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Der Verein MTI

Der Verein Multiprofessionelle tiergestützte Intervention wurde von Dipl.Päd. Ursula Handlos und Dr. Birgit Stetina gegründet. Alle Mitglieder des Vereins erklären sich bereit bestimmte Anforderungen zu erfüllen und nach speziellen Kriterien zu handeln (siehe Ehrenkodex).

Zwei bis dreimal im Semester treffen sich die Mitglieder des Vereins MTI und am Mensch-Tier Bereich Interessierte um Informationen auszutauschen, zu diskutieren und aktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren. Dieser Arbeitskreis ist offen für alle Personen, die sich für MTI, tiergestützte Interventionen und Forschung im Mensch-Tier-Bereich interessieren und soll eine Art Diskussionsforum darstellen.

MTI – EHRENKODEX

Jedes Mitglied verpflichtet sich vor der Aufnahme in den Verein MTI mit seiner/ihrer Unterschrift zur Beachtung und strikten Einhaltung des MTI Ehrenkodex. Diese Verpflichtung bleibt bis zum Austritt (bzw. Ausschluss) aus dem Verein bestehen.

Der MTI-Ehrenkodex wurde in Kooperation mit der Vereinigung Österreichischer Hundetrainer www.voeht.at erstellt. Wir danken der VÖHT für das zur Verfügung stellen ihrer Inhalte!

Teil I: Ethik – MTI Training & Umgang mit Mensch und Tier

1.    Im Vordergrund steht, dass die MTI-TeilnehmerInnen geschult werden, Hunde besser verstehen zu lernen, um implizit die soziale und emotionale Kompetenz und eine generell positive Entwicklung zu fördern.

2.    Sollte ein MTI-Mitglied mit seinen Erfahrungen bzw. Wissensstand bei einem/r TeilnehmerIn nicht ausreichend versiert sein, wird es eine/n entsprechenden KollegenIn hinzuziehen, dessen Qualifikationen einen professionellen Umgang mit dem/r TeilnehmerIn ermöglicht.

3.    Jede/r aktive MTI-TrainerIn sollte die Fähigkeiten und Grenzen der MTI-TeilnehmerInnen und vor allem des MTI-Hundes realistisch einschätzen können, und wenn nötig ein Training vorzeitig abbrechen.

4.    Die MTI-TrainerInnen haben immer auf den Gesundheits- und Pflegezustand des Hundes zu achten. Aktive MTI-Hunde müssen während des Trainings schmerzfrei sein und dürfen bei etwaigen Krankheiten nur nach Absprache eines Tierarztes und des MTI Vorstands im Training eingesetzt werden. Gesundheitskontrollen für aktive MTI-Hunde haben halbjährlich zu erfolgen.

5.    Es ist stets auf eine tierschutzgerechte Haltung von Hunden zu achten. Dies inkludiert ständigen Zugang zu einer Vertrauensperson (Hundehalter oder kurzfristig weitere enge Bezugspersonen), regelmäßigen Freilauf in Grünzonen, Sozialkontakt zu Artgenossen, qualitativ hochwertige Ernährung, regelmäßige Gesundheitskontrollen.

6.    Aktive MTI-Hunde müssen zur monatlichen Supervision bei einer mit dem Vorstand abgeklärten SupervisorIn (muss nicht staatlich anerkannt sein, jedoch Kompetenzen auf hündischer, wie menschlicher Eben haben).

7.    Jedes MTI-Mitglied verpflichtet sich zu mindestens 30 Stunden (akademische Stunden, d.h. 1 Stunde = 45 Minuten) Weiterbildung im Jahr. Diese Weiterbildungen können im psychologischen, biologischen, medizinischen und Hundeverhaltenstrainer Bereich absolviert werden. Auf Verlangen müssen Bestätigungen vorgelegt werden. MTI-Arbeitskreise gelten als Fortbildung.

8.    Aktive MTI-TrainerInnen müssen während eines laufenden Trainings wöchentlich zur Supervision.

9.    Weiters verpflichtet sich jedes MTI-Mitglied zu einem regelmäßigen Kontakt mit dem MTI Vorstand bzw. anderen MTI-Mitgliedern um Allfälliges zu besprechen und in Austausch zu stehen. Mitglieder, die sich unentschuldigt über mehr als 6 Monate hinweg nicht mit anderen MTI-Mitgliedern austauschen und/oder durchgehend nicht erreichbar sind, können vom Verein ausgeschlossen werden.

10.    Sowohl während der Vor- und Nacharbeit, als auch während des MTI-Trainings selbst, werden die Privatsphäre der MTI-TeilnehmerInnen, sowie der Wunsch nach Vertraulichkeit, stets geachtet.

11.    Das Hauptaugenmerk jedes MTI-Mitglieds liegt auf dem Wohlergehen aller Hunde, sowie aller TeilnehmerInnen eines MTI-Trainings.

