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MARTIN SCHEUTZ | Institut für österreichische Geschichtsforschung

orf: Abwäscher bis Zwergin: Personal am Wiener Hof

Von A wie Abwäscher bis Z wie Zwergin haben Forscher der Universität Wien erstmals fast lückenlos das Personal des Wiener Hofs des 18. Jahrhunderts erschlossen. Die Datenbank umfasst mehr als 6.000 Personen und über 1.000 Ämter.


Eine Anstellung bei Hofe war begehrt. Wer dort einen Job haben wollte, musste schriftlich beim „Büroleiter“ mit Angaben zu Herkunft und Qualifikation ansuchen. Diese Anträge sowie Daten zur Bezahlung und Pensionierung wurden in den sogenannten Hofprotokollen festgehalten, berichtet der Wissenschaftsfonds FWF, der das Projekt gefördert hat.

 

Dabei spielten nicht nur die fachlichen Kompetenzen, sondern auch die Familienangehörigkeit eine Rolle. „Der Vorteil einer Anstellung bei Hof war, dass Berufsperspektiven gegeben waren und nachvollzogen werden konnten“, erläuterte Martin Scheutz vom Institut für Österreichische Geschichtsforschung. Man hatte mit zunehmendem Dienstalter Aufstiegsmöglichkeiten. Diese Karriereschritte sind ebenfalls Teil der Datenbank. …

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2852513/

Weitere Pressemeldungen:

  • OÖN: Royales Personal: Als “Zwergin” noch ein Amt war (3.7.2017)

http://www.nachrichten.at/nachrichten/society/Royales-Personal-Als-Zwergin-noch-ein-Amt-war;art411,2611964

  • Die Presse: Abwäscher bis Zwergin: Wer im 18. Jahrhundert an Wiens Hof arbeitete

http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/5245454/Abwaescher-bis-Zwergin_Wer-im-18-Jahrhundert-an-Wiens-Hof-arbeitete

SCILOG: Das Uhrwerk Wiener Hof

Die Verwaltung und Organisation des Wiener Hofs war erstaunlich professionell, wie ein Projekt des Wissenschaftsfonds FWF verdeutlicht. Wer genau was – vom adeligen bis zum niederen Personal – in diesem präzisen Mechanismus verantwortete, haben Historikerinnen und Historiker erstmals erschlossen.

 

Am Wiener Hof des 18. Jahrhunderts arbeiteten mehr als 2.000 Personen – vom Obersthofmeister, dem Chef der gesamten Hofverwaltung, über die Kämmerer und Stallmeister bis zu den Knechten und Wäscherinnen. Dementsprechend vielfältig und anspruchsvoll waren auch die Aufgaben des Personals, das das politische, öffentliche und private höfische Leben zu verwalten hatte. „Das waren grundverschiedene Jobs, die die Angestellten in den Griff kriegen mussten“, erklärt Martin Scheutz von der Universität Wien. Unter der Leitung des Historikers haben Irene Kubiska-Scharl und Michael Pölzl das Hofpersonal erstmals in ihrer gesamten sozialen Bandbreite systematisch untersucht. …

Quelle: http://scilog.fwf.ac.at/kultur-gesellschaft/6326/das-uhrwerk-wiener-hof

NÖN: Altes Zankeisen Zwettler Ratsprotokolle: Schimpfen wie früher

Bei der Präsentation der Zwettler Ratsprotokolle erhielten Besucher Einblicke in die verbalen Entgleisungen des 16. Jh.

 

„Ehrloser Mann“, „stolzer, aufgeblasener Esel“ oder „altes Zankeisen“ tönte es am Abend des 20. Jänner aus dem Großen Sitzungssaal des Stadtamtes. Es handelte sich aber nicht um verbale Entgleisungen in einer Sitzung des Gemeinderates. Die Schimpfwörter stammen aus dem zweiten transkribierten Band der Zwettler Ratsprotokolle, zu dessen Präsentation Vizebürgermeister Hannes Prinz zahlreiche Interessierte begrüßte. …

 

Was ein Ratsprotokoll ist, brachte Universitätsprofessor Martin Scheutz den Zuhörern nahe: „Es dient der Sicherung der Rechte, gilt als Friedenswahrung und macht in schriftlicher Form das Handeln der Obrigkeit nachvollziehbar.“ ….

