Projekt „Migration im österreichischen Fußball nach 1945“                 english version
Durchführung: Barbara Liegl, Georg Spitaler

in Kooperation mit FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel


Finanziert vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

Laufzeit: Dezember 2005 - Dezember 2007

Tagung "Migration im Europäischen Fußball" - 11./12. April 2008, Universität Wien, Programm  Tagungsbericht


Projektbeschreibung:

Die Geschichte von Migration und Fußball in Österreich – von Profispielern oder Trainern, die als „Legionäre“ nach Österreich kamen wie von migrantischen Bevölkerungsgruppen, die diesen Sport in ihrer Freizeit ausübten oder eine Profikarriere einschlugen – ist mehr als 100 Jahre lang. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass bisher kaum – weder historisch, noch zeitgenössisch orientierte – wissenschaftliche Aufarbeitungen zu diesem Thema vorliegen. Dies soll am Beispiel des Profifußballs in diesem Projekt geleistet werden. Ziel ist dabei die erste systematische sozialwissenschaftliche und historische Aufarbeitung der Geschichte von „Legionären“ bzw. migrantischer Teilhabe im österreichischen Fußball nach 1945.

Fußball, sowohl als Publikumssport als auch als popularkulturelle Praxis, wird in diesem Projekt als historisches wie auch zeitgenössisches Feld verstanden, in dem gesamtgesellschaftliche Prozesse der Integration, Segregation und Diversität einerseits auf symbolischer Ebene verhandelt werden, andererseits aber Entwicklungen in Gang gesetzt werden können, die reale Auswirkungen auf andere soziale Felder haben, womit dieser Sport gesellschaftlichen Wandel nicht nur ‚widerspiegelt’ oder verdichtet, sondern auch als Ort solcher Veränderungen angesehen werden kann. Gerade die Debatten um Vertretung, die im gesamten europäischen Fußball in den 1990er Jahren im Zuge der Liberalisierung des Spielermarktes und der damit einhergehenden Diversifizierung fußballerischer Repräsentation geführt wurden, zeigen die Bedeutung von Sportdiskursen für breitere politische Zusammenhänge.


Folgende Fragestellungen und konkrete Arbeitsschritte werden im Projekt verfolgt:

Artikel zum Thema

Weitere Informationen und Kontakt:

Georg.Spitaler@univie.ac.at Barbara.Liegl@univie.ac.at