Gastprof. Dr. Ernst Langthaler

Ländlicher Alltag unter Hitler

Universität Innsbruck, Institut für Geschichte und Ethnologie, SS 2010

http://homepage.univie.ac.at/ernst.langthaler/innsbruck/frauenwarte.jpgTitelbild der Zeitschrift NS-Frauenwarte 19/1940

> Proseminar (LV-Nr. 645304)

> Übung (LV-Nr. 645305)


Proseminar

Ort und Zeit: 50101/1 SR oder 4DG14 SR, wöchentlich Montag, 14.30-16.00 Uhr

Ziel: Einführung in geschichtswissenschaftliche Arbeitsweisen am Beispiel der ländlichen Alltagsgeschichte der NS-Ära

Inhalt: Am Beispiel der ländlichen Alltagsgeschichte der nationalsozialistischen Ära werden die wichtigsten Schritte geschichtswissenschaftlicher Forschung erarbeitet: die Orientierung über den Forschungsstand, das Entwerfen von Forschungsansätzen, das Formulieren von Forschungsfragen, das Recherchieren und Interpretieren von Literatur und Quellen sowie die Darstellung der Forschungsergebnisse. Die Teilnahme an der gleichnamigen Übung ist sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

Methoden: Impulsvorträge, Textlektüren, Diskussionen und mehrere Übungsaufgaben

Arbeitsanforderungen:

Punktestand

LV-Homepage: http://homepage.univie.ac.at/ernst.langthaler/innsbruck/alltag-ns.htm

Vorbereitungsliteratur: Ernst Langthaler, Eigensinnige Kolonien. NS-Agrarsystem und bäuerliche Lebenswelten 1938-1945, in: Emmerich Tálos u.a. (Hg.), NS-Herrschaft in Österreich. Ein Handbuch, Wien 2000, 348-375 [pdf-Fassung].

Zeitplan:

Datum

Inhalte

Materialien

Übungsaufgaben: alle Sendungen per E-Mail (Betreff: Proseminar) als Word-doc oder pdf mit dem Dateinamen Zuname_Vorname_PS_ÜN (z.B. Maier_Julia_PS_Ü1) an ernst.langthaler@univie.ac.at

8.3.2010

Einführung

Bedarfserhebung

 

15.3.2010

Datenerhebung & Darstellung I: Literatursuch-, Informationssammel- und Schreibstrategien

PP_Präsentation

Übung 1 (10 Punkte): Verfassen Sie auf der Grundlage des Aufsatzes Eigensinnige Kolonien und, sofern bekannt, weiterer Literatur einen Überblicksartikel zum Thema "Ländliche Gesellschaft" (ca. 2 A4-Seiten) für ein historisches Lexikon über Österreich in der NS-Ära.

Abgabe: bis 12.3.2010

22.3.2010

entfällt (Ersatz: Exkursion ins Tiroler Landesarchiv)

 

Übung 2 (5 Punkte): Reflektieren Sie den Text, den Sie in Übung 1 verfasst haben, kritisch vor dem Hintergrund der im Proseminar diskutierten Schreib-Strategien und überarbeiten Sie ihn dementsprechend im Korrekturmodus (mit Anzeige der Korrekturen).

Abgabe: bis 19.3.2010

12.4.2010

Darstellung II: Rezension

Anleitungen zur Rezension

PP-Präsentation

Übung 3 (5 Punkte): Recherchieren Sie je einen Bibliotheksstandort der folgenden sechs Texte aus dem Literaturverzeichnis des Aufsatzes Eigensinnige Kolonien (Münkel 1996, Corni 1990, Lombar 1953, Rosinger 1994, Stocker 1990, Lehmann 1991). Recherchieren Sie je einen Bibliotheksstandort oder die Internetadressen von drei weiteren Texten zum Proseminar-Thema, die nicht im Aufsatz genannt sind. Geben Sie verwendete Hilfsmittel (z.B. OPAC), Bibliothek und Signatur an und zitieren Sie die Texte nach den Regeln der ÖZG. "Zitieren" meint die Art und Weise, in der Autor, Titel, Herausgeber, Sammelband, Zeitschrift, Erscheinungsort und -jahr sowie Seitenzahlen angegeben werden.