 

Die Zwettler Ratsprotokolle 1563 – 1576, mit einer Darstellung der städtischen Ehrenkonflikte im 16. und 17. Jahrhundert“, 408 Seiten, 24 ; zu bestellen beim Verein für Landeskunde, St. Pölten.

Siehe http://www.noen.at/zwettl/altes-zankeisen-zwettler-ratsprotokolle-schimpfen-wie-frueher/35.177.974

„Betrifft: Geschichte“ mit „Zündende Ideen. Feuerwerke im Wien der Frühen Neuzeit”

…  Und in „Betrifft: Geschichte“ von Dienstag, den 27. bis Freitag, den 30. Dezember jeweils um 17.55 Uhr spricht der Historiker Martin Scheutz über „Zündende Ideen. Feuerwerke im Wien der Frühen Neuzeit.” ….

Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161215_OTS0074/orf-radios-mit-oe1-durch-die-festtage

Sammelband “Die Schlacht von Mogersdorf/St. Gotthard und der Friede von Eisenburg/Vasvár 1664″ erschienen

Der Sammelband zur Schlacht von Mogersdorf ist nun in der Reihe Burgenländische Forschungen erschienen:

Karin Sperl, Martin Scheutz, Arno Strohmeyer (Hg.):
Die Schlacht von Mogersdorf/St. Gotthard und der Friede von Eisenburg/Vasvár 1664. Rahmenbedingungen, Akteure, Auswirkungen und Rezeption eines europäischen Ereignisses
(= Burgenländische Forschungen 108)
Eisenstadt 2016
ISBN 978-3-901517-80-8
EUR 30,-

Näheres unter 41. Die Schlacht von Mogersdorf …

Querschnitte-Sammelband “Adel im 18. Jahrhundert” erschienen

Der Sammelband zur aktuellen Ringvorlesung an der Univ. Wien und Salzburg ist gerade erschienen:

Gerhard Ammerer ; Elisabeth Lobenwein ; Martin Scheutz (Hg.):
Adel im 18. Jahrhundert. Umrisse einer sozialen Gruppe in der Krise
(= Querschnitte 28)
Studien-Verl.: Innsbruck ; Wien [u.a.] 2015, 342 S.
ISBN 978-3-7065-5467-1

Siehe Adel im 18. Jahrhundert

Der Schlierbachplan des Job Hartmann von Enkel aus den frühen 1620er Jahren – Ein Gespräch auf der „Buch Wien“, Messe Wien/Halle D

Samstag, 15. November 2014, um 12.00 in der Halle D, Gespräch von Martin Haidinger (ORF) mit Ferdinand Opll und Martin Scheutz

Im Stiftsarchiv Schlierbach (Oberösterreich) findet sich, 1980 erstmals publiziert, ein wunderbarer Plan der Stadt Wien, der vor allem adelige Freihäuser, aber auch die Kirchen Wiens zeigt. Der polyglotte humanistisch geprägte protestantische Adelige Job Hartmann von Enenkel (1576–1627) zeichnete diesen Plan, der eine Planlücke in der Wiener Stadtgeschichte zwischen der ersten und zweiten Belagerung der Stadt durch die Osmanen füllt. In den frühen 1620er Jahre geriet die Stadt durch die zahlreichen Freihäuser, aber auch die Kirchen der neuen, gegenreformatorischen Orden unter stärkeren finanziellen Druck – der Plan sollte hier eine Grundlage für die Verhandlungen zwischen Landesfürst und der Residenzstadt schaffen. Ein besonderes Faszinosum des im Stiftsarchiv Schlierbach verwahrten Wien-Planes sind die vielen, bislang wenig beachteten Details, die in den Plan eingetragen wurden: Festungen, Basteien, Stadttore, aber auch die Waffenlage (Arsenale) scheinen in diesem auch ästhetisch gelungenen Plan auf. Der soziale, politische, aber auch kartographische „Hintergrund“ dieses Planes wird Gegenstand des mittäglichen Gespräches auf der „Buch Wien“ sein.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Ferdinand Opll, Martin Scheutz, Der Schlierbach-Plan des Job Hartmann von Enenkel. Ein Plan der Stadt Wien aus dem frühen 17. Jahrhundert (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 13, Wien: Böhlau Verlag 2014) 232 Seiten, mit drei Faksimile-Beilagen (Schlierbach-Plan, Angielini-Plan und Umzeichnung)

