Lehrveranstaltungen WS 2012/13

Vertiefungs-SE Gefährdung der liberalen Demokratie und ihre Alternativen - Zum Beitrag der osteuropäischen Erfahrungen seit 1989 zur Demokratietheorie

Das Seminar dient dazu, ein zentrales Thema der Politikwissenschaft anhand der Erfahrungen einer Region und der in ihr sich vollziehenden Transformationsprozesse seit 1989 zu bearbeiten. Es verbindet insofern Theorieorientierung mit Areaanalyse. Im Seminar werden verschiedene zentrale Themen auf Grundlage von intensivem Literaturstudium gemeinsam erarbeitet. Es handelt sich dabei sowohl um eine Einführung in die aktuelle Demokratiedebatte als auch in die Debatte über neue autoritäre Regime. Letztere stellen so etwas wie eine unerwartete Alternative zur allgemein 1989 ersehnten liberalen Demokratie dar, aber eine Alternative, die in Eliten und Bevölkerung jener Staaten aus bestimmten Gründen Legitimität besitzt.

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

FoP Kapitalismus und Demokratie: Passen die beiden zusammen? - Wirtschaftliche und soziale Kontextbedingungen der Demokratie in Osteuropa und Ostasien

Es wird zunächst eine gemeinsame Problemsicht zum Zusammenhang von Kapitalismus (also einer bestimmten Wirtschaftsordnung) und Demokratie (einem bestimmten politischen System) erarbeitet. Anschließend wird die Deutung wichtiger Erfahrungen der Entwicklung des Zusammenhangs von Wirtschaft und Politik anhand ausgewählter Prozesse des gesellschaftlichen Wandels in Osteuropa und Ostasien in den letzten drei Jahrzehnten studiert. Diese theoretische Diskussion und empirische Analyse soll der Erarbeitung eigener Forschungsprojekte der Teilnehmenden zugrunde gelegt werden, die in ausführliche schriftliche Forschungsberichte (Hausarbeiten) münden.

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2012

Spezialisierungs-VO Systemwandel in Osteuropa - Einführung in die politikwissenschaftlichen Osteuropastudien

Die Vorlesung führt in die politikwissenschaftliche Analyse der Region Osteuropa, v.a. in deren mehrfache Transformation im 20. Jahrhundert ein. Es wird außerdem eine Einführung in die Regionalanalyse (areas studies) Osteuropas gegeben, welche von verschiedenen Disziplinen gemeinsam betrieben wird. Die Geschichte des europäischen Staatssozialismus zwischen 1917 und 1991 und sein Erbe für die Gegenwart stehen im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Im Verlauf der Vorlesung werden exemplarisch die aktuellen Entwicklungen sowohl in bestimmten Ländern der Region; u.a. in Russland, und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens als auch in Osteuropa insgesamt seit 1989 vergleichend analysiert. Behandelt werden ebenso grundsätzliche Theorien zur Erklärung der osteuropäischen Transformation.

Programm der Vorlesung als pdf-Datei und Literaturliste zur Vorlesung

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Spezialisierungs-SE 1989 als Übergangsjahr - Die Vorgeschichte des Systemwechsels und seine Nachwehen in der neueren politikwissenschaftlichen und geschichtswissenschaftlichen Literatur

ie Interpretation des Jahres 1989 als Umbruchs- oder Epochenjahr ist in der sozialwissenschaftlichen Debate in die Diskussion geraten. Es wird neuerdings genauer nach den längerfristigen Ursachen des Systemwechsel gefragt, die ab den 1970er Jahren hervortreten. Auch in der Analyse der dem Jahr 1989 nachfolgenden Jahrzehnten werden eher die fortwirkenden Kontinuitäten untersucht, als dass ein völliger Neuanfang angenommen würde. Auf Grundlage des Studiums neuerer sozial- und geisteswissenschaftlicher Literatur wird im Seminar Fragen wie den folgenden nachgegangen: Welche Akteure waren die entscheidenden des Umbruchs: die Dissidenten, die Reformer oder das zornige Volk? Inwieweit war die Krise des Staatssozialismus mit der Krise der traditionellen Linken im Westen verbunden? Hätte es Alternativen zum Systemwechsel gegeben? Wie lässt sich der Erfolg der chinesischen Reformen erklären? Was bleibt vom Staatssozialismus in der osteuropäischen Gegenwart?

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen WS 2011/12

Ring-VO Soziale Beschleunigung im osteuropäischen Systemwechsel nach 1989 und deren Auswirkungen auf den Westen (gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann im Rahmen der Forschungsplattform Wiener Osteuropaforum)

Der Systemwechsel, der auf dem Umbruch 1989/91 in Osteuropa folgte, war angesichts der Gleichzeitigkeit miteinander interagierender wirtschaftlicher, politischer, kultureller und staatlich-institutioneller Veränderungen durch hohe Anforderungen an das Verhalten nicht nur der Eliten, sondern aller Bürgerinnen und Bürger der betreffenden Gesellschaften gekennzeichnet. Die soziale Zeit beschleunigte sich, gewohnte soziale Räume haben sich verändert und die nationalstaatlichen Grenzen verschoben sich. Es kam zu neuen sozialen Ausdifferenzierungen, zu erheblichen Migrationsströmen, besonders aus den peripheren Gesellschaften im Osten und Süden Osteuropas. Institutionelle Ordnungssysteme verschwanden bzw. wurden durch ihr Gegenstück ausgetauscht. Die Vorlesung soll diesem komplexen Geschehen dadurch Rechnung tragen, dass wesentliche Dimensionen jener Wandlungsprozesse, ihr Interagieren sowie die Auswirkungen des Wandels auf der Makro- und Mesoebene auf den Alltag der Bewohner Osteuropas sowie deren Handlungsstrategien, eingeschlossen auch verschiedene anomische Reaktionen, auf Grundlage verschiedener sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektiven nachgezeichnet werden. Auch die weniger untersuchten Auswirkungen dieses Wandels im Osten auf den Westen werden behandelt.

