Adorno-Generator,
Script: Christoph Reuter, nach einer Idee von Markus Heuger



Kant, Hegel waren so kompliziert und so einfach

Das Man besorgt dergestalt eine ständige Beruhigung über den Tod.

Angedrehte Erinnerung an ihr Leiden darunter bringt die Eigentlichkeit samt ihrem Jargon zum Gären. (1)

Unbesehen tradiert er das Urteil der Tradition. Den Rückfall der auferstandenen Metaphysik hinter die Dialektik verbucht der Jargon als Weg zu den Müttern. Das vorlaufende Freiwerden für den eigenen Tod befreit von der Verlorenheit in die zufällig sich andrängenden Möglichkeiten, sie stellen. Mediatisiert war darin eine feudale Kategorie, sich hütet.

Wie schön! Indem Heidegger derlei Hoffnungen, welche Vollblutwirtschaftsführer in den von ihnen Abhängigen zu verdammen pflegen. (2) Mit einer Behelfskonstruktion brachte er die ohne weiteres akzeptierte Verpflichtung zur Ganzheit mit der Erfahrung des buchstäblich brüchigen Lebens zusammen, die Forderung des Konsumenten, hält sie in die Höhe und bronziert sie, auch etwas Fetischistisches und Scheinhaftes.

Ihr Verhältnis zur Spekulation ist verlegen. Diese Inständigkeit ist der Gleichmut, was zur Abstraktheit verdammt. Seiner bedarf, wie sich dann weist bloß rhetorisch, die sie inmitten der entzauberten Welt disponibel oder, über den Bann der abstrakten Selbstheit hinausdringt und diese in ihrer Vermittlung durchschaut. Er erstreckt sich von der Philosophie und Theologie nicht bloß Evangelischer Akademien über die Pädagogik, der keinen Gehalt hat als die Verpackung. Da der Ort von Kultur im Aufbau angeblicher Schichten unvermeidlich fast der eines Abgeleiteten ist, der weiß, soziologie werden. (3)(4) Oder sie drängt sich auf den Richterstuhl, das noch Benjamin unschuldig benutzte, auch die Wahrheit; obwohl ihm selber das wesentlicher dünken mag.

Es will durch sein Prestige jenem Für andere die Gediegenheit eines An sich zuspielen. Der Autor fühlt sich jedoch eher gehalten, als positive.


Fussnoten:

(1) Heidegger, Sein und Zeit, a.a.O., S. 261.
(2) Christian Schütze, Gestanzte Festansprache, in: Stuttgarter Zeitung, 2. Dezember 1962, zitiert in: Der Monat, Januar 1963, Heft 160, S. 63.
(3) Vgl. die Kritik Herbert Marcuses in: Zeitschrift für Sozialforschung, Bd. VII, 1938, S. 408.
(4) Otto Friedrich Bollnow, Neue Geborgenheit, Stuttgart 1956, S. 26 f.