Programm - Nachts auf der Sternwarte ...

Öffentliche Vortragsreihe - Public lecture series
Nachts auf der Sternwarte ...

Das Institut für Astrophysik an der Universitätssternwarte bietet ein freies Program für die Öffentlichkeit am zweiten Freitag eines jeden Monats. "Nachts auf der Sternwarte ..." bietet ein umfangreiches Vortragsprogramm zu wechselnden Themen der Astrophysik. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Besichtigung des größten Linsenteleskops Österreichs. Die Vorträge sind allgemeinverständlich und für alle zugänglich. Das Programm beginnt um 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Anzahl der Besucher ist auf 80 Personen pro Veranstaltung begrenzt. Bitte rechtzeitig vor Ort sein. Kontakt: .

The Department of Astrophysics at the University of Vienna offers a free program to the public on the second friday of each month. "Nachts auf der Sternwarte ..." consists of a comprehensive program of lectures on various topics of astrophysics. The lectures are understandable and accessible to all. The program begins at 18:00. Admission is free. Seating is limited to 80 people, please be on time. Contact: .


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Fr. 8. März 2013
Galaxienhaufen: Mehr als nur ein Haufen Galaxien -- Dr. Oliver Czoske

Galaxienhaufen sind die größten Objekte im Universum und daher von besonderem Interesse für die Kosmologie. Sie erscheinen zunächst als Ansammlungen von mehreren tausend Galaxien in einem Volumen von wenigen Millionen Lichtjahren Durchmesser, aber tatsächlich machen die sichtbaren Galaxien nur einen überraschend kleinen Teil eines Galaxienhaufens aus. In dem Vortrag wird gezeigt, was sich hinter den Galaxien verbirgt.

Sa. 13. April 2013 -- Astronomie Tag
Wir sind Sternenstaub - die faszinierende Welt der kosmischen Partikel -- DDr. Thomas Posch

Galaxien auf Kollisionskurs -- Mag. Stefanie Unterguggenberger

Zwei Drittel aller Galaxien befinden sich in Gruppen oder Haufen. Dort kommt es zu Zusammenstößen zwischen den Galaxien. Dabei werden Gas und Staub aus dem System gerissen und neue Sterne entstehen. Die kompakte Galaxiengruppe HCG 95 ist dafür das ideale, kosmische Labor. Die Instrumente an den größten Teleskopen der ESO in Chile ermöglichen uns die wissenschaftliche Untersuchung dieser Vorgänge.

Wo sind die Aliens? Extrasolare Planetensysteme und Leben im Kosmos -- Prof. Rudolf Dvorak

Fr. 10. Mai 2013
Eigenschaften und wissenschaftliches Potential der BRITE-Konstellation Nanosatelliten -- Prof. Werner Weiss

Am 25. Februar wurde der Nanosatellit der Universität, UniBRITE, in das All gestartet. Dieser und der baugleiche BRITE-Austria (TU Graz) initiieren BRITE-Constellation, ein weltweites Forschungsprojekt in Koopertion mit Kanada und Polen unter Wiener Federführung. BRITE steht für BRIght Target Explorer und das Ziel ist die Erforschung der Struktur von hellen, massereichen Sternen. Diese sind heiß, entwickeln sich schnell, sterben früh und reichern dabei das interstellare Medium mit Metallen an. Sie sind somit für die chemische Entwicklung unseres Universums wichtig. Nach einer Testphase wurde mit dem eigentlichen Forschungsprogramm begonnen, welches auf kontinuierlichen Datensätzen mit hoher Zeitauflösung über viele Wochen und Monate aufbaut. Über den Status von BRITE-Constellation wird berichtet.

Fr. 14. Juni 2013
How do extrasolar planets form? -- Dr. Paula Stella Teixeira (auf Englisch)

I will be taking you on a voyage through young stellar systems, where planets are born. It is a journey where I will explain how the gas and dust revolves around a young star in a disk, and how this disk evolves through time as planets are assembled within them. It will be an observational voyage too, where I will also lead you through different observatories (around the world and also in space) that are being used to study such systems. Currently we know of almost 900 extrasolar planets, these planets have a variety of masses, sizes, and orbits, and we can only begin to understand these different architectures if we understand the disks in which they formed.

Fr. 12. Juli 2013
ALMA - Die dunkle Seite der Sternentstehung -- Dr. Helmut Dannerbauer

Ein Grossteil der Entstehung von Sternen in Galaxien findet innerhalb von dichten Staub- und Gaswolken, und somit unsichtbar für das menschliche Auge, statt. Für das Verständnis der Bildung und Entwicklung von Galaxien ist die Erforschung der im Verborgenen stattfindenden Sternentstehung im Radio- und Millimeterbereich des elektromagnetischen Spektrums enorm wichtig. In den nächsten Jahren wird das derzeit in der chilenischen Atacama Wüste im Bau befindliche Radioteleskop ALMA eine federführende Rolle spielen. Ich werde zunächst die wichtigsten Grundlagen der Radio- und Millimeterastronomie diskutieren, dieses neue Teleskop der Superlative vorstellen und abschliessend erste Forschungsergebnisse präsentieren.

