Lehrveranstaltungen WS 2011/12

Ring-VO Soziale Beschleunigung im osteuropäischen Systemwechsel nach 1989 und deren Auswirkungen auf den Westen (gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann im Rahmen der Forschungsplattform Wiener Osteuropaforum)

Der Systemwechsel, der auf dem Umbruch 1989/91 in Osteuropa folgte, war angesichts der Gleichzeitigkeit miteinander interagierender wirtschaftlicher, politischer, kultureller und staatlich-institutioneller Veränderungen durch hohe Anforderungen an das Verhalten nicht nur der Eliten, sondern aller Bürgerinnen und Bürger der betreffenden Gesellschaften gekennzeichnet. Die soziale Zeit beschleunigte sich, gewohnte soziale Räume haben sich verändert und die nationalstaatlichen Grenzen verschoben sich. Es kam zu neuen sozialen Ausdifferenzierungen, zu erheblichen Migrationsströmen, besonders aus den peripheren Gesellschaften im Osten und Süden Osteuropas. Institutionelle Ordnungssysteme verschwanden bzw. wurden durch ihr Gegenstück ausgetauscht. Die Vorlesung soll diesem komplexen Geschehen dadurch Rechnung tragen, dass wesentliche Dimensionen jener Wandlungsprozesse, ihr Interagieren sowie die Auswirkungen des Wandels auf der Makro- und Mesoebene auf den Alltag der Bewohner Osteuropas sowie deren Handlungsstrategien, eingeschlossen auch verschiedene anomische Reaktionen, auf Grundlage verschiedener sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektiven nachgezeichnet werden. Auch die weniger untersuchten Auswirkungen dieses Wandels im Osten auf den Westen werden behandelt.

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FoP Gefährdung der Demokratie durch ungleiche Machtressourcen - Analyse osteuropäischer Realität und ihre Relevanz für die Theorie

Im FoP geht es um die sozialen und wirtschaftlichen Voraussetzungen einer funktionierenden Demokratie, darum zu erfassen, welche Probleme und Gefährdungen der politischen Ordnung "Demokratie" aus einer extrem ungleichen Verteilung der Machtressourcen im gegenwärtigen Kapitalismus erwachsen, wobei die Erfahrungen Osteuropas nach 1989 zugrunde gelegt werden sollen. Schwerpunkte der Mitarbeit: in der ersten Phase wird an einer gemeinsamen Problemsicht zum Thema des Forschungspraktikums gearbeitet, danach kommt es auf die Auswahl und Bearbeitung eines eigenen Themas durch jede/n TN und die Erstellung eines eigenen Planes der Arbeit an diesem, der in einer dritten Phase mit den anderen Teilnehmenden gemeinsam diskutiert bzw. vor ihnen verteidigt werden muss. Die Fertigstellung des Forschungsberichtes muss bis spätestens Ende Mai 2012 erfolgen.

Diese Lehrveranstaltung wird durch die E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2011

Vertiefungs-SE Czernowitz und Bukowina - historische und aktuelle Transformationsprozesse einer ukrainischen Region (gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Hannelore Eva Kreisky)

Anhand der Betrachtung der Region Bukowina (soweit sie zur heutigen Ukraine gehört) und der Stadt Czernowitz sollen die historischen, institutionellen, politischen, kulturellen Voraussetzungen des mehrfachen Wandels in Osteuropa seit Beginn des 20. Jahrhunderts studiert werden. Die Periode nach 1900, als die Bukowina Teil Österreich-Ungarns war, die Zwischenkriegszeit, der Staatssozialismus, die post-sowjetische Ukraine sind Abschnitte dieses Wandels. Kultur und Wissenschaft sind dabei sowohl selbst Agenten des Wandels wie sein Objekt. Weitere Gegenstände der Beschäftigung werden der "Multikulturalismus" der betreffenden Region und die kulturelle Bedeutung des Judentums sein.

