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Radiosendung zu Flüchtlingsbewegungen in Österreich

Kontinuitäten und Brüche.
Flüchtlingsbewegungen in der Habsburgermonarchie und in der Republik Österreich

In der Woche vom 14. bis 18. Mai 2018 gibt es täglich auf Radio Österreich 1 um 17.55 einen fünfminütigen Beitrag zu Flüchtlingskrisen, von denen Österreich in den letzten 300 Jahren betroffen war. Diese Sendung basiert auf den Ergebnissen meines Sammelbands „Aufnahmeland Österreich“

Betrifft Geschichte, Radio Ö1, 14. – 18. Mai 2018

14.5.: Konstanten und Wandel im Umgang mit Massenflucht seit dem 18. Jahrhundert. (Rita Garstenauer)

15.5.: Flüchtlinge im 19. Jahrhundert (Börries Kuzmany)

16.5.: Zur Versorgung von Flüchtlingen vor dem Hintergrund der Weltkriege (Rita Garstenauer)

17.5.: Österreich und die Kommunismusflüchtlinge (Börries Kuzmany)

18.5.: Arbeitsmigration und Fluchtmigration. Die Geschichte einer bosnischen Community in Oberösterreich (Rita Garstenauer)

Buchpräsentation „Aufnahmeland Österreich“ am 28. Februar und 13. März

Der Sammelband „Aufnahmeland Österreich. Über den Umgang mit Massenflucht seit dem 18. Jahrhundert“ wird in St. Pölten (Haus der Geschichte) und Wien (Parlament) der Öffentlichkeit vorgestellt.

28. Februar 2018, 18 Uhr, Museum Niederösterreich, Kulturbezirk 3, 3100 St. Pölten. Zur Veranstaltung.

und am

13. März 2018, 17 h, Österreichisches Parlament / Palais Epstein, Dr. Karl-Renner-Ring 1, 1010 Wien.

Zur Veranstaltung. Hier Anmelden.

Sammelband zu Flüchtlingskrisen in historischer Perspektive erschienen

Der von mir herausgegebene Sammelband „Aufnahmeland Österreich“ ist frisch erschienen. Acht Fallstudien aus drei Jahrhunderten zeigen auf, dass Österreich schon wiederholt von Fluchtbewegungen betroffen war.

Kuzmany, Börries / Garstenauer, Rita (Hg.): Aufnahmeland Österreich. Über den Umgang mit Massenflucht seit dem 18. Jahrhundert (Wien, Mandelbaum 2017). Verlagsinformation

Inhalt:

Nichts Neues in Österreich. Wandel und Konstanten in der Bewältigung von Flüchtlingskrisen in den letzten dreihundert Jahren (Rita Garstenauer und Börries Kuzmany)

Flüchtlinge oder Auswanderer? Migration aus dem Osmanischen Reich in das Banat im 18. Jahrhundert (Timothy Olin)

Exil als wechselseitige Herausforderung. Französische Revolutionsemigranten in der Habsburgermonarchie (Matthias Winkler)

Jüdische Pogromflüchtlinge in Österreich 1881/82 und die Professionalisierung der internationalen Hilfe (Börries Kuzmany)

Die Flüchtlingspolitik der Habsburgermonarchie während des Ersten Weltkrieges (Walter Mentzel)

Heimat- und staatenlos. Zum Ausschluss (ost-)jüdischer Flüchtlinge aus der österreichischen Staatsbürgerschaft in der Ersten und Zweiten Republik (Hannelore Burger)

Die Chance auf eine neue Heimat. Zwangsarbeiter, DPs und Vertriebene auf dem Gebiet der Republik Österreich 1944–1950 (Dieter Bacher und Niklas Perzi)

Das Ende eines Mythos? Österreich und die Kommunismusflüchtlinge (Maximilian Graf und Sarah Knoll)

Arbeit – Neubeginn – Flucht. Die Entstehung der bosnischen Community in Enns (Hasan Softić)

Stellenausschreibung: ERC Projekt NTAutonomy

Das ERC-Projekt „Non-Territorial Autonomy as Minority Protection in Europe: An Intellectual and Political History of a Travelling Idea, 1850–2000“ (NTAutonomy) lädt Bewerberinnen und Bewerber ein, Teil des Forschungsteams zu werden.

