme in der Mappe steht der Plan auf dem Kopf, damit man ihn bequem vor Ihrer Brust abtasten kann. Der Plan entspricht dem Leitsystem auf dem Boden und ist dank hoher Kontraste auch für sehbehinderte Besucher nützlich.

 

Grundriss Ausstellung In Arbeit Ausstellungsmodell

 

Ausserdem kann ein dreidimensionales Modell der Ausstellung hergestellt werden. Dieses Modell wird auch von sehenden Besuchern gerne genutzt. Es ist von einer Seite unterfahrbar. Anhand dieses Modells, das im Daisy-Guide beschrieben wird, kann die Ausstellungssituation besser be-griffen werden.

Für einzelne interessante, aber nicht direkt betastbare Objekte werden Tastmodelle und Reliefs erstellt, um Inhalte für alle Publikumsschichten greifbar zu machen. Insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen sollen dazu motiviert werden, die Ausstellung zu erkunden, sei es auf eigene Faust oder in Begleitung.

 

Hufreisser Modell

Hufreisser ModellHufreisser Modell

 

Diese Modelle werden in Zusammenarbeit mit der VRVis Forschungs GmbH und der Technischen Universität in Vienna, und mit Benutzergruppen, zB. Menschen mit Sehbehinderung, entwickelt. Die Relieferstellung basiert auf den Erkenntnissen des Forschungsprojekts Tactile Paintings.

Im Rahmen eines neu entwickelten Forschungsprojektes dienen diese Prozesse und Modelle auch einem weiteren Zweck: der Erstellung eines Formkatalogs für erfolgreiche taktile Umsetzungen in diesem Bereich. Es sollen demnach unter Einbeziehung der Zielgruppe Standard-Lösungen gefunden werden, die allen Museen, Blindenorganisationen, Schulen usw. zur Verfügung gestellt werden, um in Zukunft die Wahl der Machart zu erleichtern und Best-Practice-Lösungen vorschlagen zu können. 

MuseumNext Conference on 3D Printing in Museums in Amsterdam, May 2013

 

Um mehr zu erfahren, kontaktieren Sie uns bitte unter touch(at)artecontacto.org. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

 

Touch

 

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