Adorno-Generator,
Script: Christoph Reuter, nach einer Idee von Markus Heuger



Prominente Eigentliche sagen es ungern wie der Herr Pfarrer auch

Der Ausdruck des Wortes Mensch selber hat historisch sich verändert.(1)

Wer sind diese Menschen? Und infolge der hohen menschlichen Überzeugungskraft, gegen den Heideggers eigene Schule, so ist der Rest nicht weniger abstrakt als das transzendentale Subjekt, darum kann niemand das bei Nietzsche noch antiideologische Wort Echtheit ohne Ideologie in den Mund nehmen. (2)

Ketzer tauften den Kreis die Eigentlichen. Das Selbstbewußtsein ihrer Grenze verpflichtet sie nicht zur authentischen Dichtung.(3)(4) Das absolut sich selbst setzende, sondern zu einer existentiellen Begegnung mit Jesus führen. Der wählerische Blick auf einzelne Worte, vom hörigen und vernehmenden Denken Heideggers bis zu all dem Aufrufenden und Anrufenden, die am Tod nicht nur ihr Maß sondern ihr Ideal hat. Seitdem Martin Buber den Kierkegaardschen Begriff des Existentiellen von dessen Christologie abspaltete und zu einer Haltung schlechthin frisierte, weil das Licht erlosch. Ihr zuliebe spricht der Jargon der Eigentlichkeit, Dasein bezeichne, dabei niemals wechselnden Großeinstellung aus sich selbst heraus in existentieller Weise. Das Gefühl des Angerührtseins, daß Dasein ontisch oder ontologisch sei, die wir als das besorgende Aufgehen in der nächst begegnenden Welt kennen. Aber die Ideologie des Hohen bekennt nicht länger sich ein, was eigentlich sei: Das Gegenstück dazu wäre, wie wenn ein Unteroffizier den inneren Schweinehund anschnauzt. Der Eifer für die Ewigkeit des Todes verlängert die Drohung mit ihm; der impliziten Philosophie.


Fussnoten:

(1) Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien, New York, o. J., S. 8.
(2) Wilhelm Grebe, Der tätige Mensch. Untersuchungen zur Philosophie des Handelns, Berlin 1937, zitiert in: T. W. Adorno, Rezension, Zeitschrift für Sozialforschung 8 (1939/40), S. 235 f
(3) Karl Jaspers, Von der Wahrheit, Neuausgabe 6.-10. Tausend, München 1958, S. 340.
(4) Vgl. Friedrich Gundolf, George, 3. Aufl., Berlin 1930, S. 269.