|
Reisezeit |
Einreisebestimmungen |
Zeitverschiebung |
Sprache |
Währung und Geldwechsel |
Trinkgeld |
Kleidung |
Moscheebesuch |
Fotografieren |
Tele-Kommunikation |
Reiselinks |
Links zu Marokko |
Sandstrände, die sich über Hunderte
von Kilometern erstrecken, Hochgebirge, von Oktober bis Mai schneebedeckt, Wüste und Sanddünen, durchbrochen
von Dattelpalmenoasen und Nomadenzelten, moderne Großstädte neben Dörfern ohne Stromanschluss, verschleierte
Frauen Arm in Arm mit Minirockträgerinnen - so zeigt sich Marokko. In den Altstädten scheint die Zeit im
Mittelalter stehen geblieben zu sein, in den Neustädten braucht jeder Jugendliche sein Mobiltelefon. Wenn
irgendwo das Stereotyp vom Land der Gegensätze eine Berechtigung hat, dann gewiss in Marokko.
Reisezeit ▲
Als beste Reisezeit für Mitteleuropäer gilt Oktober bis Mai. Touristische Hochsaison ist von März
(Osterwoche) bis Mitte Mai und in den Monaten Oktober und November. Dezember und Jänner können im Norden
regenreich sein, an den Küsten windig. Im Süden sind in dieser Zeit die Nächte kalt, je nach Höhenlage
kann es wochenlang zu Nachtfrost kommen. Jedoch ist im Winter oft die Luft sehr klar, der Himmel
tiefblau und das Fotowetter ideal.
"Marokko ist ein kaltes Land mit heißer Sonne", sagte Hubert Lyautey, 1912-1925 französischer
Generalresident. Und Leute, die häufig nach Marokko reisen, finden, dass sie dort mehr frieren als
schwitzen, denn Heizungen sind, mit Ausnahme der sehr teuren Hotels, falls vorhanden, oft unterdimensioniert.
Einreisebestimmungen ▲
Benötigt wird ein noch 6 Monate gültiger Reisepass. Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Die Ein- und
Ausfuhr von marokkanischer Währung ist verboten, doch der Kurs ist in Marokko ohnedies günstiger. Bei der Einreise
muss ein Formular ausgefüllt werden, das bereits im Flugzeug verteilt wird. Ausländer werden bei der
Zoll- und Gepäckkontrolle im allgemeinen formlos und lächelnd durchgewinkt.
Zeitverschiebung ▲
MEZ - 1 h
MESZ - 2 h
Sprache ▲
Amtssprache ist Arabisch, aber alle im Tourismus Tätigen sprechen fließend französisch und viele deutsch.
Schilder und Aufschriften sind in Arabisch und Französisch. Bei Individualreisen mit öffentlichen
Verkehrsmitteln wird man ohne Französisch-Kenntnisse selten einen Gesprächspartner finden.
Währung und Geldwechsel ▲
Der Wechselkurs ist offiziell überall gleich, und es wird keine Gebühr eingehoben.
Geldwechsel ist möglich in Banken und Hotels. Am Flughafen in Casablanca ist mindestens eine Wechselstube
immer geöffnet. In Hotels, die nicht über einen eigenen Bankschalter verfügen, kann es vorkommen, dass der
Diensthabende gerade keine Zeit für die Transaktion hat oder dass er nicht über genügend Bargeld verfügt. Es
empfiehlt sich daher, immer mindestens den Tagesbedarf an einheimischer Währung mit sich zu führen und den
Tausch nicht auf die letzte Minute zu verschieben.
Wer lieber in Euro als in Dirham seine Waren bezahlt, steigt manchmal schlecht aus, denn der Einfachheit halber wird im Verhältnis 1 zu 10 umgerechnet.
Eigentlich muss eine Wechselbestätigung ausgestellt werden. Mit dieser können restliche Dirham am Flughafen
wieder zurückgetauscht werden.
In den Städten gibt es überall Geldausgabeautomaten für Kreditkarten und Bankomatkarten, auch
Geldwechselautomaten werden häufiger.
