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Archiv SoSe 2001

Tutoriumzur Vorlestung: "Einführung in die Geschichte politischen Denkens" - Andrea Sieder und Marion Löffler


Informationen zur Vorlesung

Titel: Einführung in die Geschichte politischen Denkens
Vortragende: Univ.-Prof. Eva Kreisky / Univ.-Prof. Birgit Sauer
Termine der Vorlesung: jeweils Dienstag15:00 bis 17:00 Uhr
Ort: HS 33, Universität Hauptgebäude
   
Semesterplan
13.03.01 Grundlagen: Wozu politische Ideengeschichte? Zentrale Begriffe
20.03.01 Vorlesung entfallen!
27.03.01

Griechische Antike: Polis und Demokratie
Platon, Aristoteles

03.04.01 Christliches Mittelalter: Augustinus, Thomas von Aquin
24.04.01 entfällt
08.05.01 Machiavelli, Bodin
15.05.01 Hobbes, Locke
22.05.01 Montesquieu, Rousseau
29.05.01 Französiche Revolution, Deutscher Idealismus 1
12.06.01 Deutscher Idealismus 2, Liberalismus, Konservativismus
19.06.01 Sozialismus, Feminismus
26.06.01 Nationalismus, Rassismus, Imperialismus
   
Prüfung

Die Prüfung findet als "Hausprüfung" statt, d.h. Sie müssen drei Fragen zum Stoff der Vorlesung bearbeiten sowie eine Textstelle analysieren. (Wer ein Tutorium besucht, kann zwischen dem einstündigen Zeugnis oder dem Weglassen einer der Fragen wählen).

Die Prüfungsfragen können zu den angegebenen Terminen im Sekretariat des Instituts, Währingerstr. 17, abgeholt werden. Die Termine zur Abholung der Hausprüfungs-Aufgaben und zu ihrer verbindlichen Abgabe sind:

 

1. Termin: Abholung 18.06.01
verbindliche Abgabe 27.06.01
2. Termin: Abholung 25.06.01
verbindliche Abgabe 24.09.01
3. Termin: Abholung 08.10.01
verbindliche Abgabe 30.11.01
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Ziele des Tutoriums

Ein zentraler Teil der Prüfung ist das Anfertigen einer Textanalyse. Im Tutorium soll anhand einiger Textstellen die Textanalyse geübt werden. Nach einiger Übung sollten die Anforderungen der Prüfung erfüllt werden können.

Die Textstellen liegen als Kopiervorlagen in einem eigenen Ordner in der Bibliothek des Instituts im Handapparat. Bitte Kopien nicht entwenden, sondern wirklich nur als Kopiervorlage verwenden.

Um eine gute Diskussion führen zu können und die Textanalyse wirklich zu trainieren, bitten wir alle TeilnehmerInnen alle Texte zu lesen. Jeder / jede TeilnehmerIn sollte darüber hinaus mindestens 1 Impulsreferat (max. 10 Minuten) halten.

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Richtlinien zur Textanalyse


WER - biographischer Hintergrund

WANN - zeitlich / historischer Hintergrund

INHALT
a) manifeste Inhalte
Form: literarische Gattung (Roman, Erzählung, wissenschaftliche Abhandlung, Rede, etc.)
Was: Problemstellung; zentrale Thesen und Begriffe; AkteurInnen (wer spricht über wen); Schlussfolgerungen

b) verborgene Inhalte
Absicht: was will / wollte der / die AutorIn mit dem Text erreichen?
Zielpublikum: an weg / gegen wen wendet sich der / die AutorIn?
Argumentationslogik: welche Argumente greift der / die Autorin auf; wie werden sie verknüpft?
Sprachliche Mittel und ihre Bedeutung: wie werden beispielsweise Metaphern, Konnotationen und der Stil eingesetzt und zu welchem Zweck?
Verdeckte Zusammenhänge: welche Annahmen werden stillschweigend - als Common Sense - vorausgesetzt?

WEM - Rezeption: Von wem wurde der Text in der Entstehungszeit gelesen? Was haben sich die LeserInnen davon erwartet? Wie wurde der Text aufgenommen?

ICH - persönliche Rezeption: Was finde ich gut / schlecht am Text? Wie sieht meine eigene Meinung zu den im Text dargelegten Problemen aus? Halte ich den Text heute noch für aktuell?

WIRKUNG - Rezeptionsgeschichte des Textes: Welche zentralen Thesen des Textes sind wann von wem aufgegriffen worden? Gibt es aktuelle Publikationen, die auf diesen Text zurückgreifen?