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Diese Lehrveranstaltung wird durch die E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Spezialisierungs-SE Osteuropäische politische Eliten - in Modernisierung und Systemwechsel - Mosaiksteine einer kollektiven Akteursbiografie (gemeinsam mit Mag. Wolfram Pergler)

In diesem Seminar werden sowohl Theorien, die mit dem Phänomen herausgehobener Akteure ("Eliten") umgehen, behandelt, als auch der jüngste Systemwechsel in Osteuropa unter dem Blickwinkel dieser Theorien analysiert. Es geht vor allem darum zu untersuchen, welche speziellen Erkenntnisse mittles dieser theoretischen Perspektive bezogen auf die politische Transformation in der Region seit 1989 ermöglicht werden.

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Diese Lehrveranstaltung wird durch die E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen WS 2010/11

VO Politikwissenschaftliche Grundlagen

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Spezial-VO Systemwandel in Osteuropa nach 1989 - Erbe des Staatssozialismus und internationale Einflüsse

Die Vorlesung behandelt die Transformationsprozesse in Osteuropa nach 1989. Dabei wird auch die Geschichte des Staatssozialismus zwischen 1917 und 1991 dargestellt, da das Erbe dieser Gesellschafts- und Machtform die aktuellen Transformationsprozesse tief geprägt hat. Im Verlauf der Vorlesung werden exemplarisch die Entwicklungen sowohl in bestimmten Ländern der Region; u. a. in Russland, und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens als auch in Osteuropa insgesamt vergleichend analysiert. Ein zusätzlicher Gegenstand ist die vergleichende Analyse der DDR/Ostdeutschlands. Behandelt werden ebenso die Theorien zur Erklärung der osteuropäischen Transformation. Wie stabil sind die in der Region entstandenen Demokratien? Welche Wechselbeziehungen ergeben sich zwischen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wandlungsprozessen? Welchen Einfluss, wenn überhaupt, können externe Akteure ausüben?

Klausur (Essay und Sachfragen), Kenntnis der Literatur wird vorausgesetzt.

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FoP De-Demokratisierung, politische Instabilität und autoritäre Tendenzen in den neuen Mitgliedsstaten der EU

Das FoP hat verschiedene Schwerpunkte der Mitarbeit: in der ersten Phase wird an einer gemeinsamen Problemsicht zum Thema des Forschungspraktikums gearbeitet, danach kommt es auf die Auswahl und Bearbeitung eines eigenen Themas durch jede/n TN und die Erstellung eines eigenen Planes der Arbeit an diesem, der in einer dritten Phase mit den anderen Teilnehmenden gemeinsam diskutiert bzw. vor ihnen verteidigt werden muss. Die Fertigstellung des Forschungsberichtes muss bis spätestens Ende Mai 2011 erfolgen.

Programm des Forschungspraktikums als pdf-Datei

Diese Lehrveranstaltung wird durch die E-learning unterstützt. ACHTUNG: Voraussetzung für die Freischaltung ist eine Anmeldung über UNIVIS.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2010

SE Politische Systeme in Ostmitteleuropa nach 1989

Das Seminar soll einen Einblick in den politischen Wandel Ostmitteleuropas und seine Analyse durch die Politikwissenschaft nach 1989 geben. Das geschieht ausgehend von einer Darstellung der historischen Voraussetzungen des Systemwechsels, also des Staatssozialismus als Gesellschafts- und Machtordnung und seiner Krise. Die wichtigsten Akteure des politischen Wandels, politische Elite, Parteien und Zivilgesellschaft, werden ebenso behandelt wie exemplarisch die politischen Systeme der neuen EU-Mitgliedsstaaten.

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Vertiefungs-SE "Krise der Demokratie"? Was lässt sich aus den postsozialistischen Entwicklungen in Osteuropa lernen?

Im Seminar sollen auf Grundlage eines intensiven Studiums neuerer Literatur und einer aktiven Beschäftigung mit den praktischen Problemen der Demokratisierung in Osteuropa nach 1989 von allen Teilnehmenden mit Unterstützung des Lehrveranstaltungsleiters produktive Fragestellungen zu aktuellen theoretischen Debatten zur Demokratie, ihrer Bedingungen und Grenzen herausgearbeitet werden.

