Univ. Lektor Dr. Charlotte Annerl

Zum Ort der Gefühle in den philosophischen Gesellschaftstheorien des 18. Jahrhunderts: Die englisch-schottische Aufklärung und ihr Einfluss auf Kants Anthropologie der Geschlechter

UE 2 Std., Donnerstag, 14:00-16:00, Hs. 2H, Beginn: 12. Oktober 2006 (180203)

Fächer: (§ 3/2/8)

Anliegen der LV ist es, den in Anschluss an Hobbes entbrannten Streit der englisch-schottischen Aufklärung um das Wesen und die Rolle der Gefühle im sozialen Leben zu untersuchen. Deren Kontroversen um Gefühl und Verstand, um Wohlwollen und Selbstliebe, Umgangsformen, Geselligkeit und Schönheit setzen sich bei Kant fort und werden dort für die systematische Polarisierung einer typisch weiblichen und einer typisch männlichen Charakteranlage herangezogen. Diese Analyse führt zu Ergebnissen, die das Dogma der Empfindsamkeit als weibliche Domäne in verschiedener Hinsicht aufbrechen und differenziertere Perspektiven auf das Verhältnis von Gefühl und Geschlechteridentitäten eröffnen.
Hinweis: Das hier angebotene Material ist als Anregung für weitere Lektüre gedacht Diskussionsgrundlage für die Lehrveranstaltung sind nur die Textausschnitte, die Sie zugesandt oder als Kopie erhalten.

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