Börries Kuzmany

Institut für Osteuropäische Geschichte

 


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Brody - Броди - בראד
   
   

 

Brody ist eine Stadt mit zirka 24.000 Einwohnern. Es ist Zentrum eines gleichnamigen Rayons im Lemberger Gebiet (Oblast’ L’viv) in der Westukraine. Die Stadt befindet sich an der Schnittstelle zweier wichtiger Erdöl/Erdgasleitungen: „Družba“ und „Odessa-Brody“. Diese Pipelines sind der größte und wichtigste Arbeitgeber der Stadt, noch vor dem Bereich Verwaltung. Brody ist heute eine beinahe ausschließlich ukrainische Stadt, hat aber eine lange multikulturelle Vergangenheit, insbesondere eine Jahrhunderte alte jüdische Geschichte. Von der historischen Bausubstanz der Stadt ist noch einiges zu sehen.
Der Zeitraum zwischen 1772 und 1918, als Brody österreichische Grenzstadt im Nordosten des Habsburgerreichs war, ist das Thema dieser Webseite. In der Zwischenkriegszeit war die Stadt Teil der Zweiten Polnischen Republik, fiel aber im Zuge des Hitler-Stalinpakts an die UdSSR. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurde es von der deutschen Wehrmacht erobert und erst 1944 nach heftigen Kämpfen von der Roten Armee befreit. Gut die Hälfte der Bevölkerung, vor allem die jüdischen Einwohner, erlebte das Kriegsende nicht. Aber auch die folgenden Jahrzehnte als Bestandteil der Ukrainischen Sowjetrepublik, in denen die Stadt nur langsam wieder besiedelt wurde, waren von Gewalt und Diktatur geprägt. Erst mit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 eröffneten sich für Brody neue Perspektiven, wenn auch unter prekären wirtschaftlichen Umständen.

 

 
   
   
   
   
   
Bilder
   
   
Wappen von Brody seit 1997