Programm der Vorlesung als pdf-Datei.

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FoP Gefährdung der Demokratie durch ungleiche Machtressourcen - Analyse osteuropäischer Realität und ihre Relevanz für die Theorie

Im FoP geht es um die sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen einer funktionierenden Demokratie, darum zu erfassen, welche Probleme und Gefährdungen der politischen Ordnung "Demokratie" aus einer extrem ungleichen Verteilung der Machtressourcen im gegenwärtigen Kapitalismus erwachsen, wobei die Erfahrungen Osteuropas nach 1989 zugrunde gelegt werden sollen. Schwerpunkte der Mitarbeit: in der ersten Phase wird an einer gemeinsamen Problemsicht zum Thema des Forschungspraktikums gearbeitet, danach kommt es auf die Auswahl und Bearbeitung eines eigenen Themas durch jede/n TN und die Erstellung eines eigenen Planes der Arbeit an diesem, der in einer dritten Phase mit den anderen Teilnehmenden gemeinsam diskutiert bzw. vor ihnen verteidigt werden muss. Die Fertigstellung des Forschungsberichtes muss bis spätestens Ende Mai 2012 erfolgen.

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2011

Vertiefungs-SE Czernowitz und Bukowina - historische und aktuelle Transformationsprozesse einer ukrainischen Region (gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Hannelore Eva Kreisky)

Anhand der Betrachtung der Region Bukowina (soweit sie zur heutigen Ukraine gehört) und der Stadt Czernowitz sollen die historischen, institutionellen, politischen, kulturellen Voraussetzungen des mehrfachen Wandels in Osteuropa seit Beginn des 20. Jahrhunderts studiert werden. Die Periode nach 1900, als die Bukowina Teil Österreich-Ungarns war, die Zwischenkriegszeit, der Staatssozialismus, die post-sowjetische Ukraine sind Abschnitte dieses Wandels. Kultur und Wissenschaft sind dabei sowohl selbst Agenten des Wandels wie sein Objekt. Weitere Gegenstände der Beschäftigung werden der "Multikulturalismus" der betreffenden Region und die kulturelle Bedeutung des Judentums sein.

Programm des Seminars als pdf-Datei.

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Spezialisierungs-SE Osteuropäische politische Eliten - in Modernisierung und Systemwechsel - Mosaiksteine einer kollektiven Akteursbiografie (gemeinsam mit Mag. Wolfram Pergler)

In diesem Seminar werden sowohl Theorien, die mit dem Phänomen herausgehobener Akteure ("Eliten") umgehen, behandelt, als auch der jüngste Systemwechsel in Osteuropa unter dem Blickwinkel dieser Theorien analysiert. Es geht vor allem darum zu untersuchen, welche speziellen Erkenntnisse mittles dieser theoretischen Perspektive bezogen auf die politische Transformation in der Region seit 1989 ermöglicht werden.

Programm des Seminars als pdf-Datei.

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen WS 2010/11

VO Politikwissenschaftliche Grundlagen

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Spezial-VO Systemwandel in Osteuropa nach 1989 - Erbe des Staatssozialismus und internationale Einflüsse

Die Vorlesung behandelt die Transformationsprozesse in Osteuropa nach 1989. Dabei wird auch die Geschichte des Staatssozialismus zwischen 1917 und 1991 dargestellt, da das Erbe dieser Gesellschafts- und Machtform die aktuellen Transformationsprozesse tief geprägt hat. Im Verlauf der Vorlesung werden exemplarisch die Entwicklungen sowohl in bestimmten Ländern der Region; u. a. in Russland, und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens als auch in Osteuropa insgesamt vergleichend analysiert. Ein zusätzlicher Gegenstand ist die vergleichende Analyse der DDR/Ostdeutschlands. Behandelt werden ebenso die Theorien zur Erklärung der osteuropäischen Transformation. Wie stabil sind die in der Region entstandenen Demokratien? Welche Wechselbeziehungen ergeben sich zwischen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wandlungsprozessen? Welchen Einfluss, wenn überhaupt, können externe Akteure ausüben?

Klausur (Essay und Sachfragen), Kenntnis der Literatur wird vorausgesetzt.

Programm der Vorlesung als pdf-Datei und Literaturliste zur Vorlesung

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FoP De-Demokratisierung, politische Instabilität und autoritäre Tendenzen in den neuen Mitgliedsstaten der EU

Das FoP hat verschiedene Schwerpunkte der Mitarbeit: in der ersten Phase wird an einer gemeinsamen Problemsicht zum Thema des Forschungspraktikums gearbeitet, danach kommt es auf die Auswahl und Bearbeitung eines eigenen Themas durch jede/n TN und die Erstellung eines eigenen Planes der Arbeit an diesem, der in einer dritten Phase mit den anderen Teilnehmenden gemeinsam diskutiert bzw. vor ihnen verteidigt werden muss. Die Fertigstellung des Forschungsberichtes muss bis spätestens Ende Mai 2011 erfolgen.

Programm des Forschungspraktikums als pdf-Datei

Diese Lehrveranstaltung wird durch E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.


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Univ.-Prof. Dr. Dieter Segert
Institut für Politikwissenschaft
Universität Wien
Lehrstuhl für Transformationsprozesse in Mittel-, Ost- und Südosteuropa

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