Fr. 9. August 2013
Sommerpause

Fr. 13. September 2013
...tanzen die Monstersterne -- Dr. Ines Brott

Genau genommen ist unsere Sonne mit 2x10^30 kg (eine zwei mit 30 Nullen) ein Fliegengewicht. Die wahren Schwergewichte unter den Sternen, 20 bis 100 mal so schwer wie die Sonne sind von seltener Natur, aber umso einflußreicher im Universum. In diesem Vortrag wollen wir eine Besonderheit dieser Sterne genauer unter die Lupe nehmen und Einblick in ein brandaktuelles Forschungsgebiet geben. Aus spektroskopischen Untersuchungen ist bekannt, dass massereiche Sterne sehr schnell rotieren, typischerweise mit 50-200 km/s um die eigene Achse. Zum Vergleich: Die Sonne dreht sich nur mit 2 km/s und die Erde gerade mal mit 0.5 km/s. Seit ca. 30 Jahren ist auch bekannt, dass diese Sterne nicht nur schnell rotieren, sondern auch sehr seltsame Elementhäufigkeiten an der Oberfläche habe. Wir wollen testen, ob durch die Rotation des Sternes hervorgerufene Strömungen Material aus dem Kern an die Oberfläche transportieren, oder ob die seltsamen Häufigkeitsmuster andere Ursachen haben können.

Fr. 11. Oktober 2013

Wann wird der erste Mensch seinen Fußabdruck auf dem Mars hinterlassen? -- Johannes Leitner

Es soll nur mehr eine Frage der Zeit sein, bis der erste Mensch einen anderen Planeten besuchen wird. Private Initiativen gewinnen immer mehr an Bedeutung, und, so erscheint es heute, die Zukunft der Raumfahrt liegt nicht mehr in staatlichen Händen. Auch prägt die Frage die weitere Entwicklung, ob nicht auch Sonden Untersuchungen auf anderen Planeten einfacher und vor allem billiger durchführen könnten.

Fr. 8. November 2013
'Eine kleine Nachtmusik' im Weltraum -- Dr. Theresa Rank-Lüftinger

Sterne, genauso wie unsere Erde, Trommeln, Saiten von Instrumenten, und eigentlich alle Körper, die wir kennen, sind in der Lage zu schwingen. Diese Schwingungen zeigen uns aufgrund der Töne die sie erzeugen oder aufgrund der Schwingungsmuster, die wir beobachten können, woraus sie bestehen, wie sie aufgebaut sind, und was Spektakuläres in ihrem Inneren vorgeht. Hochpräzis arbeitende Satelliten im Weltraum, wie CoRoT, Kepler oder BRITE-C, aber auch Teleskope an der Erdoberfläche, wie zum Beispiel zahlreiche Instrumente der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile, sind in der Lage, die Helligkeitsveränderungen, die Sternschwingungen oder Sternbeben verursachen, genauestens zu messen. Kleinste Helligkeitsschwankungen im Sternenlicht werden aber auch von am Stern vorbeiziehenden Planeten, sogenannten Exoplanten, verursacht, von denen schon enorm viele mit den oben erwähnten Instrumenten entdeckt worden sind. In diesem Vortrag werden wir genaueres erfahren über Sternbeben, über die Instumente, mit denen sie gemessen werden, darüber, wie daraus Musik entsteht, und wie mit den grossartigen Teleskopen, die uns zur Verfügung stehen, Welten um andere Sterne entdeckt werden können.

Fr. 13. Dezember 2013
The Sun inside out: from the centre of the Sun to the outer edges of the solar system -- Dr. Colin Johnstone (auf Englisch)

The Voyager 1 spacecraft was launched in September 1977 and is now 19 billion kilometers from the Sun. On August 25th, 2012, Voyager 1 detected a sudden change in the densities of energetic particles. This sudden change is the result of Voyager 1 crossing the boundary that separates the heliosphere and interstellar space. This makes Voyager 1 the first human-made object to leave the solar system. In this talk, we explore how the heliosphere is formed, from the release of energy in the centre of the Sun, through the acceleration of the solar wind, and all the way out to the edges of the solar system.


Organizers: Dr. Ines Brott Furrer, Dr. Paula Stella Teixeira, DDr. Thomas Posch
Last updated: 03.12.2013