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Dr. Karl Anton Fröschl

Universitätsdozent (Associate Professor) für Wirtschaftsinformatik
>> english Stand 30. Dezember 2012 | as of December 30, 2012




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Das Wechselspiel von formalen Strukturen (Abstraktionen) und kontigentem Leben (Erfahrung) hat schon sehr früh mein Interesse erweckt, besonders die Beziehung zwischen mentalen Konzepten von Realität – d.h.: Kognition – und dem Gebrauch von Sprache zur Erzielung „effektiver“ Veränderung von Wirklichkeit; dieses Interesse ist seither ungebrochen. Vermutlich war es auch das Motiv für meine Entscheidung, ein akademisches Studium im Schnittbereich von Computing und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften anzusiedeln – so schien sich ein fruchtbarer Zugang zu den anstehenden Fragen zu eröffnen.

In praktischer Hinsicht brachte mich mein Interesse in engeren Kontakt mit dem statistical computing, begleitet von Abschweifungen in das Gebiet der sog. artificial intelligence und des logic programming, sowie auch in die Kulturgeschichte des (mechanischen) Rechnens und eine bunte Palette angewandter „computing“-Projekte. Während sich meine Diplomarbeit [1981/82] mit (dem eher sperrigen Thema von) Splinefunktionen in der nichtparametrischen Regression befasste, widmete sich meine Dissertation [1987-89] symbolcodierten statistischen Analysestrategien (damals auch bekannt und einigermaßen populär im Zusammenhang sog. expert systems); danach – und als Konsequenz – verlagerte sich der Schwerpunkt in den Bereich statistischer Metadaten und metadaten-gesteuerter Informationsverarbeitung generell. Die Frage der systematischen, Transaktionskosten senkenden Integration verteilter, heterogener und autonomer statistischer Informationssysteme zu einer semantisch integrierten virtuellen Plattform quantitativer sozio-ökonomischer (Teil-)Weltbeschreibungen bildete schließlich auch den Kern meines Habilitationsprojekts [1994-96]. Alle diese wissenschaftlichen Entwicklungsschritte durfte ich unter intellektuell äußerst günstigen Umständen am Institut für Statistik und Informatik bzw. Institut für Statistik und Decision Support Systeme der Universität Wien unter Patronanz von Univ.-Prof. Dr. Wilfried Grossmann und eingebettet in mehrere internationale Forschungsprojekte durchlaufen.

Bislang manifestierten sich meine Interessen also im Bereich der Entwicklung und Gestaltung von (insb. algorithmisch nutzbaren) Symbolsystemen, die eine sprachbezogene Erschließung formaler Informationsbestände ermöglichen, wobei selbstbeschreibende Symbolstrukturen und deren algebraische Transformation im Mittelpunkt gestanden haben und Anwendungen der (amtlichen bzw. „institutionellen“) Statistik dominant gewesen sind. Zuletzt traten allerdings Exkurse in den Bereich (kommunikations-) technisch vermittelter ökonomischer Koordination hinzu, die eher den Transaktionscharakter von Symbolsystemen (Informationslogistik, digitale Präsenz, Tele-Effektivität) betonen und in zunehmendem Maße in Reflexionen über die Begriffsrelation „Wissen – Wirtschaften“ im Diskurs der (Post-)Moderne einmünden. Allem Anschein nach gewinnt in meinem Denken eine kultur-anthropologische Sicht- und Zugangsweise allmählich die Oberhand, in der sich Fragen der Sinnstiftung und des Lebensvollzugs im Kontext (digital-) technischer Artefakte bzw. Prothesen aufwerfen. Meine bisherigen und aktuellen Interessen lassen sich somit als semiotische Ökonomie (auch im Sinne einer Übersetzung von „Wirtschaftsinformatik“) rund um das zentrale Konzept der „Bedeutungsarbeit“ beschreiben, mit einem Akzent auf (gesellschaftliche) Bedingungen der Produktion von Wahrheit und Ignoranz.

Neben meiner Forschungstätigkeit war ich an der Universität vor allem im Bereich der Selbstverwaltung (Vorsitz der Studienkommission für die Studienrichtung Wirtschaftsinformatik 1992-94 und 1996-2002) und der Verwaltungsmodernisierung (Projekt UNIVIS) engagiert. In der Lehre betreute ich in der Hauptsache die Informatikfächer der Studienpläne Statistik sowie Seminare und Privatissima für Wirtschaftsinformatik in den Bereichen Informationsmanagement und eCommerce; gemeinsam mit Univ.Doz. Dr. Siegfried Mattl (Zeitgeschichte) fanden 2001 und 2003 transdisziplinäre Seminare zum aktuellen gesellschaftlich-technischen Diskurs statt. Eine weitere Aktivität ist die Mitwirkung am überfakultären postgradualen Universitätslehrgang der European Studies in Lehre und Organisation. Nebenher hatte ich mehrfach die Gelegenheit, an Ausstellungsprojekten im Kontext von Technikgeschichte (insb. die Ausstellung „INFO – Eine Geschichte des Computers“ im MAW Steyr, 1992/93) mitzuwirken.

