Biographie

Die Arbeit von Univ.-Prof. Dr. Sarikakis ist geprägt von der politischen Philosophie. Ihr Fokus liegt auf der Analyse politischer Prozesse sowie den politisch-ökonomischen Dimensionen nationaler und globaler Media Governance. Von besonderem Interesse ist für sie die Art und Weise wie BürgerInnen in politische Entscheidungsprozesse miteinbezogen werden und welche Rolle Kommunikation in diesen Prozessen spielt. Institutionen stellen in diesem Zusammenhang zentrale Orte für das Entstehen von Ideen, Legitimität und der Ausübung von Kontrolle dar. Univ.-Prof. Dr. Sarikakis analysiert diese Dimensionen indem sie die Spannungsfelder zwischen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen staatlicher Einflussnahme auf Individuen, Kommunikation und auf den Mediensektor betrachtet.

Momentan arbeitet Univ.-Prof. Dr. Sarikakis an einer Monographie mit dem Titel „Communication and Control“ (Palgrave Macmillan). In dieser Arbeit beschäftigt sie sich damit wie BürgerInnen durch kommerzielle und politische Überwachung sowie  Kommunikation und Kulturpolitik kontrolliert werden. Sie bezieht sich dabei vor allem auf Copyright als auch Arbeits- und Besitzverhältnisse.

Ein früherer Zweig ihrer Forschung beschäftigte sich mit der Entwicklung supranationaler, repräsentativer Politik und ihrer Rolle in der europäischen Kommunikationspolitik und -governance. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt umfasst internationale Policy Ordnungen, ihr Entstehen im Rahmen von Globalisierungsprozessen sowie ihre Beschleunigung im weiteren Verlauf solcher Prozesse. Dabei bezieht sich Univ.-Prof. Dr. Sarikakis auf die Mikropolitik des Staatsbürgertums, dessen wechselnde Facetten und Vorkommen im Alltag. Insbesondere in Hinblick auf die „organische“ Ausübung von Bürgerrechten und dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit. Sie geht diesen Fragen nach, um die Verwicklungen von Makro-und Mikrostrukturen von Medien- und Kommunikationspolitik sowie der Regulierung politisch-ökonomischer Ordnungen mit ihrer Auswirkung auf bürgerliche Freiheiten, Demokratisierung von politischen Entscheidungen und Radikaldemokratie zu ergründen. Der Faktor Gender und seine gesellschaftliche Kategorisierung stellen ebenfalls einen wichtigen analytischen Ansatz dar, welcher diesen zweiten Aspekt unterfüttert.

Univ.-Prof. Dr. Sarikakis ist zusammen mit Prof. Neil Blain (Univesity of Stirling, UK) Gründungsmitglied und Mitherausgeberin des International Journal of Media and Cultural Politics (MCP). MCP ist eine weithin bekannte Fachzeitschrift, die ein Forum für kritische Analysen zu aktuellen Themen der internationalen Beziehungen und ihren Verbindungen zu Medien- und Kulturpolitik bietet.

Univ.-Prof. Dr. Sarikakis wechselte zum 1. Februar 2011 von der Universität Leeds an die Universität Wien.