Flüchtlinge in Österreich in historischer Perspektive

In den letzten dreihundert Jahren war Österreich bzw. die Habsburgermonarchie wiederholt mit Situationen konfrontiert, in denen in sehr kurzer Zeit eine große Anzahl an Flüchtlingen in Österreich auftauchte. Zwar haben sich im 20. Jahrhundert die zahlenmäßigen Dimensionen vergrößert und die Zeitabstände zwischen den jeweiligen Krisen verkürzt, viele Verhaltensmuster sind aber erstaunlich konstant.

In einer wissenschaftlichen, aber gleichzeitig an ein weiteres Publikum gerichteten Tagung soll dem Umgang des Staats, der Gesellschaft und der Öffentlichkeit mit diesen historischen Flüchtlingskrisen nachgegangen werden. Grundidee ist die Historisierung und Kontextualisierung von Flüchtlingskrisen, um damit auch der derzeitigen den Charakter einer Ausnahmeerscheinung zu nehmen.

Um Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser erkennen zu können, sollen die einzelnen Beiträge auf folgende Themenkreise eingehen:

  • Umstände der Notsituation, die eine Fluchtbewegung auslöst.
  • Wer flieht? (Anzahl, Verfolgte, Männer/Frauen, „Trittbrettfahrer“)
  • Einreise nach und Aufnahme in Österreich (Grenzübertritt, Notunterkünfte, öffentliche Meinung, Hilfsorganisationen / Schlepper, rechtlicher und politischer Kontext…)
  • Bleiben oder Nichtbleiben? (Ansiedlung, Integration, Weiterreise)
  • Rückkehrer

Tagungsprogramm hier herunterladen.

Konferenzbericht auf H-Soz-Kult, 2.12.2016

Presseberichte:

ORF Science, 30.9.2016
Die Presse, 30.9.2016 (Zeitreise)
APA Science, 30.9.2016

Journal Panorama, Radio Ö1, 17.10.2016
Krankenkasse Zentrale, Deutschland, Juli 2017