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Lehrveranstaltungen WS 2009/10

Spezial-VO Politischer Systemwandel in Osteuropa nach 1989 - Erbe des Staatssozialismus und internationale Einflüsse

Die Vorlesung behandelt die Transformationsprozesse in Osteuropa nach 1989. Dabei wird auch die Geschichte des Staatssozialismus zwischen 1918 und 1991 dargestellt, da sie die aktuellen Transformationsprozesse tief geprägt hat. Für diese Zeit wie die Wandlungen in den letzten beiden Jahrzehnten werden sowohl die Entwicklungen in wichtigen Ländern der Region (u. a. in Russland und den Nachfolgestaaten Jugoslawiens) als auch in Osteuropa insgesamt vergleichend analysiert. Ein zusätzlicher Gegenstand ist die vergleichende Analyse der DDR/Ostdeutschlands. Zum Gegenstand werden ebenso die Theorien zur Erklärung des betreffenden sozialen und politischen Wandels. Wenn Osteuropa eine Region ist, worin bestehen dann ihre gemeinsamen Probleme? Welchen Einfluss, wenn überhaupt, können externe Akteure ausüben?

Die LV dient der Einführung in politikwissenschaftliche Areaforschung, sie soll eine vertiefende Beschäftigung mit der Region Osteuropa und ihrer Entwicklung seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute ermöglichen.

Eine Klausur (Essay und Sachfragen) wird die „Spezialvorlesung“ (4 ECTS) abschließen, für die Essayfragen wird die Kenntnis der Literatur vorausgesetzt.

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FoP Parteienforschung als Methode der Gesellschaftsanalyse für Osteuropa (Teil 2)

Das Forschungspraktikum ist nur für Teilnehmende, die bereits Teil 1 absolviert haben. Im Teil 2 geht es um die Realisierung der im ersten Teil entworfenen Konzepte und eine Erarbeitung des Ergebnisses in Form eines Forschungsberichtes.
In dem Forschungspraktikum sollen eigene Projektideen zur Analyse von Parteien und Parteiensystemen entwickelt werden. Grundsätzlich soll es um eine theoretisch angeleitete empirische Untersuchung bestimmter Typen von Parteien oder nationaler Parteiensysteme in Osteuropa gehen. Die Analyse von Programmen sowie innerparteilicher Entscheidungs- und Wandlungsprozesse oder die fallweise Untersuchung des Agierens von Parteieliten in staatlichen Entscheidungsprozessen sind mögliche Felder der Analyse. Analysen des Agierens osteuropäischer Parteien auf EU-Ebene sind ebenso möglich wie Ost-West-Vergleiche von Parteiensystemen.
Im gesamten Seminar wird der Schwerpunkt darauf liegen, zu verstehen, was eine Analyse von Parteien zum besseren Verstehen der sozialen und politischen Transformation der Gesellschaften Osteuropas von staatssozialistischen in „post-sozialistische“ Gesellschaften beitragen kann. Das FoP dient der Übung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und kann für die Vorbereitung der Diplomarbeit genutzt werden.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2009

FoP Parteienforschung als Methode der Gesellschaftsanalyse für Osteuropa (Teil 1)

In dem Forschungspraktikum sollen eigene Projektideen zur Analyse von Parteien und Parteiensystemen entwickelt werden. Grundsätzlich soll es um eine theoretisch angeleitete empirische Untersuchung bestimmter Typen von Parteien oder nationaler Parteiensysteme in Osteuropa gehen. Die Analyse von Programmen sowie innerparteilicher Entscheidungs- und Wandlungsprozesse oder die fallweise Untersuchung des Agierens von Parteieliten in staatlichen Entscheidungsprozessen sind mögliche Felder der Analyse. Analysen des Agierens osteuropäischer Parteien auf EU-Ebene sind ebenso möglich wie Ost-West-Vergleiche von Parteiensystemen. Im gesamten Seminar wird der Schwerpunkt darauf liegen, zu verstehen, was eine Analyse von Parteien zum besseren Verstehen der sozialen und politischen Transformation der Gesellschaften Osteuropas von staatssozialistischen in „post-sozialistische“ Gesellschaften beitragen kann.
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SE Transformation durch Integration? Ostdeutschland im Vergleich mit Osteuropa

