WS 1996/97 – PS Sozialgeschichte der Literatur:
Methoden und Modelle der französischen und amerikanischen Sozialgeschichte als Herausforderung für die Komparatistik
Tag/Uhrzeit/Ort: Mittwoch, 18.00 (pktl.)-19.30 Uhr, Inst.

Stoff und Aufgabenstellung:
Die Methode des Vergleichs ist seit geraumer Zeit Bestandteil des Methodeninventars nicht nur der Komparatistik, sondern findet in vielen Sozialwissenschaften Anwendung. Auch in der Sozialgeschichte – wie überhaupt in der Geschichtswissenschaft – ist die Wichtigkeit des Vergleichs betont worden, welcher etwa innerhalb der nouvelle histoire programmatische Bedeutung erlangt hat. In den USA hat sich die vergleichende Methode in der Praxis der (Sozial)Historiker ebenfalls etabliert. Diese Situation soll Anlaß dazu geben, nicht nur über den Vergleich per se zu reflektieren, sondern anhand der wichtigsten Forschungsparadigmen der französischen (histoire comparée, Mentalitätsgeschichte etc.) und amerikanischen (labor history, history of gender, Multikulturalität etc.) Sozialgeschichte deren methodologische Relevanz für die Komparatistik zu prüfen.

Leseliste: –

Literaturhinweise:
Geschichte und Vergleich. Ansätze und Ergebnisse international vergleichender Geschichtsschreibung. Hg. v. Heinz-Gerhard Haupt u. Jürgen Kocka. Frankfurt/New York: Campus 1996.

Peter Burke: Offene Geschichte. Die Schule der Annales. Berlin: Wagenbach 1991.

Sabine Jöckel: ‚Nouvelle histoire‘ und Literaturwissenschaft. Die Geschichte ihrer Begegnung in der französischen Forschung. 2 Bde. Rheinfelden/Berlin: Schäuble 1993 (= Romanistik 14).

The Past Before Us. Contemporary Historical Writing in the United States. Ed. Michael Kammen. Ithaca/London: Cornell University Press 1980.

Comparative Literature in the Age of Multiculturalism. Ed. Charles Bernheimer. Baltimore/London: John Hopkins University Press 1995.

Prüfungsmodalitäten: Es gilt die Formel: Zeugnis = Anwesenheit + Referat + Proseminar-Arbeit (ca. 15 Seiten).

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