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John Knittel1891 Dharwar, Indien - 1970 Maienfeld, Graubünden, eigentlich Hermann Knittel, Schweizer Schriftsteller Der Missionarssohn wuchs in Indien und der Schweiz auf, emigrierte wegen einer Geliebten 1910 nach London und brachte seine frühen Werke zuerst in englischer Sprache heraus. Titel um Titel erschien, spannende, simple Liebes-, Gesellschafts- und Abenteuerromane, die seine politische Gesinnung drastisch vor Augen führen. Während des Dritten Reiches war er hoch angesehen und viel gelesen. In den Romanen mit exotischer Kulisse setzen sich einzelne Charaktere für mehr Gerechtigkeit gegenüber denen ein, die er als die Primitiven beschreibt, doch die abendländische Überlegenheit zieht Knittel nie in Zweifel. Werk mit Marokko-BezugAbd-el-Kader. Roman aus dem marokkanischen Atlas. Zürich: Orell Füssli Verlag 1931 Araber und Berber, brutal und barbarisch gezeichnet, bekämpfen Ende der zwanziger Jahre die Franzosen, die nichts anderes beabsichtigen, als dem rückständigen marokkanischen Süden die Segnungen der Zivilisation zu bringen. Nur einen kultivierten Araber gibt es in diesem kolonialistisch-rassistischen Melodram, und er entpuppt sich alsbald als illegitimer Sohn eines Franzosen. Der Commandant. Roman aus Nordafrika. Zürich, Leipzig: Orell Füssli 1933 Das romantische Melodram mit tödlichem Ausgang um eine Engländerin und einen Fremdenlegionär handelt großteils in Marrakesch. Arietta. Marokkanische Episode. Zürich: Orell Füssli Verlag 1959 In der Episode um Arietta, die kurz vor der Unabhängigkeit in Casablanca und um Safi spielt, beginnen einige wohlmeinende Europäer in paternalistischer Manier die Lebenssituation der Marokkaner zu verbessern, denn ohne fremde Hilfe sind sie nach Ansicht der Akteure dazu nicht in der Lage. |
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