Im Seminar soll die Transformation der DDR/Ostdeutschlands auf dem Wege der Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft behandelt und diese mit der eigenständigen Transformation der anderen Gesellschaften Osteuropas verglichen werden. Dadurch wird es möglich, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und festzustellen, welche Vor- und Nachteile die Übertragung eines fertigen Institutionensystems auf eine post-sozialistische Gesellschaft wie die DDR/Ostdeutschland hatte.
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Lehrveranstaltungen WS 2008/09

Spezial-VO Politischer Systemwandel in Osteuropa nach 1989 - Erbe des Staatssozialismus und internationale Einflüsse

Die Vorlesung behandelt die Transformationsprozesse in Osteuropa nach 1989. Dabei wird auch die Geschichte des Staatssozialismus zwischen 1918 und 1991 dargestellt, da er die aktuellen Transformationsprozesse tief geprägt hat. Für diese Zeit wie auch die Wandlungen in den letzten beiden Jahrzehnten werden sowohl die Entwicklungen in wichtigen Ländern – u. a. in Russland, Polen, Jugoslawien - als auch in Osteuropa insgesamt vergleichend analysiert. Zum Gegenstand werden ebenso die Theorien zur Erklärung des betreffenden sozialen und politischen Wandels. Wenn Osteuropa eine Region ist, worin bestehen dann ihre gemeinsamen Probleme? Welchen Einfluss, wenn überhaupt, können externe Akteure ausüben?
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FoSE Die postsozialistische Transformation von Ukraine und Russland im Vergleich: Probleme, Institutionswandel und politische Akteure

Gegenstand des Seminars ist die Diskussion von Analysen der politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesse in Russland und der Ukraine, zweier postsozialistischer Staaten, die trotz des gemeinsamen Ausgangspunktes zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangt sind. Das Forschungsseminar dient sowohl der Debatte über aktuelle Forschungsliteratur (vornehmlich von neueren Zeitschriftenartikeln) als auch der Erarbeitung und Vorstellung einer Forschungsskizzen der Teilnehmenden. Dabei können sowohl Teile der eigenen Dissertation oder von Publikationen als auch Vorüberlegungen zu umfangreicheren Hausarbeiten vorgestellt und verteidigt werden. Es wird je nach Bedürfnissen der Teilnehmenden möglich sein, auch in kleineren Arbeitsgruppen Plenarsitzungen des Seminars vorzubereiten.
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SE Die Transformation im Spielfilm

Die Analyse von Filmen eröffnet einen anderen Zugang zur Realität Osteuropas. In Anknüpfung an ein Seminar zu Filmen im Staatssozialismus im Sommersemester 2997 (aber nicht als direkte Fortsetzung gedacht) beschäftigt sich diese Veranstaltung mit Filmen, die sich mit der Zeit nach 1989 beschäftigen, in irgendeiner Weise (ob satirisch oder realistisch oder dokumentarisch) die soziale, kulturelle, wirtschaftliche und politische Transformation der Gesellschaften reflektieren. In einer theoretischen Einführung vor sowie in einer resümierenden Diskussion nach den Filmen werden sich die Teilnehmer mit der wissenschaftlichen Analyse der in den Filmen auftauchenden Problemen sowie ihrer filmischen Darstellung und der kontextuellen Einordnung der Filme in die Gesellschaft beschäftigen.  
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Lehrveranstaltungen WS 2007/08

Ring-VO Konsolidierung oder De-Konsolidierung der Demokratie in Osteuropa?

