WISSENSCHAFT

     

PROJEKTE

     

AUSBLICKE

Hartwig Bischof

Der Geist weht wo er kann.

Ausblicke




Monsignore Otto Mauer

"Man sagt mir, dass ich einseitig bin. Gewiss, aber dadurch gehe ich weiter als die anderen. Die in der Mitte taugen zu nichts." (Marie-Alain Couturier)

 

In Österreich wirkte Otto Mauer (14.2.1907-3.10.1973), der um einige Jahre jüngere Zeitgenosse von Couturier, in ähnlicher Weise. Allerdings war die Ausgangssituation der beiden grundverschieden. Konnte Couturier in Paris leicht von einem großen Meister der Moderne zum nächsten spazieren, so wandte sich Mauer nach dem Krieg der damals jungen österreichischen Avantgarde zu. Er gründete die "Galerie nächst St. Stephan", die nicht nur ein Vorposten für den Dialog der Kirche mit der zeitgenössischen Kunst darstellte, sondern damals in Wien beinahe als einzige Galerie ausschließlich Avantgardekünstler im Programm hatte. Mauer sah in der Kunst eine Lehrmeisterin für die Kirche, denn "das Christentum kann doch nicht nur in Rechtsverhältnissen bestehen, nicht nur in Dogmatismen, sondern muss doch eine Mobilisierung aller menschlichen spirituellen Kräfte sein, es muss doch etwas Kreatives sein". Er hinterließ eine große Sammlung mit hervorragenden Werken und es gibt einen nach ihm benannten Preis für zeitgenössische Kunst.



 

Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit von Fritz Wotruba in Wien-Mauer

"Schönheit der Formen, absolut, d.h. ohne irgendein Zugeständnis an moralische, soziale oder apostolische Absichten außerhalb des Werkes." (Marie-Alain Couturier)






Passionskapelle mit Fresken von Giselbert Hoke in Gloggnitz

"Jedes Kunstwerk muss zunächst auf die natürliche Welt offenkundig befremdend wirken. Und dieses Empfinden von Fremdartigkeit steht am Anfang meiner Freude." (Marie-Alain Couturier)




 

St. Laurentius von Emil Steffann und Siegfried Österreicher in München-Gern

"Der Ruhm Gottes besteht nicht aus Reichtum und Riesenhaftigkeit, sondern aus der Perfektion eines reinen Werkes." (Marie-Alain Couturier)






Altarraum der Rosenkranzkapelle von Henri Matisse in Vence

"Das erste, was getan werden muss, um die christliche Kunst zu retten, ist nicht, Theorien zu entwickeln, sondern gute Malerei und gute Skulpturen zu schaffen." (Marie-Alain Couturier)


 

 

 



>>DOKUMENTATION COUTURIER

erstellt am 1. Oktober 2003