Christoph Fackelmann

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Apophthegmata (ad disciplinam nostram):

  

Das öffentliche Wort

Es speit und geifert, kratzt und beißt,

an Nerven zerrt, an Seelen reißt,

was heute freie Rede heißt.

 

In ewig gleichen Posen hetzt

Geschwätz uns, das die Phrase wetzt

und frech an unsre Kehlen setzt.

 

Das Schlagwort sticht, das Stichwort schlägt,

bis keiner mehr nach anderm frägt.

 

Der Sinn verflog, der Satz ist fort,

es blieb nur noch das dürre Wort.

 

Wo blühende Gärten wir geglaubt,

ist alles kahl, verdorrt, verstaubt

nur Smog, der uns den Atem raubt.

 

Was läßt dies üppige Nichts gedeihen

und Wüste sich an Wüste reihen?

 

Was war einst, das uns glauben machte,

das diese Welt zum Schweigen brachte

 

und unsere ins rechte Lot?

War's vor dem Fortschritt aus der Not?

Wär's jetzt noch, nach der Sprache Tod?

 

(Halt ein und sieh! Hör zu! Zeig Mut

und hege das verlorne Gut:

So sei dein Wort am Ende wie

am Anfang auf der Hut!)

 

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