In der Ringvorlesung werden ExpertInnen über aktuelle Trends und Forschungsergebnisse zum politischen Wandel in den Staaten Ost- und Südosteuropas berichten und sich den Fragen der Studierenden stellen. Nach fast zwei Jahrzehnten postsozialistischer Entwicklung wird diskutiert, ob die 1989/91 erhoffte Demokratisierung und Europäisierung der Gesellschaften zu einem nachhaltigen Erfolg geführt hat.
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FoSE Demokratieprobleme, defekte Demokratien und autoritäre Tendenzen in neuen Mitgliedsstaaten der EU

In Osteuropa kam es 1989 zu einem mehrfachen Systemwechsel, als dessen politisches Resultat Demokratien liberalen Typs wie in Westeuropa angenommen wurden. Im ersten Jahrzehnt zeigte sich, dass es in Osteuropa auch zu Demokratiedefekten, zu hybriden Regimen bzw. zur Dekonsolidierung der Demokratien, zur Entstehung spezifischer Typen von autoritären Regimen kam. Die um diese praktischen Tendenzen geführten politikwissenschaftlichen Debatten der letzten Jahre, die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge zwischen den Entwicklungen in Ost- und denen in Westeuropa sind Gegenstand der einzelnen Sitzungen. Ausgangspunkt sind die theoretischen Debatten um Demokratisierung bzw. das Misslingen derselben. Die Analyse der Entwicklungen in den NMS spielt demgegenüber nur eine illustrierende Rolle. Allerdings ist es wünschenswert, dass die Referierenden jeweils einen Bezug zur Realität der neuen Mitgliedsstaaten der EU aus „Osteuropa“ herzustellen versuchen. Das Seminar dient vor allem der Diskussion über neuere Literatur zur Demokratietheorie und -analyse. Daneben werden Vorträge von Expertinnen aus und über Osteuropa das Programm bereichern.  
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Lehrveranstaltungen SoSe 2007

VO Osteuropäische Transformationen: Gemeinsame Aufgaben und subregionale Ausdifferenzierungen

In der Vorlesung werden die wichtigen Systemwechsel in Osteuropa seit dem Ende des 1. Weltkrieges dargestellt: Unabhängigkeit und Nationalstaatsbildung, Staatssozialismus und sein Wandel, Postsozialismus. Dabei werden sowohl die Entwicklungen in wichtigen Ländern – u. a. in Russland, Polen, Jugoslawien - als auch in Osteuropa insgesamt vergleichend analysiert. Zum Gegenstand werden ebenso die Theorien zur Erklärung des betreffenden sozialen und politischen Wandels. Wenn Osteuropa eine Region ist, worin bestehen dann ihre gemeinsamen Probleme?
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SE Europa als Utopie oder Realität: EU-Mitgliedschaft in Ostmitteleuropa

„Europa“ ist für Intellektuelle in Ostmitteleuropa vor 1989 eine Utopie gewesen. Die Rückkehr nach Europa war eines der Ziele der „friedlichen Revolutionen“. Wie hat sich der Weg nach Europa für die betreffenden Gesellschaften gestaltet? Was hat sich nach 2004, der ersten Runde der Aufnahme von Staaten dieser Region in die EU verändert? Woraus ergeben sich europaskeptische Herangehensweisen in einigen dieser Gesellschaften?
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SE Film und Politik im Staatssozialismus

Filme waren für den Sozialismus wichtig – einerseits für den Staat als moderne Mittel der Propaganda oder als Ventil für verwehrte Freiheiten, andererseits für die Bürger als Mittel zur eigenständigen Verständigung über das System im kleinen Kreis, als Ersatz für eine kritische Öffentlichkeit. Im Seminar werden Filme aus ausgewählten Ländern (DDR, Polen, Tschechoslowakei) angeschaut. In einer theoretischen Einführung vor sowie in einer resümierenden Diskussion nach den Filmen werden sich die Teilnehmer mit der wissenschaftlichen Analyse der in den Filmen auftauchenden Problemen sowie ihrer filmischen Darstellung und der kontextuellen Einordnung der Filme in die Gesellschaft beschäftigen.  
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FoP Konstanten und Widersprüche des Post-Sozialismus (Teil 2)

 

Lehrveranstaltungen WS 2006/07

SE Staat und Revolution: zur Geschichte des marxistischen politischen Denkens in Ost- und Mitteleuropa

