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Triops cancriformis

 

 

 

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Impressum

Triops zählt innerhalb der alten Crustaceen-Unterklasse Branchiopoda (Kiemenfußkrebse) zur Ordnung der Notostraca ("Rückenschaler").

Rückenschaler halten sich gewöhnlich in Bodennähe kurzfristig bestehender Tümpel auf. Wenn diese temporären Gewässer austrocknen, verbleiben nur die "Dauereier" von Triops im Boden und überstehen dort, wenn nötig, Jahrzehnte (!) der Trockenheit. Große Triops-Exemplare graben mit Hilfe ihres Rückenpanzers im Schlamm und suchen nach Nahrung: Algen, Plankton, aber auch größere Beutetiere wie Würmer, Mückenlarven oder sogar Kaulquappen. Gelegentlich fressen sie auch frisch gehäutete Artgenossen.

Mindestens neun verschiedene Arten der Gattung Triops sind bisher weltweit bekannt. Die älteste und bekannteste Art ist der "Europäer", Triops cancriformis, der seit mehr als 220 Millionen Jahren unverändert existiert! Dennoch ist Triops cancriformis, wie die meisten "Urzeitkrebse" (Groß-Branchiopoden) der Welt, in seinem Bestand gefährdet, vor allem aufgrund direkter Habitatzerstörung durch den Menschen.

Triops cancriformis ist NICHT mit der üblicherweise gehandelten amerikanischen Mischart Triops longicaudatus identisch, die kleiner ist (nur etwa 5 statt bis zu 10 cm) und in der Haltung höhere Temperaturen benötigt.

Dr. Erich Eder, Lehrbeauftragter an der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien, erforscht seit 15 Jahren die Biologie der "Urzeitkrebse". Seine Arbeit fand internationale Beachtung. Mit populärwissenschaftlichen Publikationen und Ausstellungen warb er für diese seltene und gefährdete Tiergruppe. 1999 wurde ihm der "Theodor-Körner-Preis für Wissenschaft und Kunst" verliehen, 2004 erhielt er den Wissenschafts-Förderungspreis der Stadt Wien, und zuletzt 2008 den Josef-Schöffel-Naturschutzpreis.