Proseminar Sozialgeschichte der Literatur:
Die Erkundung der Fremde – Reisende und Entdecker

Beginndatum: 2. Oktober 2002

Tag/Uhrzeit/Ort: Mittwoch, 18.00 (pktl.)-19.30 Uhr, Hörsaal 30

Stoff und Aufgabenstellung:
Das Reisen gehört seit jeher zu den Möglichkeiten, sich unmittelbar mit dem Unbekannten auseinander zu setzen. Das Interesse der Komparatistik für diese Form der Fremderfahrung erklärt sich aus den Texten, die im Zug solcher Erkundungen des Anderen entstanden sind: Reisebeschreibungen, Dokumentationen, Reportagen, Reisetagebücher sind Zeugnisse für die Entstehung von bewussten oder unbewussten Bildern und Vorstellungen der Fremde(n) und somit auch als Quellen für die komparatistische Imagologie zu betrachten. Die Gründe und Anlässe für das Reisen waren und sind unterschiedlich: Forschungs-, Studien-, Pilger- und Erholungsreisen bilden den Rahmen für die Themen, die in dieser LV diskutiert werden.
Behandelt werden europäische Autorinnen und Autoren wie Alexander von Humboldt, Joseph von Eichendorff, Germaine de Staël, Christoph Columbus, Marco Polo, Karl May, Charles Darwin, Heinrich Harrer, Jack London, Karl-Markus Gauß u. a.


Leseliste:


Literaturhinweise:

Die Leseliste zu den einzelnen Referatsthemen wird in der ersten Stunde besprochen. Zur Einstimmung empfiehlt sich:

Kultur, soziale Praxis, Text. Die Krise der ethnographischen Repräsentation. Hg. v. Eberhard Berg u. Martin Fuchs. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1995 (= stw 1051).

Attilio Brilli: Als Reisen noch eine Kunst war. Vom Beginn des modernen Tourismus: Die ›Grand Tour‹. Berlin: Wagenbach 1997.

Hans Christoph Buch: Die Nähe und die Ferne. Bausteine zu einer Poetik des kolonialen Blicks. Frankfurt/M.: Suhrkamp 1991.

Prüfungsmodalitäten: Es gilt die Formel: Zeugnis = Anwesenheit + Referat + Proseminar-Arbeit (ca. 15 Seiten).

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