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MARTIN SCHEUTZ | Institut für österreichische Geschichtsforschung

Rezension zu “Zu Diensten Ihrer Majestät”

Eine Rezension aus der Feder von Werner Paravicini zu unserer (Jakob Wührer/Martin Scheutz) Edition “Zu Diensten Ihrer Majestät. Hofordnungen und Instruktionsbücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof (= Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung), Wien 2011″ ist in den Mitteilungen der Residenzen-Kommission (MRK): Nr. 20-1/2011, S. 15-18 erschienen.

Nach Jahrzehnten der Ruhe kommt die Forschung über die Höfe und Residenzen des Kaisers in und um Wien in Gang, und dies mit Wucht. …

Nun folgt ein ebenso monumentaler Band von nicht weniger als 1255 Seiten Umfang, der den Wiener frühneuzeitlichen Hofordnungen und Instruktionsbüchern gewidmet ist, womit die Bemühungen der Residenzen-Kommission im Tagungsband „Höfe und Hofordnungen“ von 1999 nicht nur chronologisch und konzeptionell fortgesetzt werden, sondern auch editorisch. …

Insgesamt handelt es sich um eine sehr gewissenhafte, überaus nützliche Edition, was hier von einem, der selbst gelehrte Editionen betreibt,  durchaus nicht herablassend gemeint ist. Darlegung und Texte stellen hohe, geradezu entmutigende Ansprüche an künftige Unternehmen ähnlicher Art. Von denen aber möge es noch viele 18geben. Denn Forschungen und Fortschritte bauen aufeinander auf. Den österreichischen Kollegen sei Dank, daß sie den Vorreiter gemacht haben. …

Siehe die ganze Rezension unter:

Unchristian Violence, Bestial Sexuality, Werewolves and Compassion in a Crisis

Gerade erschienen:

Martin Scheutz: Unchristian Violence, Bestial Sexuality, Werewolves and Compassion in a Crisis. Historical Criminology in Austria since 1945, in: Thomas Wallnig, Johannes Frimmel, Werner Telesko (Eds.), 18th Century Studies in Austria, 1945-2010 (The Eighteenth Century And The Habsburg Monarchy. International Series, Vol. 4), Bochum 2011, S. 111-113.

Abstract des Bandes: Das vorliegende Werk gibt erstmals einen interdisziplinären Überblick über österreichische Studien zum 18. Jahrhundert seit 1945. Die Beiträge, deren Verfasser in verschiedenen akademischen Institutionen des Landes tätig sind, decken neben einer Vielzahl historischer Disziplinen auch Kunstgeschichte, Musik und Literatur ab. Der Sammelband dokumentiert sowohl das Beharrungsvermögen traditioneller Forschungsparadigmen in der Nachkriegszeit als auch den Wandel, den die Forschung zum 18. Jahrhundert vollzog. Er kann als Vorgeschichte und Dokumentation des heutigen Stands der Forschung betrachtet werden. In diesem Sinne ist er die unverzichtbare Referenz für künftige Studien zum Thema Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert.

Zum Buch: http://www.winklerverlag.com/verlag/V1453X/index.html

FWF genehmigt Forschungsprojekt: Personal und Organisation des Wiener Hofes 1715-1806 (P23597)

Am 09.05.2011 wurde das Projekt bewilligt.

Siehe: http://www.fwf.ac.at/index.asp

“Zu Diensten ihrer Majestät” erschienen

Jakob Wührer, Martin Scheutz:
Zu Diensten Ihrer Majestät
Hofordnungen und Instruktionsbücher am frühneuzeitlichen Wiener Hof
(= Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung)
Böhlau: Wien 2011, 1255 S.
63 s/w-Abb. und 2 Tab.
24 x 17 cm
Gb.
Preis: € 138.00
ISBN 978-3-205-78487-6 (A),
ISBN 978-3-486-59226-9 (D)

Verlag: http://www.boehlau-verlag.com/978-3-205-78487-6.html

Details unter:
http://homepage.univie.ac.at/martin.scheutz/?page_id=816

Abstract:

Der Wiener Hof war nicht nur Ort der schillernden kaiserlichen Repräsentation, sondern auch der Ort, an dem Versorgung und Sicherheit des Kaisers und seiner Familie sichergestellt werden mussten. Die alltäglichen Aufgaben für das Hofpersonal waren vielfältig, erst die Verschriftlichung der Aufgabenbereiche machte das Handeln des Hofpersonals überschaubar. Im vorliegenden Buch wurden frühneuzeitliche Hofordnungen und Instruktionsbücher ediert, durch welche die komplexe Organisation des frühneuzeitlichen Wiener Hofes sichtbar wird. Der Edition geht ein quellenkundlicher und editionstechnischer Kommentar voraus.

