Prof. Julius Fleck

geb.: 29.6.1894 in Budapest
gest.: 1.5.1967

Sportlehrer, wurde "der weiße Japaner" genannt.

Nach 17 Jahren Judo Praxis erkannte er, dass Judo von Europäern zwar handwerklich erlernt werden kann, dass die Seele und das Wesen des Judo jedoch nur einem Japaner zugänglich sind und einem Europäer immer verschlossen bleiben müssen.

Er begann damit, ein "europäisches Judo" zu entwickeln, und nannte es Judo-Do.

1947 beendete er sein Werk, und schickte die Unterlagen an den Kodokan.

Dafür bekam er den Fuji-Yama-Orden, die höchste Auszeichnung, die der Kodokan zu vergeben hat.

Adolf Bauer

geb.: 10.09.1907 in Stadl-Paura
gest.: 02.07.1995 in Wels

10. Dan Judo-Do, 8. Dan Jiu Jitsu, 6. Dan Judo.


Adolf Bauer wuchs in einer 20köpfigen Familie auf und mußte bereits mit 13 Jahren in einem Bergwerk schuften, um sich selbst und seine Brüder und Schwestern zu erhalten.

1928 wurde Bauer mit hunderten anderen Österreichern nach Deutschland zur landwirtschaftlicher Hilfe transportiert. Dort erlernte er Jiu Jitsu und Judo.

Während des zweiten Weltkrieges wurde er als Nahkampflehrer in die damalige CSSR verpflichtet.

Nach dem Krieg gründete er 1949 in Lambach/Oberösterreich seinen Verein.

Mit Prof. Julius Fleck, Josef Ebetshuber, Josef Kohlbauer und Siegfried Lübke war er Mitinitiator und Mitgründer der Budodisziplin Judo-Do.

Bauer war maßgeblich für die Verbreitung von Jiu Jitsu, Judo und Judo-Do in Österreich verantwortlich.

Baron Hubert Klinger-Klingerstorff

geb.: 18.01.1920
gest.: 18.03.1998

Klinger-Klingerstorff, ein Schüler von Erich Rahn in Berlin, hatte schon vorher im Fernen Osten persönliche Facherfahrung sammeln können. Er wirkte als faszinierender und seinen Studenten prägender Sensei in mitreißender Weise in etlichen Sportschulen und eigenen Vereinen Wiens (u.a. bei der Turn- und Sportunion), sowie auch als Instruktor im Universitäts-Sportinstitut. Klingerstorff war unter anderem Meister von Hamburg und Deutscher Wehrmachtsmeister. Zusätzliche Fertigkeit im Jiu Jitsu und Judo erwarb er sich bei dem damaligen französischen Nationaltrainer Kawaishi. Er war Autor einiger Kampfsportbücher, die bis heute noch aktuell sind.

Zu seinen bekanntesten Schülern zählen Rudolf Büchler und Josef Ebetshuber.

Josef Ebetshuber

geb.: 16.12.1905 in Schwechat
gest.: 23.05.1988 in Wien

10. Dan Jiu Jitsu, 10. Dan Judo Do, 7. Dan Judo, 4. Dan Kung Fu und in vielen anderen Budo-Sportarten wurden ihm Ehrengrade verliehen. Er war Wurzel und Wegbereiter des Jiu Jitsu in Österreich. Josef Ebetshuber war langjähriger Präsident und Chefinstruktor des WJJC.

1925 machte der damals 20-jährige erstmals Bekanntschaft mit dem Kampfsport Jiu Jitsu. Er trainierte zuerst bei dem Jiu Jitsu Verein Wien 18, Michelbeuern und gehörte zu den erfolgreichsten Kämpfer in Österreich.

Er war ein Schüler von Heinz Kowalski und Hubert Klinger von Klingerstorff. 1949 wurde er enger und bester Mitarbeiter von Prof. Julius Fleck in Judo Do.


Josef Ebetshuber stand noch im Alter von 82 Jahren aktiv auf der Matte.

Rudolf Büchler

geb.: 24.12.1921
gest.: 12.12.1996

Rudolf Büchler begann sein Training mit ca. 18 Jahren bei Prosper Buchelle in Judo und bei Hubert Klinger-Klingerstorff und Josef Ebetshuber in Jiu Jitsu.

1954 erwarb er den 1. Dangrad in Jiu Jitsu und war damit nach Klimek, Kühr, Josef Ebetshuber und Klinger-Klingerstorff einer der wenigen Meister in der waffenlosen Selbstverteidigung.

Am 8. September 1954 wurde er vom Präsident des Internationalen Fachverbandes, Alfred Baumann (10. Dan) aus der Schweiz, zum internationalen Jiu Jitsu Lehrer ernannt.

Unter Büchler wurde in Wien die erste Karate-Europameisterschaft der All European Karate Federation durchgeführt. 1967 erwarb er auf der Sporthochschule in Sofia das Diplom als Sambo-Lehrer. Rudolf Büchler war maßgeblich am Aufbau des Jiu Jitsu in Österreich beteiligt.

Hans Günter Ebetshuber

geb.: 24.10.1944

zweithöchster Danträger im ÖJJB - 8. Dan Jiu Jitsu, 5. Dan Judo-Do, 3. Dan Judo, sowie Danträger in einigen weiteren Budo-Disziplinen.

1972 - 1986 Präsident des Landesverbandes für Niederösterreich und Burgenland. Baute diesen Landesverband von 4 Vereinen auf 26 Vereine aus.

Landespräsident der Budo Akademie Europa (BAE) und Disziplinpräsident und Lehrbeauftragter für Jiu Jitsu in der BAE Österreich. Präsident des WJJC (World Jiu Jitsu/Judo-Do Center). Vizepräsident des ÖJJB.

1984 Vizeweltmeister bei der Pencak Silat Weltmeisterschaft in Jakarta.

Franz Strauss

geb.: 13.03.1933 in Schwechat

Geschäftsführender Präsident des ÖJJB.

Begann mit 17 Jahren mit dem Judo, Judo-Do und Jiu Jitsu Training. Seine Lehrer in Jiu Jitsu waren: Rudolf Büchler und Josef Ebetshuber.
In Judo: Leopold Wunsch und Franz Nimführ.
In Judo-Do: Adolf Bauer.

10. Dan Judo-Do, 9. Dan Jiu Jitsu und 3. Dan Judo.

Franz Strauss zählt in Europa zu den meist geschätzten und anerkannten Dan-Trägern. Das beweisen auch seine weiteren Aufgabengebiete und Funktionen:

1981 Geschäftsführender Präsident des ÖVWS
1985 Präsident der WJJKO Österreichs
1988 Branch Director IMAF Österreich
1995 Geschäftsführender Präsident des ÖJJB