Gitarren

Eigentlich baue ich mehr Gitarren, als Verstärker. Ich betreibe den Gitarrenbau als Hobby, daher gibt es keine eigene Website. Da ich aber schon mehrmals darauf angesprochen wurde, ob man meine Gitarren irgendwo sehen kann, habe ich diese Seite gestaltet.

Begonnen habe ich mit dem Gitarrenbau im Jahr 2005, mein erstes Instrument war ein E-Bass. Sehr geholfen hat mir das Buch “E-Gitarrenbau. Eine Selbstbauanleitung” von Martin Koch, daher auch das “Kochbuch” genannt. Obwohl bereits vor einiger Zeit (1999) als Book on Demand mit mäßiger Bildqualität in schwarz-weiß erschienen, ist es bis heute (2017) das umfassendste Buch zum Thema in deutscher Sprache. Es behandelt sämtliche Aspekte vom ersten Entwurf bis zum fertigen Instrument und begnügt sich auch nicht mit nur einer Möglichkeit, sondern geht immer auch auf Alternativen und unterschiedliche Bauformen ein.

Bass #1 (2005)

Begonnen hat alles mit einem Bass im Jahr 2005:

Korpus: Erle mit Ahorndecke

Hals: Ahorn  mit Ebenholzgriffbrett

Lackiert habe ich sie 2006 nochmals, da die erste Lackierung nicht gut war. Aus heutiger Sicht ist auch die zweite Lackierung nicht gut. Aber sie ist wie sie ist, ich werde sie nicht nochmal angreifen. Ein Stück persönliche Geschichte 😉

E-Gitarre #1(2006)

Nach Erfolgreicher Premiere mit dem Bass habe ich mich im Jahr darauf  mit einem eigenen Entwurf ins Reich der E-Gitarre vorgewagt:

Korpus: Erle

Hals: Ahorn mit Ebenholz Griffbrett

Leider nicht mehr existent, da durch einen Konstruktionsfehler die Termolobolzen ausgebrochen sind. Da ich sie nicht viel gespielt habe, habe ich sie nie repariert. Sie liegt Zerlegt am Dachboden.

E-Gitarre #2 “Stormcloud” (2006, Umbau 2012)

Meine Erste Les Paul, die erste Gitarre mit gewölbter Decke und Binding aus Holz und unechtem Perlmutter. Einerseits war das Binding und die Lackierung nicht sehr professionell, andererseits gefiel mir mit der Zeit das ganze “Bling” in Kombination mit Goldhardware nicht mehr, und mit dem Hinzukommen von anderen Gitarren lag sie dann nur mehr im Koffer. Also beschloss ich 2012 einen Umbau zu wagen, und die Gitarre an eine Les Paul Custom in Schwarz anzunähern.

Dabei wurde das Griffbrett und das Binding ersetzt, die Kopfplattenform und die Deckenwölbung überarbeitet und natürlich neu Lackiert.

Hier im Urzustand von 2006:

Und hier nach dem Umbau zur “Stormcloud”

Sieht doch gleich besser aus. 😉

Korpus: Sippo Mahagoni, Ahorndecke

Hals: Sippo Mahagoni, Ebenholz Griffbrett

E-Gitarre #3 (2008 -2010)

Ein Nachbau von Brian Mays Red Special. Aufgrund mehrerer Mängel habe ich sie zerlegt und die Hardware z.T. für den Neubau von 2014 (Nummer 11) verwendet.

E-Gitarre #4 “Racer” (2009 – 2014)

Ein Eigenentwurf, inspiriert von der Roukangas Duke. Sie sollte eigentlich TV Yellow werden und mit einem P90 bestückt sein (So wie E-Gitarre #6). Durch ein Missgeschick beim Halswinkel wurde sie zunächst nicht fertiggestellt und lag ein paar Jahre als Rohbau herum.
2013 habe ich dann angefangen, sie zu dem, was sie heute ist, umzubauen. Die abgesetzte Decke wurde aufgeleimt, um den zu großen Halswinkel zu kompensieren. Der Name kommt von der Farbgebung. Auch wenn es auf manchen Bildern eher blau aussieht, so ist es doch ein modernes British Racing Green mit Rennstreifen.

