Recently in Politics Category

Thoth welcomes a new arrival

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In memoriam Margaret Thatcher, 1925-2013.

Find Osama!

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American soldiers have recently found Osama bin Laden in Pakistan. In 1971, the bin Laden family took a trip to Sweden, where this picture (source: Die Zeit) was taken.

Now here's the real mindboggler: Who on this picture is Osama bin Laden? (Click on the picture to enlarge it.) And, most importantly: can you solve this mystery without consulting Google?

Lobbyists

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One of many indicators of the sad state of Austrian politics: Conservative MEP Ernst Strasser is filmed by Sunday Times reporters accepting money for legislation:


Here's one of the resulting attempts at comic relief:


Still, nauseating sleaze and desperate humour aside, what's similarly disturbing is that Strasser would have gone free if he had acted as an Austrian MP instead of an an MEP. Contrary to EU law, Austrian law allows lobbyism in parliament, and accepting money for legislation is perfectly legal. I guess this explains several political decisions, and it turns politics into a farce that is losing the people's confidence with good reason.

The deterioration of the political climate

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and why it must be stopped by all means. Keith Olbermann with a special comment on the Arizona shootings.

Zitat aus unerwarteter Quelle

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Summary for English readers: Two extremely sensible quotations from an unlikely source and a link to a newspaper article elaborating on them.

Zum Thema Wirtschaftskrise:

Wenn wir nicht wollen, dass unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder, die Zukunft künftiger Generationen durchsetzt ist von Finanz-, Wirtschafts-, Umwelt- und sozialen, letztendlich also menschlichen Katastrophen, dann müssen wir unsere Art zu leben, zu konsumieren, zu produzieren ändern. Und wir müssen die Kriterien unserer gesellschaftlichen Organisation und unserer öffentlichen Politiken ändern.

Zum Thema Abgehobenheit der Politik:

So fängt man schließlich an, einen Graben des Unverständnisses zu ziehen zwischen den Experten voller Wissen und den Bürgern, deren Lebenserfahrungen einfach nicht übereinstimmen wollen mit dem, was die Zahlen sagen. Dieser Graben ist sehr gefährlich, denn letztlich fangen die Bürger an zu glauben, man wolle sie täuschen. Nichts zerstört die Demokratie wirkungsvoller.

Wer hats gesagt?

Zu spät für Alarmglocken

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Summary for English readers:

Drastic changes in the political landscape of the state of Upper Austrian in yesterday's regional election were even more drastic in local results. The Social Democrats are not in a crisis, they are on their way towards insignificance.

Die Ergebnisse der oberösterreichischen Landtagswahl wirken noch um einiges ärger, wenn man ehemals rote Kerngegenden, wie etwa meinen Geburtsort, betrachtet:

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Wenn man ehemals sichere absolute Mehrheiten hatte und dann in einem Satz von 47% auf 28% absackt, dann ist der Spruch mit den Alarmglocken, die schrillen sollten, nicht mehr angebracht. Im Gegenteil, das bedeutet Notoperation oder Totengräber.

Another example of the cultural divide between the USA and Europe

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Members of the US Republican Party compare President Obama to Adolf Hitler because he wants to introduce health insurance for all citizens.

Weiße Hemden

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Summary for English readers:

The present discussion in Austria whether a dessert named "moor in a shirt" constitutes racism seems pretty laughable in the face of the very real racism and right-wing slogans that are dominating Austrian politics. What is worse, it distracts from several things that should be dealt with more urgently.

Von all den Absonderlichkeiten, die sich Österreich gerne leistet, ist die Mohr-im-Hemd-Debatte wohl das eigenwilligste Scheingefecht seit längerem. Das Schattenboxen zwischen jenen, die eine Werbung mit dem Namen einer traditionellen Mehlspeise rassistisch finden und jenen, die die Tradition der Zuckerbäckerei aufrecht erhalten wollen, gehört gerahmt und dann ins Sommerloch geworfen.

Ich meine: wenn ein Land, dessen drei größte demokratische Parteien ohne Zögern einen Mann mit zumindest zweifelhafter politischer Herkunft zum dritten Nationalratspräsidenten wählen, nur Süßspeisen mit politisch korrekten Namen hätte, dann wäre das doch ein krasser Stilbruch.

Willkommen in der Postdemokratie?

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Summary for English readers: Commenters Martin Blumenau and Robert Misik have recently published a number of urgent and highly pessimistic articles in which they are talking about the imminent disintegration of Austrian democracy due to a large public that is no longer participating in democratic processes and authoritarian politicians who are taking advantage of this situation. I am trying to add some more perspective to the discussion.

Martin Blumenau hat in seinem Blog kürzlich sehr eindringlich vor dem Eintreten eines postdemokratischen Zustandes in Österreich gewarnt, einer von Populisten geführten "Security-Demokratie", die weitgehend unter Ausschluss einer desinteressierten Bevölkerung stattfindet:

[Alles], wirklich alles, spielt denen, die aus der derzeit ... unterentwickelten und teilinszenierten Demokratie einen Übertritt in ein autoritäres System mit scheindemokratischen Formalien machen wollen, in die Hände.
Alles.
Zentrale Punkte sind dabei
1) das fortgesetzte Schlechtreden von Demokratie
2) das in allen Bereichen propagierte Delegieren von Verantwortung
3) die NLP-mäßige Umprogrammierung von moralischen Standards.

Blumenau bezeichnet 2009 als "das Jahr, in dem Österreich gekippt ist" und führt dies in sechs Teilen sehr umfassend aus: [Teil 1] [Teil 3] [Teil 4] [Teil 5] [Teil 6] [Teil 7].

Nicht minder eindringlich fällt Robert Misiks Bestandsaufnahme "Verdruss, Passivität, Ressentiment. Wie gefährdet ist unsere Demokratie?" aus:

Immer mehr Leute haben das Gefühl, dass sie das eigentlich nichts angeht und dass sie "denen" bei jeder Gelegenheit einen Denkzettel verpassen müssen. ... [Legt] man die Zahl der Wahlberechtigten zugrunde, hat die "siegreiche" ÖVP gerade mal 15 Prozent der Stimmen erhalten, die einst mächtige SPÖ hat nur mehr jede/r Zehnte gewählt. Es gibt also eine massive Krise des Parteiensystems. Die Parteien umzirzen die Wähler mit blöden PR-Slogans, die quttieren's mit Verdruss.