12.    Es ist darauf zu achten, dass es keinen unkontrollierten Kontakt zwischen MTI-Hunden und TeilnehmerInnen gibt, dass der Kontakt nur auf beidseitigem Wunsch und Einverständnis erfolgt, sowohl auf Seiten des/r TeilnehmerIn, als auch auf Seiten des Hundes. Die MTI-TrainerInnen müssen den MTI-Hund soweit einschätzen können, ob er sich in der Situation wohlfühlt und auf freiwilliger Basis Kontakt zu TeilnehmerInnen herstellt.

13.    Es wird ein positiver und respektvoller Umgang mit den Institutionen, an denen das Training stattfindet, gepflegt. Alle beteiligten Personen (InstitutionsleiterIn, BetreuerInnen, LehrerInnen, Eltern, TeilnehmerInnen,…) müssen mit dem Training einverstanden sein.

14.    Die MTI-TrainerInnen müssen dafür Sorge tragen, die im Rahmen von MTI-Trainings erhaltenen Honorare selbst zu versteuern, sowie für einen ausreichenden Versicherungsschutz während des Trainings sorgen.

15.    Das Training erfolgt ausnahmslos immer freiwillig auf Seiten aller Beteiligten.

16.    Es muss während des MTI-Trainings auf das Leben aller anderen Lebewesen Rücksicht genommen werden und es dürfen keine Menschen oder Tiere durch Fahrlässigkeit zu Schaden kommen.

17.    Es wird generell eine positive und freundliche Kommunikationskultur angestrebt. Ein positiver Umgang mit allen Hunden und MTI-TeilnehmerInnen ist Voraussetzung für jegliches MTI-Training. Dies beinhaltet ebenso eine Vertretung positiver Kommunikation nach außen.

18.    In der Handhabung von Hunden (sowohl privat als auch beruflich) und im Training werden nur positive Methoden eingesetzt und/oder empfohlen.

19.    Jede/r MTI-TrainerIn strebt danach, immer offen zu sein bezüglich neuer positiver Trainingsmethoden, Techniken und Hilfsmittel.

20.    Es dürfen keinerlei „Hilfsmittel“ oder Trainingsmethoden eingesetzt oder empfohlen werden, welche dem Hund oder einem der MTI-TeilnehmerInnen körperlichen oder seelischen Schaden zufügen könnten oder eine unangemessene Belastung darstellten.

a) Auf jeden Fall strengstens untersagt ist allen MTI-Mitgliedern der (in Österreich bereits gesetzlich verbotene) Einsatz oder die Empfehlung von elektrisierenden und chemischen Ausbildungsgeräten, Stachel- bzw. Korallenhalsbändern, sowie Geräten und Vorrichtungen, die darauf abzielen, das Verhalten eines Hundes durch Härte oder Strafreize zu beeinflussen!

b) Es dürfen darüber hinaus keine Methoden angewendet oder empfohlen werden, welche dem Hund Schmerzen oder Angst bereiten bzw. die Aggression fördernd sind: wie z.B. Einsatz von Leinenruck, Schläge/Tritte, den Hund zu Boden werfen (s. g. „Alphawurf“), am Fell oder im Nacken schütteln, vermeidbare Überforderung und Stress beim Training, falscher Einsatz von einem Kopfhalfter („Halti“ – z.B. durch alleinige Anbringung der Leine am Halti oder durch Ruck am Halti), Einsatz von Antibell-Sprühhalsbändern, Einsatz von Strafreizen wie z.B. Schepperdosen, Wurfketten, o. ä.

Teil II: Vereinsinternes & Mitglieder

1.    Die Interessen von MTI und seinen Mitgliedern werden von allen Mitgliedern vertreten und geschützt.

2.    Die Vereinsinteressen und die Vergrößerung des Vereins werden aktiv unterstützt (z. B. die Werbung von weiteren Mitgliedern, aktive Werbung für den Verein, aktive Vereinsarbeit, etc.).

3.    Es wird ein guter Zusammenhalt und Umgang der MTI-Mitglieder untereinander gepflegt.

4.    Es erfolgt kein Kritisieren der MTI-Mitglieder in der Öffentlichkeit oder gegenüber von MTI-TeilnehmerInnen.

5.    Das MTI Logo darf von allen Mitgliedern auf deren Webseiten im Zuge der Mitgliedschaft und Setzung eines Links zur MTI verwendet werden – die Verwendung für andere Zwecke bedarf einer schriftlichen Zustimmung des MTI Vorstands.

7.    Es wird kein vereinsschädigendes Verhalten getätigt (keine vereinsinternen Angelegenheit in die Öffentlichkeit bringen oder den Verein in Misskredit bringen).

8.    Der Mitgliedsbeitrag wird pünktlich bezahlt und es werden alle den Verein betreffenden finanziellen Dinge ehrlich gehandhabt.

9.    Bei einem Verstoß gegen den MTI-Ehrenkodex, wird das Mitglied abgemahnt. Sollte es nach der Abmahnung zu keiner Veränderung kommen, ist der Vorstand berechtigt, einen Ausschluss aus dem Verein auszusprechen.