Der auf dem Bild zu sehende Sustainiac ist nicht mehr in dieser Gitarre, da er in eine andere Gitarre eingebaut wird.

Korpus: Khaya-Mahagoni mit Decke aus Meranti.

Hals: Khaya-Mahagoni mit Palisander-Griffbrett

E-Gitarre #5 “Redbird”(2010 – 2011)

Basierend auf dem Entwurf von Gitarre #4, allerdings mit gewölbter Decke. hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einer Ovation GP. Allerdings habe ich die erst gesehen, als meine schon fertig war und ich darauf hingewiesen wurde. Und sie ist die erste Gitarre, bei der ich wirklich mit der Lackierung zufrieden war.

Korpus: Khaya-Mahagoni mit Ahorn-Decke

Hals: Ahorn mit Ebenholzgriffbrett

 

E-Gitarre #6 “Junior”(2011)

Ist dann das geworden, was Nummer 4 eigentlich hätte sein sollen. Eine Gitarre im Stil der Gibson Juniors, reduziert auf das wesentliche.

Korpus: Khaya-Mahagoni

Hals: Khaya-Mahgoni mit Palisandergriffbrett

 

E-Gitarre #7 “Whisky” (2011)

Ja, 2011 war ein produktives Jahr.

Meine 2. Les Paul. Inspiriert von den berühmten “Bursts” aus 1959. Der Nachbau ist nicht vintage-korrekt, aber dennoch ein feines Instrument. Den namen hat sie, weil mich die Farbe(n) an guten schottischen Whisky erinnern. Diese Gitarre hat mich auch dazu veranlasst, meine erste Les Paul zu überarbeiten. Still one of my favourites.

Korpus: Khaya-Mahagoni mit Ahorn-Decke

Hals: Khaya-Mahgoni mit Palisandergriffbrett

E-Gitarre #8 “Woody” (2011 – 2012)

Das war ein Versuch, eine Gitarre nur aus heimischen Hölzern (Ahorn, Zwetschge, Nuss) zu bauen. Es ist eine Semi-hollow Konstruktion, sehr flach und leicht. Sie ist nur geölt, nicht lackiert. Eine Besonderheit ist auch die Aufhängung der Pickups ohne Rahmen.

Obwohl sie gut klingt uns sich leicht bespielen lässt, bin ich irgendwie nicht wirklich warm geworden mit der Gitarre. Da ich auch Platz für andere Gitarren brauche,  habe ich sie mittlerweile an eine Freundin verschenkt.

Korpus: Zwetschge mit Ahorn-Decke und Zwischenlage aus Nuss

Hals: Ahorn mit Zwetschgen-Griffbrett

Steelstring #1 “Elaine” (2012)

Jetzt war es soweit: eine neue Herausforderung. Schon länger habe ich mit dem Gedanken gespielt, eine akustische Stahlsaitengitarre zu bauen. Zunächst wollte ich einen Bausatz versuchen, doch nach einigem Nachdenken habe ich mich entschlossen, zwar nach Plan, aber ohne vorgefertigte Teile zu arbeiten.

Meine erste (und bisher einzige) Akustikgitarre habe ich nach dem Plan von Grellier (http://www.grellier.fr/en/downloads) gebaut, der eine Martin OM zeigt.

Der Name stammt von der Assoziation des roten Bindings mit den roten Haaren von Elaine Marley aus Monkey Island.

Sie ist mir so gut gelungen, dass ich bis jetzt noch keine weitere Akustikgitarre gebaut habe.

Decke: Fichte

Boden und Zargen: ostindischer Palisander

Hals: Khaya Mahagoni

Steg und Griffbrett: Ebenholz

Binding: Bloodwood

E-Gitarre #9 “Purple SG” (2012 – 2013)

Ein Bekannter war begeistert von meiner Whisky, daher hat er mich gefragt, ob ich für ihn eine Gitarre bauen könnte. Die daraus entstandene Purple SG (oder AshG) war somit meine erste Auftragsarbeit. Der Bekannte wollte eine SG Form, sie sollte aber möglichst viel Sustain und Höhen haben. Also habe ich statt dem eher weichen Mahagoni wie beim Original Esche für den Korpus und Ahorn für den Hals genommen. Zusätzlich ist der Korpus auch etwas dicker als beim Original.

