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Analysis of fish-migration
in a large river and its tributaries by means of hydroacoustic methodology Viele Süßwasserfischarten benötigen während ihres Lebenszyklus unterschiedliche Lebensräume, die sie als Laichhabitat, Nahrungshabitat oder Refugialhabitat nutzen. Um ihren individuellen Lebensraumansprüchen gerecht zu werden, vollführen die meisten Individuen einer Population saisonale und diurnale Wanderungen zwischen den diskreten Habitaten. Diese Migrationen können sich von wenigen Metern bis zu mehreren tausend Kilometern erstrecken. Die meisten Flussläufe sind in den letzten Jahrhunderten von Menschen durch Regulierungen, Staustufen und Verbauungen stark verändert worden. Dadurch wurden die ursprünglichen Habitate für die Reproduktion, den Nahrungserwerb und den Schutz unerreichbar, unbrauchbar oder zerstört. Viele Fischarten können durch diese longitudinalen und lateralen Fragmentierungen der Flussläufe ihre notwendigen Migrationen nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt vollführen. Die Folgen sind verschlechterte Reproduktionsbedingungen und niederer Reproduktionserfolg, suboptimale Aufwuchsbedingungen, Veränderungen der Populationsstruktur und der Populationsgröße, Änderung der Artenzusammensetzung sowie ein eingeschränkter natürlicher Genfluss. Mittel- bis langfristig führt das zu einer zunehmdenden Gefährdung und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit des Aussterbens von Arten. Für gefährdete rheophile Fischarten der Donau wie Chondrostoma nasus, Leuciscus idus, Barbus barbus u.a. bilden die Zuflüsse und offenen Nebenarme der freifließenden Donaustrecke östlich von Wien (Donaukanal-Wien, Schwechat, Fischa) essentielle Resthabitate für ihrer Laich-, Nahrungs- und Refugialwanderungen. Die Dissertation, die im Zuge des dreijährigen Interreg IIIA Projekts „FIDON“ durchgeführt wird, beschäftigt sich mit Fragestellungen zur quantitativen und qualitativen Bedeutung dieser Donauzubringer für die Habitatansprüche rheophiler Fischarten. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Anwendung hydroakustischer Untersuchungs- und Auswertungsmethoden (Simrad EK 60, Sonar5Pro). Dabei wird ein elliptisch geformter Ultraschallstrahl (D = 4° x 10°, f = 120kHz) möglichst nahe entlang der Gewässersohle horizontal über den Fluss gesendet. Bodennahe stromaufwärts schwimmende Fische werden so mit dem Ultraschallstrahl erfasst und die individuellen Qualitäten wie Totallänge, Gewicht, Bewegungsrichtung, Schwimmgeschwindigkeit, Schwimmmuster und die Position in der Wassersäule in Echtzeit gemessen. Mittels permanenter On-Line Messungen verteilt über den gesamten Jahreszyklus mit Schwerpunkt März bis Juni, werden die diurnalen und saisonalen Wanderungsmuster, die Nutzungsintensitäten sowie die Populationsgröße v.a. der Laichpopulationen rheophiler Fischarten untersucht. In Zusammenhang gebracht mit den abiotischen Parametern wie Hydrologie, Temperatur, Lichtintensität und Trübe bilden die Ergebnisse dieser Dissertation die Grundlage für ein besseres Verständnis der steuernden Faktoren des Wanderverhaltens der Fischarten. Darüber hinaus geben sie Aufschluß über die Qualität und die funktionelle Rolle der verbleibenden Zubringer der Donau östlich von Wien für den Erhalt rheophiler Fischarten. |
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