Monographie “Der Wiener Hof und die Stadt Wien im 20. Jahrhundert” erschienen

Martin Scheutz:
Der Wiener Hof und die Stadt Wien im 20. Jahrhundert.
Die Internalisierung eines Fremdkörpers
(= Enzyklopädie des Wiener Wissens X)
Verlag Bibliothek der Provinz : Weitra 2011. 192 S.
ISBN 978-3-902416-30-8
22,- EUR

Der Band zum Wiener Hof und die Stadt Wien im 20 Jahrhundert ist gerade erschienen! Er erschien in der Reihe: Enzyklopädie des Wiener Wissens!

Details unter:
http://homepage.univie.ac.at/martin.scheutz/?page_id=652

Website des Verlags:
http://www.bibliothekderprovinz.at/

Konferenz: Die Stimme der ewigen Verlierer? Aufstände, Revolten und Revolutionen in den “österreichischen” Ländern (ca. 1450-1815) (18.05.2011-20.05.2011)

Veranstalter: Peter Rauscher / Martin Scheutz, Institut für Geschichte, Universität Wien; Institut für Österreichische Geschichtsforschung; Wiener Stadt- und Landesarchiv Wien
Datum, Ort: 18.05.2011-20.05.2011, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Guglgasse 14/4, 1110 Wien

Wohl nicht zufällig parallel zum Fall des Eisernen Vorhangs und zur zunehmenden Integration der ostmitteleuropäischen Länder in die Europäische Union rückte in den beiden letzten Jahrzehnten die aus zahlreichen Königreichen und Ländern zusammengesetzte, multiethnische Habsburgermonarchie („Multiple Kingdom Monarchy“) verstärkt in den Fokus der Geschichtswissenschaft. Hatten lange Jahrzehnte die jeweiligen nationalen Geschichtstraditionen der einzelnen Nachfolgestaaten der 1918 zerfallenen Monarchie den Blick auf die Vergangenheit dominiert, rücken nun der „Gesamtstaat“ und dessen Funktionieren bzw. auch die Frage nach den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit in den Vordergrund: Besonders in der österreichischen Frühneuzeitforschung wurde und wird nach länderübergreifenden Strukturen, zunehmender Zentralisierung und Staatsbildung gefragt: Untersucht werden daher die Verwaltung des Habsburgerreiches, der Kaiserhof als Herrschaftszentrum, die Entwicklung des Steuerwesens und der militärischen Macht oder die Rolle eines „Reichsadels“. Da gerade der Adel nicht nur die Schaltstellen am Hof besetzte, sondern als Grundbesitzer und einflussreichste Ständegruppe ein kaum zu überschätzendes Verbindungsglied zwischen Monarchie und Untertanen bildete, wird dessen Rolle im Zuge einer vergleichenden Ständegeschichte derzeit intensiv erforscht.

Weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde bisher der überwiegenden Bevölkerungsmehrheit, nämlich den bäuerlichen und unterbäuerlichen Untertanen, gewidmet. Dabei hatte gerade diese Bevölkerungsgruppe einen Großteil der Steuerleistungen aufzubringen und die – nicht zuletzt unter Zwang – Rekruten für das Militär zur Landesverteidigung oder für das nach 1650 rasch wachsende stehende Heer des Kaisers zu stellen hatten. Mit der Reformation kam auch eine ideologische Überhöhung des Widerstandsrechtes ins Spiel, die aber vor allem von den oberen Ständen (Herren, Ritter) eingesetzt wurde. Die Reaktionen der untertänigen Bevölkerung auf zunehmende landesfürstliche und grundherrschaftliche Abgaben und Steuern, auf militärische Belasten (Einquartierungen, Rekrutierungen), auf die Einschränkung von Gemeindeautonomie, auf die obrigkeitlich verordnete Religion oder etwa auf den Klimawandel waren bislang historiographisch meist Gegenstand landesgeschichtlicher, in den vielen Sprachen der Nachfolgestaaten verfasster Forschungen. Nur durch die Berücksichtigung der jeweiligen lokalen und regionalen Rahmenbedingungen können die völlig unterschiedlichen Möglichkeiten der politischen Partizipation durch bürgerliche und bäuerliche Eliten im Rahmen der Stände und verschiedenen Wirtschafts-, Rechts- und Besitzverhältnissen innerhalb des habsburgischen Herrschaftsraums Rechnung getragen werden. Eine Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Widerstands gegen die Intensivierung staatlicher Herrschaft innerhalb der Habsburgermonarchie ist auf dieser Basis freilich kaum möglich. Hier setzt die Tagung „Die Stimme der ewigen Verlierer? Aufstände, Revolten und Revolutionen in der Habsburgermonarchie in der Zeit Alteuropas (Spätmittelalter bis 1815)“ an.

