Landesverband
Der Höhlenrettung Oberösterreich ist eine freiwillige und ehrenamtliche Rettungsorganisation und Teil des Bundesverband der Österreichischen Höhlenrettung.
Während die Einsatzstellen als operative Gruppe im Ernstfall fungieren, koordiniert der Landesverband die einzelnen Gruppen untereinander, repräsentiert die Höhlenrettung gegenüber anderen Rettungsorganisationen und sorgt für regelmäßigen Schulungs- und Übungsbetrieb.
Derzeit gibt es in Oberösterreich etwa 65 aktive Höhlenretter sowie eine eigene Tauchgruppe.
In Oberösterreich findet man durch die stark verkarstungsfähigen Gesteine des Toten Gebirges und Dachsteinsmassivs nicht nur die längsten, sondern auch einige der tiefsten Höhlen Österreichs.
1975 hatte der Unfall eines Belgischen Höhlenforschers im über 600m tiefen Allerseelenschachtes zu der bisher größten Höhlenrettungseinsatz in der Geschichte Österreichs zur Folge. Dank der nachhaltigen, sicherheitstechnischen Schulung von Höhlenbesuchern und Höhlenforschern sind die Unfallszahlen in Oberösterreich seit den letzten Jahren rückläufig. Unsere Ziele sind:
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Personen-Bergung
mittels Seilbahn |
Mitglied werden
Wir suchen Frauen und Männer ab 16 Jahre, naturkundlich und sportlich Interessierte (Höhlenforscher, Kletterer, Bergsteiger), die bereit sind in Not geratenen Menschen zu helfen und die Arbeit als Höhlenretter kennenlernen möchten. Melden Sie sich einfach mit unserem Kontaktformular.
Geschichte
Bei den ersten schwierigen Höhlenrettungseinsätzen während
der 1970er Jahre stellte sich heraus, dass Bergrettungsdienst und Alpingendarmerie,
so gut sie auch bei Tageslicht ihrer Aufgabe nachkommen konnten, für Bergungen
aus Höhlen nicht das notwendige Spezialwissen und Ausrüstung besaßen.
Aus diesem Grund beschlossen sich erfahrene Höhlenforscher zusammen, um im
Falle eines Unfalls ihrem verunglückten Kameraden effektiv helfen zu können.
Ende der 1970er Jahre kam es durch die Weiterentwicklung der vertikalen Befahrungstechnik mittels Seilklemmen zu einer Initialzündung innerhalb der Höhlenforschung. Große Forschungsvorhaben und der Vorstoß in tiefer liegende Höhlenteile konnte nun erstmals realisiert werden. Auch die Zahl der Höhlenbesucher erhöhte sich deutlich. Zu gut ausgebildeten und erfahrenen Forschern gesellten sich Höhlentouristen und einfache Abenteurer.
Angesichts dieser Entwicklung wandelte sich auch die Höhlenrettung, die neben
der Kameradschaftshilfe nun auch die Rettung aller in unterirdischen Hohlräumen
verunglückten Personen zu ihrem Ziel machte.
Wie in den anderen Bundesländern konstituierte sich auch während der 1980er
Jahre in Oberösterreich ein eigenständiger Höhlenrettungsverband. Die oberösterreichische
Landesregierung anerkannte die Höhlenrettung als eigenständigen Rettungsorganisation
und unterstützte diese seitdem mit einem Förderbeitrag, um eine fortlaufende
Ausbildung der Höhlenretter zu gewährleisten und die notwendigen Geräte anzuschaffen.
Auch innerhalb Österreichs schlossen sich die einzelnen Landesverbände zu einem Bundesverband für Österreichische Höhlenrettung zusammen, der bis heute als selbstständige und unabhängige Organisation verunglückte Personen aus unterirdischen Hohlräumen rettet.