Abb. 1: Der Schlierbach-Plan in Gesamtsicht (Stiftsarchiv Schlierbach, Hs. A XXIV, Band 2, Blatt 24, Maßstab ca. 1 : 5600). Der Schlierbach-Plan von Job Hartmann von Enenkel vereinigt einen genordeten Plan mit einer Legende, wo großteils Adelshäuser (Freihäuser) aufgelistet werden.

Abb. 2: Der Stephansdom auf dem Schlierbach-Plan um 1620

Aufsatz zur Waisenhäusern in der Frühen Neuzeit im neuesten Heft der ÖZG 25 (2014), 1+2, erschienen

…Martin Scheutz gibt zunächst einen Überblick über die Gründung der Waisenhäuser vom 14. bis zum 19. Jahrhundert und untersucht dann die ausgeprägt militärischen und schulischen Strukturen des Waisenhauses am Wiener Rennweg unter der Führung des jesuitischen „Kindergenerals“ Ignaz Parhamer. …

Martin Scheutz: Pater Kindergeneral und Janitscharenmusik. Österreichische Waisenhäuser der Frühen Neuzeit im Spannungsfeld von Arbeit, Erziehung und Religion, in: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 25 (2014), S. 41–81.

Abstract: Father Child General and Janissaries’ Music. Austrian Orphanages in Early Modern Time between Education, Religion and Workhouse. The century between 1650 and 1750 was often being considered as the “century of orphanages”, which is partly true for Habsburg monarchy. Founded by secular and religious power a small number of orphanages were established in the cities of Graz, Linz, Salzburg and Vienna. The institution emerged from the old civic hospital (Bürgerspital) but also from the early modern penitentiaries and workhouses. During the reign of Maria Theresa the reorganized state pushed a type of mercantile children institution which was initially close to manufactory. Due to failure of these theresian mercantilist institutions orphanages changed into a kind of breeding ground of military virtue which became discussed among the enlightened catholic and protestant scholars (Friedrich Nicolai and others). Children between the age of six and sixteen found shelter in this institutional halfway of workhouse, manufactory, school, monastery and penitentiary. The dispute on orphanages (“Waisenhausstreit”) in the 1760s raised economic, pedagogical and confessional questions. In the 1780s Joseph II decided to close the theresian orphanages and orphans were handed over to foster-parents. In the wake of this dispute working conditions for children were debated, but also education, school, and child care in general. The high mortality rates (orphanages as open burial shafts) turned out to be not the least point of discussion. Mid of 19th century saw the reinvention of institutional care for orphans – pendulum of arguments was swinging back.

Key Words: Orphanages in Habsburg monarchy, care for children in institution, disputes on orphanges (“Waisenhausstreit”), Enlightenment mercantilism, militarization of childhood.

Quelle: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/id=42&ausgabe=8413

http://www.univie.ac.at/oezg/OeZG141&2.html

ORF: Ältester moderner Stadtplan Wiens entdeckt

Vermutlich um den Standort adeliger Freihäuser und damit Steuereinnahmequellen zu finden, hat Job Hartmann von Enenkel 1622 einen detaillierten Stadtplan Wiens entworfen: Nun ist der älteste moderne Plan wiederentdeckt worden. …

Siehe: http://wien.orf.at/news/stories/2651267/

Standard: Wiener Stadtplan aus dem 17. Jahrhundert entdeckt

Karte Job Hartmann von Enenkels ist als erste ihrer Art nach Norden ausgerichtet …

Der Artikel unter http://derstandard.at/2000001834708/Wiener-Stadtplan-aus-dem-17-Jahrhundert-entdeckt