In größeren Restaurants, größeren Geschäften und Hotels kann mit allen gängigen Kreditkarten bezahlt
werden. Hotels akzeptieren Kreditkarten meist nur zum Begleichen der Rechnung, nicht jedoch zum Eintausch von
Bargeld.
Souvenirs und alle touristischen Waren können mit Kreditkarten bezahlt werden oder in jeder Währung in bar.
Für Dinge des Alltagsbedarfs (Wasserflaschen, Obst, Zahnpasta) in kleineren Geschäften und auf Märkten sind
Dirham erwünscht.
Trinkgeld ▲
Trinkgeld wird für jede Dienstleistung erwartet (zB Gepäckträger: 10 DH, Kellner: 10% vom Rechnungspreis,
Chauffeur: 20-30 DH pro Tag, Reiseführer: 30-50 DH pro Tag)
Öffentliche Verkehrsmittel ▲
Die Eisenbahn ist bequem, zuverlässig und sauber, das Netz führt von Marrakesch über Casablanca (Anbindung
an den Flughafen), Rabat und Kenitra nach Sidi Kacem, wo sich die Trasse teilt: die eine läuft nach Tanger,
die andere über Meknes, Fes, Taza nach Oujda.
Das Netz an Linienbussen ist dicht und zuverlässig. Sammeltaxis (Grand Taxi) sind billiger, aber unbequemer
(2 Personen vorne neben dem Fahrer, 4 Personen hinten) und schneller, aber gefährlicher. Die Sammeltaxis
warten auf dem Standplatz für eine bestimmte Destination, und wenn 6 Interessenten da sind, wird abgefahren.
Für jede Distanz gibt es einen Tarif. Je nach Zielort finden Fahrten nur in den frühen Morgenstunden
statt, weil sich später keine Interessenten finden. Es kann Minuten dauern oder Stunden, bis ein Taxi voll
wird. An Markttagen ist es immer leichter einen Transport zu finden. Man kann auch zwei Plätze für sich
kaufen, neben dem Fahrer. Wenn nur 4 oder 5 Interessenten da sind, wird diskutiert, ob diese den Preis für die
Fehlenden übernehmen, und wenn man sich einigt, wird abgefahren. Für Individualreisende ist die Fahrt mit
Linienbussen und Sammeltaxis erlebnisreich, denn auf diese Weise kommt man mit Einheimischen ins Gespräch,
die nichts mit Tourismus zu tun haben, die nicht in erster Linie am Geld, sondern einfach am
Fremden interessiert sind.
Kleidung ▲
Die Mädchen in den Städten, besonders in Marrakesch, tragen die kürzesten Miniröcke,
bauchnabelfrei mit Spaghettiträgerchen, aber dies ist gegen die Bekleidungsgepflogenheiten des Islam und erweckt
den Ärger sittenstrenger Muslime. "Hashuma" ("Schande") kann man einen alten Mann murmeln hören, der
hinter einer so gewandeten jungen Dame herblickt. In der Kleidung ist es vielleicht am augenfälligsten, dass in
Marokko zwei moralische Welten nebeneinanderher bestehen, die liberale, westlich denkende und die konservative,
sich nach den islamischen Vorschriften richtende.
Das Schönheitsideal vieler (doch nicht aller) Marokkaner ist die nicht zu dünne Frau mit lockiger, möglichst üppiger blonder, mindestens schulterlanger Mähne. Allzu freie, figurbetonte
Kleidung bei Frauen wird als Aufforderung an den Mann interpretiert, und so mancher fühlt sich
persönlich angesprochen und glaubt, er sei gemeint.
Wer also Anbiederungen verhindern will, kleidet sich nicht körperbetont, sondern in lange, wallende, hoch geschlossene
Gewänder mit möglichst langen Ärmeln. Der Islam hat nichts gegen Hosen bei Frauen, solange sie
nicht das Becken hervorheben und ein mehr als hüftlanges, weites Hemd darüber hängt.