Bei dem Seminar handelt es sich um ein Textseminar, in dem wichtige von Marxens Theorie der Politik geprägte Texte, v.a. seit Marx und Engels bis zum Ende des 2. Weltkrieges (von Luxemburg, Kautsky, Bernstein, Lenin, Trotzky u.a.) gelesen und diskutiert werden. Darüber hinaus wird die kritische Reflexion der marxistischen Konzepte zu Staat und Diktatur in der zeitgenössischen akademischen Debatte exemplarisch behandelt. Die marxistische Debatte zu wichtigen Ereignissen dieser Zeit wie der russischen Oktoberrevolution und dem italienischen bzw. deutschen Faschismus stehen ebenfalls auf dem Programm.
Das LV-Programm als pdf-Datei.

 

SE Europa als Utopie oder Realität: EU-Mitgliedschaft und ihre Folgen in Ostmitteleuropa

'Europa' ist für Intellektuelle in Ostmitteleuropa vor 1989 eine Utopie gewesen. Die Rückkehr nach Europa war eines der Ziele der 'friedlichen Revolutionen'. Wie hat sich der Weg nach Europa für die betreffenden Gesellschaften gestaltet? Was hat sich nach 2004, der ersten Runde der Aufnahme von Staaten dieser Region in die EU, verändert? Woraus ergeben sich europaskeptische Herangehensweisen in einigen dieser Gesellschaften?
Das LV-Programm als pdf-Datei.

 

FoP Konstanten und Widersprüche des Post-Sozialismus (Teil 1)

In der Lehrveranstaltung sollen gemeinsam wichtige Schritte der Erarbeitung einer eigenständigen wissenschaftlichen Analyse eines relevanten Problems besprochen und geübt werden. Gemeinsam soll den Arbeiten (die individuell oder in Gruppen durchgeführt werden) der thematische Fokus (Gesellschaften, die aus dem europäischen oder asiatischen Staatssozialismus kommen) sein. Zu Beginn des Praktikums werden auf Grundlage eines Readers aktuelle Texte zum Thema behandelt.
Das LV-Programm als pdf-Datei.

 

Lehrveranstaltungen SoSe 2006

VO Politischer Systemwandel in Osteuropa nach 1989 - Erbe des Staatssozialismus und internationale Einflüsse

In der VO werden die politischen Entwicklungsprozesse in Osteuropa insgesamt seit 1989 im Vordergrund stehen. Die unterschiedlichen Ergebnisse des Systemwandels in einzelnen Staaten und Subregionen werden analysiert und interpretiert. Die Auseinandersetzung um das Erbe des Staatssozialismus sowie die Analyse des Einflusses internationaler Organisationen auf den jüngsten Transformationsprozess bilden Schwerpunkte der Lehrveranstaltung, die mit einer Klausur abschließen wird.
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PS Parteiensysteme in Mitteleuropa im Wandel und Funktionsfähigkeit der Demokratie im Vergleich

Im Proseminar soll vergleichend analysiert werden, wie sich die Parteiensysteme in Staaten des westlichen und östlichen Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben, was dem zugrunde liegt und welche Konsequenzen insbesondere für die Funktionsfähigkeit der Demokratie entstehen. Im PS werden die Methoden der vergleichenden Parteienforschung vorgestellt und es soll ihre Leistungsfähigkeit demonstriert werden.
Das LV-Programm als pdf-Datei

 

Forschungsseminar Transformationen vom Spät- zum Postsozialismus: Tschechoslowakei/Tschechien und DDR/Ostdeutschland im Vergleich

Im Forschungsseminar werden vergleichend die spezifischen Züge einer stark außengesteuerten Transformation (DDR/Ostdeutschland) und einer im Wesentlichen autonomen Entwicklung (Tschechoslowakei/Tschechien) untersucht. Beide Staaten hatten ähnliche wirtschaftliche Voraussetzungen und eine in den letzten zwei Jahrzehnten vor 1989 analoge staatssozialistische Entwicklung durchlaufen. Auch im Prozess der unmittelbaren Transformation gab es einige Gemeinsamkeiten, meist aber entwickelten sich Unterschiede. Anhand dieses Paarvergleichs sollen die Erkenntnismöglichkeiten verschiedener Analysekonzepte des Transformationsprozesses in Osteuropa kritisch diskutiert werden.
Das LV-Programm als pdf-Datei

