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Linie U6 Floridsdorf - Siebenhirten

Plan (C) Horst Prillinger

Länge: 17,4 km, Fahrzeit: 36 min.
24 Stationen, davon 6 Umsteigestationen zur S-Bahn und 3 Umsteigestationen zur U-Bahn
Abgesehen von vier kurzen Tunnels unter den Bezirken Meidling und Brigittenau sowie unter dem Westbahnhof und dem Bahnhof Floridsdorf befindet sich die Linie überwiegend an der Oberfläche als Hochstrecke.

Bemerkenswert an dieser Linie ist ein bei der Wiener U-Bahn ansonsten völlig unüblicher architektonischer Stilmix, da die Stationen von neun verschiedenenen Architekten(gruppen) gestaltet wurden (siehe Stationsliste unten).

Baubeginn 1894, Eröffnung als Stadtbahn 1898
Eingestellt 1918, elektrifiziert und als Linien G und GD wiedereröffnet 1925.
Eingestellt 1989, Wiedereröffnung als U-Bahn 1. Teilstück 1989, Fertigstellung 1996.

Bahnsteiglänge: 115 m.
Eingesetzte Fahrzeugtypen:E6/c6 und T

Intervalle: 5 min; Verkehrsspitze 3 min; abends 7-8 min.

Fahrplan

erster Zug Intervall letzter Zug
Siebenhirten
Alterlaa
Längenfeldgasse
Westbahnhof
Michelbeuern
Spittelau
Floridsdorf
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4:44
4:49
4:57
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4:54
5:02
5:05
5:12
5:17
5:25
5:11
5:16
5:24
5:27
5:34
5:39
5:47
3 - 8
Minuten
0:01
0:06
0:14
0:17
0:24
0:29
0:37
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0:14
0:22
0:25
0:32
0:37
0:45
0:32
0:37
0:45
0:48
0:55
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0:44
0:49
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Floridsdorf
Spittelau
Michelbeuern
Westbahnhof
Längenfeldgasse
Alterlaa
Siebenhirten
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4:39
4:46
4:49
4:57
5:02
4:42
4:50
4:55
5:02
5:05
5:13
5:18
3 - 8
Minuten
0:04
0:12
0:17
0:24
0:27
0:35
0:40
0:11
0:19
0:24
0:31
0:34
0:45
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0:34
0:42
0:47
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Eröffnungsdaten:

Dampfstadtbahn:
01.06.1898: Heiligenstadt - Meidling Hauptstraße
06.08.1901: Friedensbrücke - Nussdorfer Straße
Elektrische Stadtbahn:
03.05.1925: Heiligenstadt - Michelbeuern
20.10.1925: Michelbeuern - Meidling Hauptstraße
20.10.1925: Friedensbrücke - Nussdorfer Straße
U-Bahn:
07.10.1989: Heiligenstadt/Friedensbrücke - Philadelphiabrücke
15.04.1995: Philadelphiabrücke - Siebenhirten
04.05.1996: Nussdorfer Straße - Floridsdorf

Die Stationen:

Floridsdorf: Eröffnet 1996. Architekten: Kucera, Mossburger, Partsch. Die Gegend gehörte dem Stift Klosterneuburg, bis es der Abt Floridus Leeb zur allgemeinen Besiedelung freigab. Nach ihm ist der 21. wiener Gemeindebezirk benannt.

Neue Donau: Eröffnet 1996. Architekten: Holzbauer, Marschalek, Ladstätter, Gantar. Benannt nach dem Entlastungsgerinne der Donau, das in den 70er Jahren errichtet wurde.

Handelskai: Eröffnet 1996. Architekten: Holzbauer, Marschalek, Ladstätter, Gantar. Benannt nach der Handelsstraße entlang der Donau.

Dresdner Straße: Eröffnet 1996. Architekten: Kucera, Mossburger, Partsch. Benannt nach der Hauptstadt von Sachsen.

Jägerstraße: Eröffnet 1996. Architekten: Holzbauer, Marschalek, Ladstätter, Gantar. Benannt nach dem Jägerhaus, das zum Schutz der 1645 erbauten Brigittakapelle errichtet wurde.

Spittelau: Eröffnet 1996. Architekten: Kucera, Mossburger, Partsch. Das ehemalige Dorf Spittelau erhielt seinen Namen nach einem Pestspital, das 1677 hier errichtet wurde. Heute ist es ein Teil des 9. Wiener Gemeindebezirkes.