  1. Doktorandenstelle “Interpreting Non-territorial Autonomy in Late Habsburg and Interwar Hungary
  2. Postdoc-Stelle “Non-territorial Autonomy in Revolutionary Russia and the Early Soviet Union
  3. Doktorandenstelle “The Baltic States and the Transnational Approach of Minority Activists to Non-territorial Autonomy, 1918–1940
  4. Doktorandenstelle “The Sudeten Germans and Non-Territorial Autonomy for Interwar Czechoslovakia

Mehr Informationen über das Projekt erhalten Sie auf meiner Webseite.

Förderungspreis der Stadt Wien 2017

Heute wurde mir der mit 4.000 € dotierte Förderungspreis der Stadt Wien zugesprochen, der für eine bisherige hervorragende Gesamttätigkeit auf dem Gebiet der Geistes-, Kultur-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften vergeben wird.

Artikel zur Herkunft der Geschwister Schapire aus Galizien erschienen

Jüngst erschienen ist mein Beitrag zum intellektuellen und wirtschaftlichen Hintergrund der Biografien der Schwestern Rosa und Anna Schapire.

Kostenlos herunterladbar: Das intellektuelle und wirtschaftliche Umfeld der Familie Schapire in Brody. In: Burcu Dogramaci, Günther Sandner: Anna und Rosa Schapire. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900 (München 2017), 38–53

ABSTRACT   Der Einfluss der Kunsthistorikerin Rosa Schapire und ihre Schwester, die Sozialwissenschaftlerin, politische Publizistin und Übersetzerin Anna Schapire sind heute nur wenigen bekannt. In meinem Beitrag beleuchte ich das intellektuelle und großbürgerliche Umfeld, aus dem die im galizischen Brody geborenen Schapire-Schwestern stammen. In der Zeit ihrer Kindheit war die einstige Fernhandelsstadt Brody bereits in einer schweren wirtschaftlichen Krise aber als jüdisches Zentrum noch immer von großer Bedeutung.

Neue Monografie: Englische Übersetzung meiner Stadtbiografie zu Brody erschienen

Meine Monografie zur galizischen Grenzstadt Brody im langen 19. Jahrhundert ist nun im Brill-Verlag auf englisch erschienen. Diese Stadtbiografie verbindet eine wirtschafts- und sozialgeschichtliche mit einer kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise.

Börries Kuzmany: Brody. A Galician Border City in the Long Nineteenth Century (Leiden, Boston: Brill 2017).

ABSTRACT  An urban biography, Brody: A Galician Border City in the Long Nineteenth Century reconciles 150 years of the town’s socioeconomic history with its cultural memory. The first comprehensive study of this city under Habsburg-Austrian rule, Börries Kuzmany advises against reading urban history solely through the national lens. Besides exploring Brody’s extraordinary ethno-confessional structure—Jews, Poles, and Ukrainians—Kuzmany examines the interrelation between the city’s geographical location at the imperial border, its standing as a key commercial hub in East-Central Europe, and its position as a major springboard for the dissemination of the Haskalah in Galicia and the Russian Empire. After delving into the contradictory perceptions of Brody in travelogues, fiction and memory books, Kuzmany uses contemporary and historical photographs to provide an illustrated walking tour of this now Ukrainian town.

Nähere Informationen zum Forschungsgegenstand.

Verlagsinformation.

Grenzräume der Habsburgermonarchie, 22. Nov. 2016

Der gelernte Wiener/Österreicher verbindet mit dem Schlagwort „Habsburgermonarchie“ häufig die politischen und kulturellen Zentralräume der Donaumonarchie. Joseph Roths Bonmot aus seinem Roman Die Kapuzinergruft, dass das Wesen Österreichs nicht Zentrum sondern Peripherie sei, wird zwar gerne zitiert, ändert aber nichts am starken Fokus auf Wien, Budapest und vielleicht noch Prag. Die hier anvisierte Tagung nähert sich der Habsburgermonarchie von ihren Grenzregionen an und möchte diese einer größeren Öffentlichkeit stärker ins Bewusstsein bringen.

Konferenzprogramm herunterladen.

Medienberichterstattung zur Tagung „Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich“

Die am 30. September 2016 stattgefunden habende Konferenz „Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich“ wurde von rund vierzig Personen besucht und hat in den Medien breiten Niederschlag gefunden. Berichtet wurde in:

ORF Science, 30.9.2016
Die Presse, 30.9.2016 (Zeitreise)
APA Science, 30.9.2016

Journal Panorama, Radio Ö1, 17.10.2016
Krankenkasse Zentrale, Deutschland, Juli 2017

Bericht auf H-Soz-Kult, 2.12.2016