Die Fledermaus auf der Kopfplatte war auch ein Wunsch des Bestellers.

Korpus: Esche

Hals: Ahorn mit Ebenholzgriffbrett

E-Gitarre #10 “Tethys” (2012 – 2013)

Zeitgleich mit Gitarre #9 habe ich auch mir den Traum einer blauen Les Paul mit Ahornbinding erfüllt. Gitarre #2 entstand auch aus dieser Idee. Da sie aber erstens nicht so gelungen war und zweitens nicht mehr blau, musste eine neue her.

Grundlegend basiert sie auf den Plänen einer 1959er Les Paul, allerdings wurde der Hals-Korpus Übergang wie bei einer Les Paul Axcess gestaltet.

Im Gegensatz zu Gitarre #2 ist die Gitarre nicht blau gebeizt, sondern mit gefärbten Klarlack lackiert. Zusätzlich ist die Ahorndecke sehr hell gewesen, dadurch ensteht diese leuchtende Farbe.

Benannt ist sie nach der griechischen Meeresgöttin. Diese Gitarre ist meine Lieblingsgitarre.

Korpus: Khaya-Mahagoni mit Ahorndecke (europ. Bergahorn)

Hals: Khaya-Mahagoni mit Ebenholzgriffbrett

Binding, Pickuprahmen und Switchtip: europäischer Ahorn

E-Gitarre #11 “Red Special Mk. II” (2014)

Nachdem mein erster Versuch eine Red Special zu bauen (#3) so ihre Fehler hatte, habe ich noch eine gebaut. Diesmal passt alles. Zusätzlich hatte ich mehr Info über das Original, weshalb sie dem Original mitsamt ihrer komplexen Konstruktion schon recht nahe kommt. So besteht der Korpus weitgehend aus Tischlerplatte, nur der Kern, an dem auch Tremolo, Steg und Hals geschraubt ist, ist aus Eichenholz. Das ganze ist furniert. Das Griffbrett ist lackierte Eiche.

Der Steg ist (bis auf die Rollen) selbst gemacht. Das Tremolo ist jedoch gekauft.

Korpus: Eichenholz, Tischlerplatte, Mahagonifurnier

Hals: Mahagoni, Eichengriffbrett

Bass #2 “Offset” (2015)

Zum Zehnjährigen Gitarrenbaujubiläum ging es wieder in Bass-Gefielde. Auch besonders, da ich das erste Mal CNC eingesetzt habe. So wurde der Korpus, das Griffbrett und das Schlagbrett mit einer CNC Maschine vorgefertigt. Es sind nur heimische Hölzer verbaut.

Es handelt sich um einen eigenen Entwurf, für den einerseits die Offset-Modelle von Fender andererseits die Deiml Firestar Pate standen.

Korpus: Erle

Hals: Ahorn mit Griffbrett aus geräucherter Eiche

Das Schlagbrett ist aus eloxiertem Aluminium.

E-Gitarre #12 “Les Paul – The Edge” (2016)

Ein lang gehegter Wunsch: eine Replik der 1974er Les Paul von U2 Gitarristen The Edge. Dabei habe ich mich möglichst genau an die Konstruktion der Gibson Les Pauls in diesem Jahrgang gehalten (die fürchterlichen Norlin-Jahre) und habe auch das erste (und wahrscheinlich letzte) Mal eine Gitarre künstlich gealtert. Es ist auch die erste Gitarre, die mit Nitrocelluloselack lackiert wurde.

Korpus: Mahagoni-Sandwich mit Ahorn Zwischenlagen und Ahorndecke

Hals: dreistreifiger Mahagoni-Hals mit Ebenholz-Grifbrett

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