Nußdorfer Straße: Eröffnet 1898. Architekt: O. Wagner. Benannt nach der Straße zum Ortsteil Nußdorf, heute ein Teil des 19. Bezirkes.

Währinger Straße - Volksoper: Eröffnet 1898 als "Währinger Straße". Architekt: O. Wagner. Benannt nach dem 18. Bezirk (Währing) und dem hier errichteten Schauspielhaus.

Michelbeuern - Allgemeines Krankenhaus: Eröffnet 1987. Architekt: K. Schlauss. Benannt nach dem Ortsteil Michelbeuern, heute ein Teil des 9. und 18. Bezirkes, sowie dem zwischen 1970 und 1996 hier errichteten Krankenhaus.

Alser Straße: Eröffnet 1898. Architekt: O. Wagner. Benannt nach Alserbach, der hier ehemals seinen Verlauf hatte.

Josefstädter Straße: Eröffnet 1898. Architekt: O. Wagner. Benannt nach dem 8. Bezirk (Josefstadt).

Thaliastraße: Eröffnet 1980. Architekten: R. Keimel, W. Höfer. Benannt nach dem Thaliatheater, das hier von 1857 bis 1870 stand.

Burggasse - Stadthalle: Eröffnet 1898 als "Burggasse". Architekt: O. Wagner (Bahnsteig, Gebäude Nord), E. Mayr (Gebäude Süd). Benannt nach der Gasse, die vom Gürtel zur Hofburg führt sowie der hier befindlichen Veranstaltungshalle.

Westbahnhof: Eröffnet 1898, komplett umgebaut und neueröffnet 1992. Architekten: Holzbauer, Marschalek, Ladstätter, Gantar. Bahnstation für Züge nach Westösterreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn.

Gumpendorfer Straße: Eröffnet 1898. Architekt: O. Wagner. Benannt nach dem Ortsteil Gumpendorf, heute ein Teil des 6. Bezirkes.

Längenfeldgasse: Eröffnet 1989. Architekten: E. Geiger, K. Schlauss. Benannt nach der Wohltäterin Josefine Haas von Längenfeld-Pfalzheim (1782-1846).

Niederhofstraße: Eröffnet 1989. Architekt: K. Schlauss. Benannt nach dem "Niederhof am Bache", einem ehemaligen Gutshof an der Wien.

Bahnhof Meidling: Eröffnet 1989 als "Philadelphiabrücke". Umbenannt 2013. Architekt: K. Schlauss.

Tscherttegasse: Eröffnet 1995. Architekt: J. G. Gsteu. Benannt nach Hans Tschertte, einem Festungsbaumeister zur Zeit der Ersten Türkenbelagerung Wiens.

Am Schöpfwerk: Eröffnet 1995. Architekt: J. G. Gsteu. Benannt nach dem Hebewerk der 1, Wiener Hochquellwasserleitung

Alterlaa: Eröffnet 1979; für U-Bahn umgebaut und wiedereröffnet 1995. Architekten: Glück, Hlaweniczka, Requat, Reinthaller. Benannt nach dem Ortsteil Alterlaa, heute ein Teil des 23. Bezirkes.

Erlaaer Straße: Eröffnet 1995. Architekt: J. G. Gsteu. Benannt nach dem Ortsteilen Alt- und Neuerlaa, heute Teile des 23. Bezirkes.

Perfektastraße: Eröffnet 1995. Architekt: J. G. Gsteu. Benannt nach einem hier ansässigen Gewerbebetrieb.

Siebenhirten: Eröffnet 1995. Architekt: J. G. Gsteu. Benannt nach dem Ortsteil Siebenhirten, heute ein Teil des 23. Bezirkes.

Aufgelassene Stationen:

Heiligenstadt - Eröffnet 1898, aufgelassen 1996. Siehe Linie U4.

Friedensbrücke - Eröffnet 1899, aufgelassen 1991. Siehe Linie U4.

Meidling Hauptstraße - Eröffnet 1898, aufgelassen 1985. Siehe Linie U4.

Angaben zu Straßennamen aus: Simbrunner, Peter: Wien: Straßennamen von A bis Z (Wien: Ueberreuter, 1989).