 

Lehrveranstaltungen WS 2005/06

Ringvorlesung Macht, Demokratie und wirtschaftliche Interessen im Post-Sozialismus

Ringvorlesung, in der durch bekannte WissenschaftlerInnen und OsteuropaexpertInnen aus Ost- und Ostmitteleuropa, Deutschland und Österreich wichtige Forschungsergebnisse zum Thema vorgetragen und zur Diskussion gestellt werden. Dabei geht es sowohl um die allgemeine Einsicht in die Natur des Post-Sozialismus, als auch um wichtige ausgewählte Politikbereiche der post-sozialistischen Gesellschaften. Vorlesende werden u. a. sein: Prof. Jozsef Bayer (Budapest), Prof. Thomas Bremer (Münster), Dr. Thomas Ehrke (Budapest), Dr. Uwe Ewald (Den Haag und Freiburg), Prof. Nikolai Genov (Sofia und Berlin), Doz. Zdenka Mansfeldová (Prag), Doz. Silivia Mihalikova (Bratislava), Prof. Hans-Henning Schröder (Bremen). Die Vorlesung wird durch mich betreut und eingeleitet und in einem Kolloquium zusammen mit Prof. Frank (Wien) abgeschlossen.
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Lehrveranstaltungen SoSe 2005

SE Russland - Sowjetunion - Russland: Grundzüge und Akteure eines politischen Wandels

Das Seminar beschäftigt sich mit der Analyse des politischen Wandels im größten und wichtigsten Land Osteuropas seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. In der Veranstaltung sollen seine Probleme, Strukturen, Akteure und alternativen Entwicklungsmöglichkeiten während seiner verschiedenen historischen Etappen analysiert und deren verbreitete Deutungen diskutiert und die diesen zugrunde liegenden sozialwissenschaftlichen Theorien behandelt werden. 
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PS Gefährdungen der Demokratie in neuen und alten Mitgliedsstaaten der EU

Nach dem Ende des Staatssozialismus ist die liberale Demokratie als einziges legitimes Herrschaftssystems der modernen Welt übrig geblieben. Allerdings verstärken sich in den letzten Jahren auch ihre Krisensymptome: Machtlosigkeit der demokratischen Politik, ihre Unbeweglichkeit, die Apathie der Wähler und der Populismus der Eliten. Das Proseminar analysiert ausgehend von klassischen Problemen der Demokratietheorie und nach dem Interesse der Studierenden ausgewählt dysfunktionale Entwicklungen und offene Krisenerscheinungen der Massendemokratie in einigen Staaten West- und Osteuropas in den letzten zwei Jahrzehnten und vergleicht diese.
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VO Politischer Systemwandel in Osteuropa - Prozesse, Analysen, Hinterlassenschaften

Die Lehrveranstaltung führt in die Theorien, Analyseergebnisse und die aktuellen Forschungsfragen einer politikwissenschaftlichen Osteuropaforschung ein. In ihr wird über die Geschichte der Staaten, Gesellschaften sowie die hauptsächlichen politischen Akteure der Region im 20. Jahrhundert berichtet. Nicht zuletzt wird nach der aktuellen Hinterlassenschaft des Staatssozialismus in den neuen EU-Mitgliedsstaaten gefragt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die politikwissenschaftliche Interpretation des Systemwandels der letzten zwei Jahrzehnte.
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Univ.-Prof. Dr. Dieter Segert
Institut für Politikwissenschaft
Universität Wien
Lehrstuhl für Transformationsprozesse in Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Neues Institutsgebäude, Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Telefon: (01) 4277 47722 Fax: (01) 4277 9477 eMail: dieter.segert@univie.ac.at