Paläoradiologie
Röntgenbild von Confuciusornis sanctus (China).

Die Paläoradiologie beschäftigt sich mit dem weitgehend zerstörungsfreien Sichtbarmachen von Fossilien, zumeist noch vor ihrer Präparation aus dem sie umgebenden Sediment. Sie ist somit eine klassische Hilfswissenschaft, bei der – im Gegensatz zur Anwendung an lebenden Systemen – keine Rücksicht auf die Dosisleistung genommen werden muß. Mittlerweile erschließt sich die Paläoradiologie auch die modernen bildgebenden Verfahren wie z.B. die Computer-Tomographie (CT), die naturgemäß viele neue Möglichkeiten, bishin zu einer virtuellen Präparation, eröffnet. Siehe auch: Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft (Frankfurt/Main) und DigiMorph.

Zum Bild: Invertiertes konventionelles Röntgenbild eines Confuciusornis sanctus aus der Oberen Kreidezeit, Herkunft: Provinz Liaoning in China. Das Skelett ist in einem nicht zu stark kalkhältigen lakustrinen Sediment eingebettet und ermöglichte so eine gute Darstellung im konventionellen Röntgen.

Eine modernere und auch teurere Methode der Paläoradiologie ist die Computer-Tomographie (CT), die eine vielfältige nachträgliche Bearbeitung der gewonnenen digitalen Daten ermöglicht. Da auch Messungen möglich sind, stellt diese Methode eine ideale Ergänzung zur herkömmlichen Craniometrie (Schädelvermessung) dar. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren, gehen Sie bitte weiter zur CT-Seite.

Wenn Sie sich näher dafür interessieren, so folgen Sie dem link zu folgender Kostprobe: Paläoradiologie im Auftrag des Naturhistorischen Museums Wien. Auch hier wieder ein Link zu meiner Publikationsliste.