Von Mitte 2002 bis Ende 2007 war ich von der Universität Wien freigestellt bzw. karenziert, um als wissenschaftlicher Koordinator des industriellen Kompetenzzentrums Electronic Commerce Competence Center für Innovationsmanagement und Technologietransfer verantwortlich zu zeichnen. Diesem intensiven, lehrreichen und nicht zuletzt prägenden Ausflug in die kooperative Forschung entspringt ein nachhaltiges Interesse an Fragen der Wechselwirkung von Wissen und Wirtschaft bzw. Technologie, Individuum und Gesellschaft. Damit in enger Verbindung stehend beschäftigen mich in der Lehre die Ideengeschichte des Digitalen (Lehrauftrag zur Vorlesung „Geschichte der Informatik“ an der TU Wien in der Nachfolge von Prof. Heinz Zemanek) und zunehmend auch die Ökonomie des Intangiblen (Wissen, Kreativität, Aufmerksamkeit, Erfahrung, Emotion, Zeit, Raum, ...) im Kontext meines Engagements im Fachbereich „eBusiness“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (BWZ) der Universität Wien. Ein zuletzt stark in den Vordergrund rückendes Thema ist die Informatisierung Österreichs im Sinne einer zeitzeugenschaftlichen Aufarbeitung der sozio-ökonomischen Entwicklung des Landes ab dem 2. Weltkrieg; – im Brennpunkt des Interesses steht hier weniger die Faktizität geschichtlicher Vollzüge als vielmehr die „Hervorbringung kollektiver Identität“ derer, die – meist zugleich – Agens und Betroffene der mit den IKT zusammenhängenden gesellschaftlichen Veränderungen sind.

Ehrenamtlich stehe ich seit März 2007 der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) als Finanzreferent zur Verfügung.




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The interplay of formal structures (abstractions) and contingent life (experience) has captured my interest quite early in my life, particularly the relationship between mental concepts of reality – that is, cognition – and the use of language to evoke "effective" changes of reality; this interest stayed with me ever since. It probably was this inclination that led me to an academic training at the intersection of computing and social and economic sciences – this promised worthwhile inroads to pending questions.

Practically, my interests brought me in touch with statistical computing, with digressions into artificial intelligence and logic programming, the cultural history of (mechanical) computing, and a variety of applied computing projects. While my diploma thesis [1981/82] dealt with (the rather terse topic of) spline functions in nonparametric regression, my dissertation thesis [19878-89] focused on symbol-encoded statistical analysis strategies (then quite popular and also known as expert systems); thereafter, and as a consequence of this, my research turned to the field of statistical metadata and metadata-driven information processing in general. Investigations into the systematic integration of distributed, heterogeneous and autonomous statistical information systems towards a semantically integrated virtual platform of quantitative socio-economic (partial) world descriptions eventually became the focus of my habilitation project [1994-96]. All these steps of my scientific development I was privileged to experience under particularly supportive circumstances at the Dept. of Statistics and Computer Science and the Dept. of Statistics and Decision Support Systems, respectively, of the University of Vienna, always pleasantly mentored by Prof. Wilfried Grossmann and embedded into a series of international research projects.

Most of the time, my scientific interests revolved around the development and design of symbol systems admitting a language-based access to formal information content, with self-descriptive symbol structures and their algebraic transformation enjoying a pivotal role. Applications in (official, or "institutional", respectively) statistics dominated this phase. More recently, however, excursions into the domain of economic coordination as facilitated by (information and communication) technologies have gained ground, emphasizing more the transactional aspects of symbol systems (information logistics, digital presence, tele-efficacy), leading increasingly to reflections on the conceptual relationship „knowledge – economics“ within the discourse of (post-)modernism. Seemingly, my own thinking gets more and more inclined towards an approach inspired by cultural anthropology, pondering about the deeper problems of sense-making and existence in the practice of living in the context of technical (digital) artifacts.

In addition to my primary research activities at the University, I was heavily engaged in university administration (particularly, chairing the curriculum commission for the master's degree program of Wirtschaftsinformatik (Business Computing), established jointly with the Technical University of Vienna, during the office periods 1992–1994 and again 1996–2002. During 1999–2002 I was also appointed advisor to the University of Vienna's ambitious UNIVIS project seeking to renew virtually all of the organization's administrative procedures. As to teaching, I was lecturing both basic and advanced computer science courses (in the master's degree program of statistics), and held graduate seminars in eCommerce and information management. Jointly with Univ.Doz. Dr. Siegfried Mattl (Contemporary History) several trans-disciplinary seminars relating to the current dicsourse of society and technology took place. A further activity regards my engagement in the cross-disciplinary Master of Advanced European Studies programme. Besides, I took several opportunities to contribute to exhibition projects in the context of the history of technology (particularly, the exhibition "INFO – A (Hi-)Story of Computing Machines" at the MAW Steyr, 1992/93).

From mid-2002 until the end of 2007, I was taking a leave from the University to hold a post as scientific director of the Vienna-based Electronic Commerce Competence Center in charge of innovation management and technolgy transfer in a challenging public/private-partnership setting. After returning to my home university, my interest turned to the history of the digital (e.g., lectures in "history of computing" at the Vienna Technical University, in succession of the legendary Prof. Heinz Zemanek), and increasingly also to the economics of intangibles as part of my engagement in the special field of "eBusiness" at the School of Economics and Statistics (BWZ) of the University of Vienna.


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