Abgabe: bis 9.4.2010

19.4.2010

Reflexion I: "Alltag" zwischen Lebenswelt und System

PP-Präsentation

Übung 4 (30 Punkte): Verfassen Sie eine Rezension (3-4 A4-Seiten) eines mit dem LV-Leiter vereinbarten Buches zum Proseminar-Thema.

Abgabe: bis 18.6.2010

Übung 5 (10 Punkte): Lesen Sie den Text: Alf Lüdtke, Alltagsgeschichte, Mikro-Historie, historische Anthropologie, in: Hans-Jürgen Goertz, Hg., Geschichte. Ein Grundkurs, Reinbek bei Hamburg 1998, 557-578 [pdf-Fassung] und beantworten Sie folgende Fragen (je 2-3 Sätze):

·         Was versteht die Alltagsgeschichte unter "Politik"?

·         Was meint die Alltagsgeschichte mit "Aneignung"?

·         Wie begreift die Alltagsgeschichte einen "Akteur"?

·         Welche Perspektive nimmt die Mikrogeschichte ein?

·         Welches Anliegen verfolgt die Historische Anthropologie?

·         Wie geht die Alltagsgeschichte mit "Symbolen" um?

Abgabe: bis 16.4.2010

26.4.2010

Datenerhebung II: Archivarbeit

PP-Präsentation

Übung 6 (5 Punkte): Recherchieren Sie in den Bestandsverzeichnissen des Tiroler Landesarchivs oder anderer Archive in Österreich oder Deutschland einen Aktenbestand, der zum Proseminar-Thema passt. Finden Sie möglichst viele Zusatzinformationen zu diesem Bestand heraus (Entstehung, Überlieferung, Umfang, Inhalt, Forschungen usw.).

Abgabe: bis 23.4.2010

3.5.2010

Datenerhebung III: Feldforschung

PP-Präsentation

 

10.5.2010

Reflexion II: Historische Methode

PP-Präsentation

Übung 7 (10 Punkte): Lesen Sie den Text: Jörn Rüsen/Friedrich Jaeger, Historische Methode, in: Richard van Dülmen, Hg., Fischer Lexikon Geschichte, Frankfurt am Main 1990, 13-32 [pdf-Fassung], und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Was unterscheidet die Geschichtsschreibung von der Geschichtsforschung?
  • Welchen Grundsätzen folgen die drei "Regulative der Forschung" (Heuristik, Kritik und Interpretation)?
  • Welchen Grundsätzen folgen die beiden "Strategien der Forschung" (Hermeneutik und Analytik)?
  • Welche Merkmale kennzeichnen die "Paradigmen der Forschung" jenseits des Historismus (Marxismus-Leninismus, Annales-Schule, Gesellschaftsgeschichte und "neohermeneutische Ansätze")?
  • Welchen Paradigmen fühlen sich, Ihrer Ansicht nach, die beiden Autoren verbunden und welchen stehen sie misstrauisch gegenüber? Begründen Sie Ihre Ansicht.

Abgabe: bis 7.5.2010

17.5.2010

entfällt (Ersatz: Exkursion ins Tiroler Landesarchiv)

 

 

18.5.2010

Exkursion in das Tiroler Landesarchiv (Treffpunkt: 13.00 Uhr beim Eingang des TLA, Michael-Gaismair-Straße 1)

 

 

31.5.2010

Dateninterpretation I: 'Qualitative' Methoden

Interpretation Schaubild

Übung 8 (5 Punkte): Formulieren Sie drei hermeneutisch und drei analytisch orientierte Fragestellungen zum PS-Thema. Anregungen dazu liefert Ihnen der Aufsatz Eigensinnige Kolonien.

 

Abgabe: bis 28.5.2010 

7.6.2010

Dateninterpretation II: 'Quantitative' Methoden

Kreuztabellen

Übung 9 (10 Punkte): Vervollständigen Sie die im Plenum begonnene Interpretation des Schaubildes.

 

Abgabe: bis 4.6.2010 

14.6.2010

Dateninterpretation III: Methodenmix

Übung 10 (10 Punkte): Interpretieren Sie die folgende Kreuztabelle, indem Sie die absoluten Messwerte in relative Werte umwandeln und mit den Schätzwerten vergleichen („Zusammenhangsrate“). Fassen Sie Ihre Interpretation in 2-3 Sätzen zusammen.