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Semesterplan

Termin Textstellen
ReferentInnen
13.03.01 Einführung; "Richtlinien zur Textanalyse"
Löffler / Sieder

20.03.01

+

27.03.01

Platon, Der Staat, Stuttgart 1988 (Reclam), S 245-254 (Fünftes Buch)

Aristoteles, Politik, Hamburg 1994 (Rowohlt), S 70-84
Erstes Buch:
12. Über das väterliche und eheliche Verhältnis
13. Die für das gemeinschaftliche Leben erforderliche Tugend
Zweites Buch:
1. Die Gütergemeinschaft im Staat
2. Kritik an der platonischen Behauptung, die größtmögliche Einheit sei das höchste Ziel des Staates
3. Fortsetzung der Kritik an der Weiber- und Kindergemeinschaft
4. Fortsetzung der Kritik an der Weiber- und Kindergemeinschaft

Sonnleitner

Hoppaus

03.04.01

Cicero, Marcus Tullius, Über den Staat, Stuttgart 1998 (Reclam), S 38-48 (Erstes Buch)

Augustinus, Der Gottesstaat, Freiburg 1996 (Johannes Verlag), S 112-125
(Die beiden Reiche)Herrschen und Beherrschtwerden
Geist des Weltstaates
Von der Räuberbande zum Weltreich
Heil und Treue in beiden Staaten
Einheit und Synkretismus
Der christliche Herrscher

Heydemann

Steurer

08.05.01

Thomas von Aquin, Über die Herrschaft der Fürsten, Stuttgart 1999 (Reclam), S 27-39
Erstes Buch:
7. Welcher Beweggrund vor allem den König bei der Regierung leiten muß ...
8. Welcher Art das wahre Ziel für einen König ist, ...
9. Der Lohn der Könige und Fürsten nimmt den höchsten Grad in der himmlischen Seligkeit ein. ...

Machiavelli, Niccolo, Der Fürst, in: Politische Schriften, Frankfurt / M. 1996 (Fischer), S 94-106.
XVII. Von der Grausamkeit und Milde und ob es besser ist, mehr geliebt als gefürchtet zu werden oder umgekehrt.
XVIII. Inwieweit Herrscher ihre Versprechen halten sollen.
XIX. Von Verachtung und Haß, vor denen man sich hüten muß.

Widder

Koppensteiner

15.05.01

Hobbes, Thomas, Leviathan, Frankfurt / M. 1992 (Surkamp), S 163-172
Teil II Vom Staat:
21. Kapital: Von der Freiheit der Untertanen

Locke, John, Über die Regierung, Stuttgart 1996 (Reclam), S 95-110
IX: Die Ziele der politischen Gesellschaft und der Regierung
X: Die Staatsformen
XI: Das Ausmaß der gesetzgebenden Gewalt

Hofmann

Schulz

22.05.01

Rousseau, Jean-Jacques, Gesellschaftsvertrag, Stuttgart (Reclam) 1996, S 5-19
Erstes Buch:
1. Kapitel: Gegenstand dieses ersten Buches
2. Kapitel: Von den ersten Gesellschaften
3. Kapitel: Vom Recht des Stärkeren
4. Kapitel: Von der Sklavere
i5. Kapitel: Daß man immer auf eine erste Übereinkunft zurückgehen muß
6. Kapitel: Vom Gesellschaftsvertragde

Gouges, Olympe, Die Rechte der Frau und Bürgerin, IN: R. Hagengruber (hg.), Klassische philosophische Texte von Fauen, München (dtv) 1998, S 97-107

Bozkurt

B. Kubicek

29.05.01

Kant, Immanuel, Schriften zur Anthropologie, Geschichtsphilosophie, Politik und Pädagogik 1, Frankfurt / M. 1977, S 143-153
Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis;
II. Vom Verhältnis der Theorie zur Praxis im Staatsrecht (Gegen Hobbes)

Taylor-Mill, Harriett, Über Frauenemanzipation, IN: R. Hagengruber (hg.), Klassische philosophische Texte von Fauen, München (dtv) 1998, S 144-155

Ramberger

S. Kubicek

12.06.01

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Phänomenologie des Geistes, Stuttgart (Reclam) 1987, S 140-149
A: Selbständigkeit und Unselbständigkeit des Selbstbewußtseins; Herrschaft und Knechtschaft

Marx, Karl, Auszug aus "Das Kapital", IN: Reinhold Zech (hg.), Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse, Frankfurt/M, Berlin, Wien (Ullstein), 1983, S 302-315

Jörg / Pennersdorfer

Schmitzler / Starch

19.06.01

Geplant sind: Fourrier und Engels

Genaue Textangaben folgen.

Vana

Hinteregger / Huber

26.06.01

Abschluss:
Planung des Termins im Laufe des Semesters

 

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