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Stellenausschreibung: ERC Projekt NTAutonomy

Das ERC-Projekt „Non-Territorial Autonomy as Minority Protection in Europe: An Intellectual and Political History of a Travelling Idea, 1850–2000“ (NTAutonomy) lädt Bewerberinnen und Bewerber ein, Teil des Forschungsteams zu werden.

  1. Doktorandenstelle “Interpreting Non-territorial Autonomy in Late Habsburg and Interwar Hungary
  2. Postdoc-Stelle “Non-territorial Autonomy in Revolutionary Russia and the Early Soviet Union
  3. Doktorandenstelle “The Baltic States and the Transnational Approach of Minority Activists to Non-territorial Autonomy, 1918–1940
  4. Doktorandenstelle “The Sudeten Germans and Non-Territorial Autonomy for Interwar Czechoslovakia

Mehr Informationen über das Projekt erhalten Sie auf meiner Webseite.

Förderungspreis der Stadt Wien 2017

Heute wurde mir der mit 4.000 € dotierte Förderungspreis der Stadt Wien zugesprochen, der für eine bisherige hervorragende Gesamttätigkeit auf dem Gebiet der Geistes-, Kultur-, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften vergeben wird.

Artikel zur Herkunft der Geschwister Schapire aus Galizien erschienen

Jüngst erschienen ist mein Beitrag zum intellektuellen und wirtschaftlichen Hintergrund der Biografien der Schwestern Rosa und Anna Schapire.

Kostenlos herunterladbar: Das intellektuelle und wirtschaftliche Umfeld der Familie Schapire in Brody. In: Burcu Dogramaci, Günther Sandner: Anna und Rosa Schapire. Sozialwissenschaft, Kunstgeschichte und Feminismus um 1900 (München 2017), 38–53

ABSTRACT   Der Einfluss der Kunsthistorikerin Rosa Schapire und ihre Schwester, die Sozialwissenschaftlerin, politische Publizistin und Übersetzerin Anna Schapire sind heute nur wenigen bekannt. In meinem Beitrag beleuchte ich das intellektuelle und großbürgerliche Umfeld, aus dem die im galizischen Brody geborenen Schapire-Schwestern stammen. In der Zeit ihrer Kindheit war die einstige Fernhandelsstadt Brody bereits in einer schweren wirtschaftlichen Krise aber als jüdisches Zentrum noch immer von großer Bedeutung.

Neue Monografie: Englische Übersetzung meiner Stadtbiografie zu Brody erschienen

Meine Monografie zur galizischen Grenzstadt Brody im langen 19. Jahrhundert ist nun im Brill-Verlag auf englisch erschienen. Diese Stadtbiografie verbindet eine wirtschafts- und sozialgeschichtliche mit einer kulturgeschichtlichen Betrachtungsweise.

Börries Kuzmany: Brody. A Galician Border City in the Long Nineteenth Century (Leiden, Boston: Brill 2017).

ABSTRACT  An urban biography, Brody: A Galician Border City in the Long Nineteenth Century reconciles 150 years of the town’s socioeconomic history with its cultural memory. The first comprehensive study of this city under Habsburg-Austrian rule, Börries Kuzmany advises against reading urban history solely through the national lens. Besides exploring Brody’s extraordinary ethno-confessional structure—Jews, Poles, and Ukrainians—Kuzmany examines the interrelation between the city’s geographical location at the imperial border, its standing as a key commercial hub in East-Central Europe, and its position as a major springboard for the dissemination of the Haskalah in Galicia and the Russian Empire. After delving into the contradictory perceptions of Brody in travelogues, fiction and memory books, Kuzmany uses contemporary and historical photographs to provide an illustrated walking tour of this now Ukrainian town.

Nähere Informationen zum Forschungsgegenstand.

Verlagsinformation.

Grenzräume der Habsburgermonarchie, 22. Nov. 2016

Der gelernte Wiener/Österreicher verbindet mit dem Schlagwort „Habsburgermonarchie“ häufig die politischen und kulturellen Zentralräume der Donaumonarchie. Joseph Roths Bonmot aus seinem Roman Die Kapuzinergruft, dass das Wesen Österreichs nicht Zentrum sondern Peripherie sei, wird zwar gerne zitiert, ändert aber nichts am starken Fokus auf Wien, Budapest und vielleicht noch Prag. Die hier anvisierte Tagung nähert sich der Habsburgermonarchie von ihren Grenzregionen an und möchte diese einer größeren Öffentlichkeit stärker ins Bewusstsein bringen.