 

Tabelle: Traktoren in zwei Dörfern

 

Abgabe: bis 11.6.2010 

21.6.2010

Darstellung III: Fallstudie

 

 

28.6.2010

Resümee

 

 

 


Übung

Ort und Zeit: 50101/1 SR, 4DG14 SR oder SR Josef-Hirn-Straße, wöchentlich Montag, 16.30-17.15 Uhr

Ziel: Einführung in geschichtswissenschaftliche Arbeitsweisen am Beispiel der ländlichen Alltagsgeschichte der NS-Ära

Inhalt: Am Beispiel der ländlichen Alltagsgeschichte der nationalsozialistischen Ära wird der geschichtswissenschaftliche Umgang mit Quellen (Quellenrecherche, -kritik und -interpretation) erarbeitet. Nach einem Überblick über verschiedene Quellenarten (lebensgeschichtliche Erzählungen, Gerichtsakten, Fotografien, Zeitungsartikel, statistische Erhebungen usw.) folgen Vertiefungen entsprechend der Interessen der Studierenden. Die Teilnahme am gleichnamigen Proseminar ist sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

Methoden: Impulsvorträge, Diskussionen und mehrere Übungsaufgaben

Arbeitsanforderungen:

LV-Homepage: http://homepage.univie.ac.at/ernst.langthaler/innsbruck/alltag-ns.htm

Vorbereitungsliteratur: Ernst Langthaler, Eigensinnige Kolonien. NS-Agrarsystem und bäuerliche Lebenswelten 1938-1945, in: Emmerich Tálos u.a. (Hg.), NS-Herrschaft in Österreich. Ein Handbuch, Wien 2000, 348-375 [pdf-Fassung].

Zeitplan:

Datum

Inhalte

Materialien

Übungsaufgaben: alle Sendungen per E-Mail (Betreff: Übung) als Word-doc oder pdf mit dem Dateinamen Zuname_Vorname_UE_ÜN (z.B. Maier_Julia_UE_Ü1) an ernst.langthaler@univie.ac.at

8.3.2010

Einführung

 

 

15.3.2010

Quellen der ländlichen Alltagsgeschichte der NS-Ära

PP-Präsentation

Übung 1 (15 Punkte): Notieren sie alle Quellenarten zur Geschichte der ländlichen Gesellschaft in der NS-Ära, die im Aufsatz Eigensinnige Kolonien erwähnt werden.

Abgabe: bis 12.3.2010

22.3.2010

entfällt (Ersatz: Exkursion ins Tiroler Landesarchiv)

 

 

12.4.2010

Methodischer Umgang mit Quellen: Heuristik - Kritik - Interpretation

PP-Präsentation

Übung 2 (15 Punkte): Lesen Sie den Text: Jörn Rüsen/Friedrich Jaeger, Historische Methode, in: Richard van Dülmen, Hg., Fischer Lexikon Geschichte, Frankfurt am Main 1990, 13-32 [pdf-Fassung], und beschreiben Sie den methodologischen Dreischritt von "Heuristik", "Kritik" und "Interpretation".

Abgabe: bis 9.4.2010

19.4.2010

Methodenpraxis

Quellenbeispiel:
Erbhofgerichtsurteil

Übung 3 (70 Punkte): Erarbeiten Sie anhand einer ausgewählten Quellenart aus der LV ein kleines Forschungsprojekt, das folgende Schritte umfasst:
- Fragestellung
- Quellenkritik
- Interpretation mittels einer oder mehrerer Methoden
- Darstellung der Ergebnisse (ca. 5 A4-Seiten)

Abgabe: bis 25.6.2010

26.4.2010

Methodenpraxis

 

3.5.2010

Methodenpraxis

 

10.5.2010

Methodenpraxis

Fallrekonstruktion

17.5.2010

entfällt (Ersatz: Exkursion ins Tiroler Landesarchiv)

 

18.5.2010

Exkursion in das Tiroler Landesarchiv (Treffpunkt: 13.00 Uhr beim Eingang des TLA, Michael-Gaismair-Straße 1)

 

31.5.2010

Methodenpraxis

Datensatz Bauernfähigkeit

7.6.2010

Methodenpraxis

Quellensammlung Erbhofgerichtsurteile


Quellensammlung Hofkarten

14.6.2010

Methodenpraxis

 

21.6.2010

Methodenpraxis

 

28.6.2010

Resümee