Marokkaner sind an freizügig gekleidete Touristinnen indes seit Jahrzehnten gewohnt.
Moscheebesuch ▲
Für die zwei Moscheen, die von Nicht-Muslimen besichtigt werden dürfen (Casablanca, Moschee Hassan II. und
Meknes, Grabmoschee von Moulay Ismail) gibt es keine Bekleidungsvorschriften, außer dem Ausziehen der Schuhe.
Wer sich jedoch anständig benehmen will, trägt als Mann lange Hosen und ein Hemd und als Frau keine die Figur
betonende Kleidung, Knie und Schultern bedeckt. Marokkaner sind schlechte Kinderstube von Touristen indes
gewohnt, außerdem ist die marokkanische Gesellschaft geprägt von großer Toleranz gegenüber Ausländern, und
niemand wird einen Fremden daran hindern, diese Moscheen zu betreten, wenn er nicht den Gepflogenheiten gemäß
auftritt.
Fotografieren ▲
Verboten ist das Fotografieren von allem, das in weitem Sinne strategisch ist, militärische
Anlagen, Flughäfen, Häfen, Brücken, Staudämme, Amtsgebäude (wo eine Fahne hängt) und vor allem auch von
Uniformierten. Bevor man einen Menschen fotografiert, erwartet dieser, dass man seine Erlaubnis einholt, und
wenn er ablehnt, erwartet er, dass dies respektiert wird. Andererseits betrachten manche das Fotografiert
werden als zusätzliche Einnahmequelle, der Tarif ist 1-2 DH. Besonders bunt und dekorativ gekleidete Personen
(zB Wasserverkäufer in den Städten des Nordens) verdingen sich haupt- oder nebenberuflich als touristisches
Fotomodell, der Tarif ist mindestens 2 DH.
Auf dem Platz Djemaa el-Fna in Marrakesch genügen für die Schausteller in der Regel 5 DH für ein Foto.
Tele-Kommunikation ▲
Telefonieren. Billiger als in den Hotels ist Telefonieren in den Tele-Boutiquen. Diese finden sich
in Städten und größeren Dörfern an jeder Ecke. Das Problem mit Telefonwertkarten ist, dass man keine Tele-Boutique findet,
die genau die Wertkarte akzeptiert, die man gerade hat. Daher sind Münzfernsprecher unkomplizierter, und der Diensthabende
wechselt gefällig Scheine in Kleingeld.
Internet. Viele Hotels haben einen Raum mit mehreren Anschlüssen, die
französische Tastatur ist indes gewöhnungsbedürftig
Internet-Cafés (heißen einfach nur Internet und Café wird nicht serviert) sind ebenfalls leicht zu finden. An Vormittagen und nachts erhält man schneller Verbindung
als an Nachmittagen und abends, wenn die Server überlastet sind.
Reiselinks ▲
de.weather.yahoo.com:
Yahoo!Wetter
Wetterinformation weltweit
www.tropeninstitut.at:
Institut für Reise- & Tropenmedizin, Wien
Medizinische Reisetipps, Informationen über Impfungen
www.reisegeschichte.de:
AGIR - Archiv zur Geschichte des Individuellen Reisens
Das Thema Reisen von vielen Seiten betrachtet
Links zu Marokko ▲
www.bmaa.gv.at:
Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten, Wien
Reiseinformation
www.marocantan.com:
MarocAntan. Documents et souvenirs du Maroc d'autrefois
(viele historische Fotos)
www.al-bab.com:
Al-Bab
Informationen zu Politik, Wirtschaft, Umwelt, Kunst, Geschichte
www.welt-in-zahlen.de: Welt in Zahlen
Statistik zu Geografie, Demografie, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft, Kommunikation, Transport, Militär
www.royalairmaroc.com:
Royal Air Maroc
Marokkanische Fluggesellschaft (franz.)
www.oncf.ma:
Office National des Chemins de Fer du Maroc
Marokkanische Eisenbahngesellschaft, Fahrpläne und Tarife (arab. und franz.)
|
|
 |