Konferenzprogramm herunterladen.

Medienberichterstattung zur Tagung „Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich“

Die am 30. September 2016 stattgefunden habende Konferenz „Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich“ wurde von rund vierzig Personen besucht und hat in den Medien breiten Niederschlag gefunden. Berichtet wurde in:

ORF Science, 30.9.2016
Die Presse, 30.9.2016 (Zeitreise)
APA Science, 30.9.2016

Journal Panorama, Radio Ö1, 17.10.2016
Krankenkasse Zentrale, Deutschland, Juli 2017

Bericht auf H-Soz-Kult, 2.12.2016

Konferenzprogramm: Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich, 30. Sept. 2016.

In den letzten drei Jahrhunderten war Österreich bzw. die  Habsburgermonarchie wiederholt mit Flüchtlingskrisen konfrontiert. In der aktuellen Flüchtlingsdebatte scheint dieser Umstand jedoch weitestgehend in Vergessenheit geraten zu sein, obwohl viele Verhaltensmuster erstaunlich konstant sind.

Eine vom Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dem Zentrum für Migrationsforschung (ZMF) und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) veranstaltete Tagung versucht daher, die aktuelle Flüchtlingskrise in einen historischen Kontext zu setzen.

Neben Flüchtlingen an der habsburgisch-osmanischen Grenze und französischen Revolutionsmigranten geht es bei dem Symposium u.a. um jüdische „Progromflüchtlinge“ im 19. Jahrhundert, galizische Flüchtlinge während des Ersten Weltkriegs, Vertriebene und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg, Flüchtlinge vor dem Kommunismus und jugoslawische Gastarbeiter, die plötzlich mit flüchtenden Verwandten aus Bosnien konfrontiert waren. Durch das Aufzeigen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten soll ein besseres Verständnis für heutige Fluchtursachen und den Umgang damit geschaffen werden.

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CfP Flüchtlingskrisen. Nichts Neues in Österreich, 30. Sept. 2016

In den letzten dreihundert Jahren war Österreich bzw. die Habsburgermonarchie wiederholt mit Situationen konfrontiert, in denen in sehr kurzer Zeit eine große Anzahl an Flüchtlingen in Österreich Aufnahme suchte. Zwar haben sich im 20. Jahrhundert die zahlenmäßigen Dimensionen vergrößert und die Zeitabstände zwischen den jeweiligen Krisen verkürzt, viele Verhaltensmuster sind aber erstaunlich konstant.

Ausführliche Beschreibung herunterladen.

Artikel in East Central Europe erschienen.

Frisch aus der Druckpresse kommt mein Aufsatz zur politischen Vertretung des galizischen Judentums auf lokaler, regionaler und gesamtstaatlicher Ebene. Ein Schwerpunkt bilden dabei die Verhandlungen um ein neues Landtagswahlrecht in Galizien in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg.

Kostenlos herunterladbar: The Rise and Limits of Participation. The Political Representation of Galicia’s Urban Jewry from the Josephine Era to the 1914 Electoral Reform, in: East Central Europe 42/2-3, 2015, 216-248.

ABSTRACT  This article provides an overview of the political representation and integration of Galician Jews on the municipal, provincial, and central state level under Austrian rule. It demonstrates that political representation on the latter two levels started only after the revolution of 1848 and was rather modest considering the numeric and economic weight Jews enjoyed in Galicia. Even though representation in municipal councils started earlier, the position of Jews depended very much on local circumstances. After the turn of the century, the widening of the electorate to the lower classes led to a broader Jewish representation and participation not only in terms of numbers but also within the political spectrum. This is particularly true for the paper’s second part. In this section, the text explores the reform of the electoral system for Galicia’s provincial parliament and the attitude of Jewish politicians towards the compromise eventually found in 1914. The article argues that among Jews the positive or negative assessment of the new voting system depended largely on their position in the larger antagonism between Jewish nationalists and assimilationists. The former complained that the entire reform was on the backs of the Jews ignoring their numeric strength and their national rights. Assimilationists, on the other hand, were satisfied that, against all counterclaims of Zionists and Anti-Semites, the compromise legally established that Jews were Poles.