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| DOKUMENTATION MARIE-ALAIN COUTURIER |
"Alles Ewige ist gleichzeitig modern", schrieb Marie-Alain Couturier vor einem halben Jahrhundert. Heute ist er in der Bedeutung seiner Vorreiterrolle kaum zu überschätzen, damals leitete er mit dieser Aussage für sich die Notwendigkeit zu einem umfassenden Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und der Kirche ab. So wurden Matisse, Picasso, Braque, Léger, Le Corbusier und einige andere große Gestalten des zwanzigsten Jahrhunderts zu seinen herausfordernden Gesprächspartnern. Diese Dialoge führten durch die von ihm geleitete Zeitschrift „L’Art Sacré“ nicht nur zu einer außergewöhnlichen Breitenwirkung, sondern bescherten der Kunstgeschichte des vorigen Jahrhunderts auch einige herausragende Sakralbauten wie in Ronchamp, Assy, Audincourt, Vence und l’Arbresle. Die Dokumentationsausstellung auf 62 Tafeln und das dazu erschienene Buch bieten in sechs Hauptkapiteln eine Hinführung zu Leben, Werk und Wirken von Marie-Alain Couturier. Sie stellen die wichtigsten Gesprächspartner vor, zeigen einige Glanzlichter aus der Zeitschrift „L’Art Sacré“, präsentieren die wichtigen Bauten und Projekte, bieten eine Zusammenfassung der theoretischen Klärungen und illustrieren in Wort und Bild, wie es nach dem Tod von Couturier weiter gegangen ist. Die Ausstellung war bisher an neun Orten im deutschsprachigen Raum zu sehen, außerdem gibt es davon eine Version in französischer Sprache, die zuletzt in La Tourette präsentiert wurde.
Die Ausstellung und das Buch sind über das Bildungshaus St. Virgil entlehnbar
beziehungsweise erwerbbar. Nähere Informationen:
Bildungshaus St. Virgil, Ernst-Grein-Straße 14, 5026
Salzburg, +43/662/65901-514, katharina.lorenz@virgil.at
erstellt am 1. Oktober 2003