Während ständischer Widerstand gegen den Fürstenstaat als integraler Bestandteil der politischen Strukturgeschichte der Habsburgermonarchie in letzter Zeit häufiger Gegenstand der Forschung war, sollen bei der geplanten Tagung die überraschend schwach entwickelten bürgerlichen und bäuerlichen Formen des Widerstands im Zentrum stehen. Häufig lassen sich soziale, konfessionelle und „nationale“ Widerstandsformen kaum trennen, etwa im Fall der Kuruzzenbewegung. Auch bei der Pazifikation der Unruhen verlaufen die Fronten häufig quer: Die Stände traten immer wieder als Vermittler bei Unruhen auf, obwohl sie inhaltlich die Anliegen der Aufständischen (etwa im konfessionellen Bereich) und die Stoßrichtung deren Beschwerden teilten. Nicht zuletzt soll die Perspektive der „unruhigen“ Untertanen, die scheinbar ohne Verstand und gegen jede Vernunft Widerstandsaktionen setzten und dafür regelmäßig bestraft wurden, besser in den Blick kommen. Was war der Erfolg von diesen Aufstandsbewegungen, gab es rechtliche, wirtschaftliche und soziale Besserstellungen nach den Aufständen oder nicht? Gibt es Dynamiken (Ost-West-Bewegungen) bei den Aufstandsbewegungen der Habsburgermoanrchie? Wie gestaltet sich das Verhältnis von überregionalen, großen Bauernkriegen (1525/26, 1596, 1597, 1626, 1680 etc.) und lokalen Aufständen etc.

Das genaue Programm ist nun unter

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=15909

online.

Sammelband “Von Lier nach Brüssel. Schlüsseljahre österreichischer Geschichte (1496–1995)” erschienen

Martin Scheutz / Arno Strohmeyer (Hg.)
Von Lier nach Brüssel. Schlüsseljahre österreichischer Geschichte (1496–1995)
(= VGS-Studientexte 1)
Studienverlag: Wien 2010, 369 Seiten
ISBN 978-3-7065-5016-1
€ 34,90

ist erschienen. Nähere Angaben unter:

http://homepage.univie.ac.at/martin.scheutz/?page_id=770

Präsentation von “Die Zwettler Ratsprotokolle 1553-1563″ in Zwettl (3.11.2010)

Foto: Maria Moll

ZWETTL / Zwettl präsentierte am Mittwochabend im Sitzungssaal der Gemeinde als erste Stadt in Österreich einen Band seiner Ratsprotokolle in Editionsform.

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Tagung: KONFESSIONELLE AMBIGUITÄT. UNEINDEUTIGKEIT UND VERSTELLUNG ALS RELIGIÖSE PRAXIS IN DER FRÜHEN NEUZEIT

News Tagung Ambiguitaet PlakatTagung des Exzellenzclusters “Religion und Politik”

Tagung des Projekts C6 “Politisches Amt und religiöse Dissimulation. Konfessionelle Zweideutigkeit an europäischen Fürstenhöfen des 16. und 17. Jahrhunderts” am Exzellenzcluster “Religion und Politik”.

Vortrag am Dienstag, 21. September:

Martin Scheutz:
Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Die habsburgische Zentralverwaltung und die Vielfalt der geheimprotestantischen Zeichen

Website:

Edition der Zwettler Ratsprotokolle erschienen

Das Projekt der Edition des ersten Bandes der Zwettler Ratsprotokolle konnte mit der Publikation des Bandes abgeschlossen werden:

Cathrin Herrmann, Friedel Moll, Martin Scheutz und Herwig Weigl (Hrsg.):
Die Zwettler Ratsprotokolle 1553-1563.
Edition und Kontext

(= Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich 34),
St. Pölten 2010
ISBN: 978-3-901234-17-0
EUR 24,-

zu beziehen im Buchhandel oder beim Verein für Landeskunde von Niederösterreich:
http://www.noe.gv.at/Bildung/Landeskundliche-Forschung/Neuerscheinungen/Forsch_LK-34.html

Die Buchpräsentation findet am 3.11.2010 in Zwettl statt:

Termin: Mi, 03.11.2010
Zeit: 19:00-22:00 Uhr
Ort: Stadtamt Zwettl, großer Sitzungssaal, Gartenstraße 3, 3910 Zwettl

http://www.zwettl.at/system/web/veranstaltung.aspx?detailonr=221371302