Weibliche Genitalverstümmelung und Ästhetische Plastische Chirurgie als Praktiken der Normalisierung –
Ein empirisches Forschungsprojekt als Beitrag zu einer theoretischen Debatte
Fördereinrichtung: Österreichische Akademie der Wissenschaften (DOC-Team)
Projektlaufzeit:
1. 10. 2007 – 30. 9. 2010
Teammitglieder:
Daniela Dorneles de Andrade
Elena Jirovsky
Sara Paloni
Abstract: folgt in Kürze!
Daniela Dorneles de Andrade, geborene Mitrović 1976 in Wien, Studium der Psychologie ab 1994, Ausbildung zur Tanzpädagogin 2002-2005. Während des Studiums Praktika bei der Aids Hilfe Wien und beim Verein Lefö-IBF (Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels). Betreuerin von jugendlichen MigrantInnen im Verein Wiener Jugendzentren, Beraterin bei der Frauenhelpline (bundesweite Helpline für von Gewalt betroffene Frauen), mobile Flüchtlingsbetreuerin in Wiener Neustadt. Seit 2007 Stipendiatin der österreichischen Akademie der Wissenschaften, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaften.
Elena Jirovsky was born in Vienna, Austria, in 1977.
She completed her “Magister” - Degree in Social- and Cultural Anthropology at the University of Vienna, writing her thesis about menstruation and menarche among women in Vienna. During her studies she worked as a student assistant as well as in the private sector and co-founded an association for Capoeira Angola in Vienna.
In 2007 she was granted the Doc-Team stipend of the Austrian Academy of Sciences. Since then she is working at the Institute for Social- and Cultural Anthropology in the framework of her Doc- Team project. In 2008 she spent 11 months of Fieldwork in Burkina Faso. Her topic of interest are i.a. body, gender, medicine and taboo.
Wissenschaftliche Tätigkeit:
Publikationen:
2006: „Eine natürliche Angelegenheit – Ethnologische Untersuchungen zum Erleben von Menstruation und Menarche von Frauen in Wien“. In: Austrian Studies in Social Anthropology, Journal 2/2006
Workshops:
April 2009: „Praktiken die „unter die Haut gehen“ – Weibliche Genitalverstümmelung (FGM), kosmetische Chirurgie und andere Körperpraktiken“(gemeinsam mit Sara Paloni)- 5. Tage der Kultur- und Sozialanthropologie, 23., 24. April 2009
Vorträge:
April 2009: „Feldforschung zu einem Tabuthema – Rückblick auf ein Jahr in Burkina Faso“- 5. Tage der Kultur- und Sozialanthropologie, 23., 24. April 2009
„Genital-Veränderungen–interdisziplinäre Perspektiven auf weibliche Beschneidung/Genitalverstümmelung und kosmetische Chirurgie“(gemeinsam mit Sara Paloni und Daniela Mitrovic) - Ringvorlesung des Referats für Genderforschung /Universität Wien „Körperregime und Geschlecht“ 5.5.2009
Juni 2009: „Beyond judgement? – Local and global significations of female genital alteration“(gemeinsam mit Sara Paloni) - „Cosmetic Cultures: Beauty, globalisation, politics, practices“des Center for Interdisciplinary Gender Studies/University of Leeds 24.-26. Juni
Posterpräsentationen:
September 2009: „A medical focus in campaigns against Female Genital Mutilation(FGM) seems not to be enough... –a social anthropologists perspective on an illegal body practice in Burkina Faso” - „Medical Anthropology at the Intersections: Celebrating 50 Years of Interdisciplinarity“ 24. - 27. September 2009/ Yale University
Sonstiges:
Interviews:
Interview mit diestandard.at März 2009: „Die Klitoris als Problem im Alltag“
Künstlerische Tätigkeiten und Vereine:
Juni 2003: Gründung des Vereins „Grupo de Capoeira Angola Zimba Viena – Verein zur Förderung afrobrasilianischer Kultur- und Tanzformen“ (Gründungsmitglied und Vorstand)
Sommer 2000: Künstlerische Gestaltung des Aufenthaltsraumes des Österreichischen Hilfswerk für Taubblinde und Hochgradig Hör- und Sehbehinderte (ÖHTB) Margaretengürtel
Sara Paloni, Politikwissenschafterin. Von 2007-2010 Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (DOC-team). Vormals Redakteurin und Mitherausgeberin des Magazins fiber. werkstoff für Feminismus und Popkultur. Artikelveröffentlichungen bei an.schläge und Art in Migration. Einjähriger Forschungsaufenthalt in Großbritannien 2008/2009 im Rahmen des Dissertationsstipendiums. Forschungsschwerpunkt sind agency Konzepte im Kontext der politischen Repräsentation von weiblicher Genitalverstümmelung/Beschneidung und die diskursiven Verknüpfungen von Kultur, Geschlecht und Gewalt.
Interviews zu dem Thema finden sich unter:
http://diestandard.at/?url=/?id=1207285899674.
http://moment.sosmitmensch.at/stories/2227/