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Das MTI Training

Die multiprofessionelle tiergestützte Intervention (MTI) ist ein Kompetenz- und Kommunikationstraining zu Steigerung emotionaler, sozialer und andere Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das Konzept beruht auf dem bio-psycho-sozialen Wirkgefüge wissenschaftlich belegter gesundheitsförderlicher Tiereffekte.

Organisatorisches:

Ein MTI-Training besteht aus einer Gruppen von 10-12 TeilnehmerInnen, welche mit einem multiprofessionellen Trainerinnen-Team, bestehend aus mindestens zwei menschlichen Trainerinnen unterschiedlicher Profession und mindestens einer/m speziell ausgebildeten tierischen TrainerIn arbeiten.

Das MTI-Training findet 1x pro Woche für 50 Minuten in den jeweiligen Einrichtungen, bzw. auch in der äußeren Umgebung (z.B.: Sportplatz) statt.

Kosten und Anmeldung siehe Angebote

Voraussetzungen:

Das MTI-Training kann nur unter gewissen Voraussetzungen stattfinden, welche zu einer positiven Arbeitsbeziehung und dem Erfolg des Trainings beitragen. Diese sind unter anderem:

Die Vorgehensweise im Rahmen des Trainings ist gekennzeichnet durch positive Verstärkung und ein wertschätzendes Arbeitsklima. In Bezug auf die Arbeit mit dem Hund ist der artgerechte Umgang entsprechend aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen zu betonen.

Beispielweise bedeutet dies, dass wir für das MTI-Training immer zwei aneinander anschließende Räume benötigen. In einem findet das Training statt und zu dem anderen Raum, muss eine Tür offenstehen, damit unsere Hunde jederzeit die Möglichkeit haben, den Trainingsraum zu verlassen. Das Zurückziehen des Hundes ist nicht nur eine pädagogisch sehr wirkungsvolle Rückmeldung für die TeilnehmerInnen, sondern dadurch ist auch gewährleistet, dass sich unsere Hunde nicht unwohl fühlen, bzw. zu viel Stress ausgesetzt sind. Der Hund braucht vor und nach dem Training seine Entspannungsphasen. Diese Maßnahmen dienen der Gesunderhaltung des Tieres für die Aufrechterhaltung einer möglichst langen und positiven Arbeitsbeziehung.

Inhalte:

Im Training lernen die TeilnehmerInnen den Umgang mit anderen und sich selbst, und zwar in Bezug auf Sozialverhalten, Kommunikation und Werthaltungen. Dieses findet in klar strukturierten Übungen, die mit dem Hund sowohl einzeln als auch im Team ausgeführt werden, statt.

Der Aufbau des tiergestützten Trainings verläuft kontinuierlich mit zunehmender Komplexität der Übungen und zu lösenden Aufgaben. Um den nötigen Interventionsspielraum zu gewährleisten sind die einzelnen Schritte flexibel gestaltet. Die Intervention besteht aus einzelnen Trainingsmodulen (Basis- und Wahlmodulen). Die Basismodule werden in jeder Trainingsgruppe durchgeführt. Je nach Bedarf und zur Verfügung stehender Zeit können die Wahlmodule zusätzlich in das Gesamtprogramm eingebaut werden.

Jedes Modul besteht aus mehreren Komponenten die sich teilweise überlappen und auch flexibel im Rahmen anderer Module erneut eingesetzt werden können. Insgesamt kann grob zwischen theoretischen und praktischen Komponenten unterschieden werden. Theoretische Komponenten betreffen beispielsweise Wissen über die Bereiche Hund und Mensch, Artgerechte Haltung, Zuneigung, Emotionen und Verantwortung, oder Wissen über Angst als Emotion. Praktische Komponenten beinhalten unter anderem Aufgaben „am Hund“, Einzel-, Gruppen- und Teamübungen mit Hund und Entspannungs- sowie Stress- und Konfliktmanagementtechniken.


Die jedenfalls durchzuführenden Basismodule beinhalten:

Die zur Verfügung stehenden Wahlmodule sind:

Die 12 Einheiten beginnen mit dem ersten Modul „Kurzbesuche und Kennenlernen“. Die TeilnehmerInnen bekommen in diesem Modul einen Überblick über den Inhalt und die Vorgehensweise im Rahmen des Trainings. Sie lernen die Trainerinnen und deren Grundhaltungen kennen. Weiters soll den Trainerinnen einschließlich dem/r tierischen TrainerIn ebenfalls die Möglichkeit gegeben werden die TeilnehmerInnen kennen und einschätzen zu lernen. Die TeilnehmerInnen wissen über die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, sowie ihre Aufgaben im Rahmen des Trainings Bescheid. Die TeilnehmerInnen akzeptieren die Andersartigkeit des Tieres und lassen sich auf artgerechte Weise auf eine neue Beziehung ein. Zusätzlich bekommen die TeilnehmerInnen die Möglichkeit durch den Umgang der Trainerinnen mit sämtlichen Anwesenden (Menschen und Tieren) den Umgang und die Auswirkungen positiver Verstärkung zu erleben.

Auf diese Art und Weise wird das Training mit den weiteren Basismodulen fortgesetzt. Bei und nach den Basismodulen „Emotion und Kommunikation“, sowie „Kommunikation und Interaktion“ werden die jeweils passenden Zusatzmodule eingesetzt. Jedes Modul benötigt erfahrungsgemäß eine bis drei Interventionseinheiten und Elemente können beliebig in andere Module „mitgenommen“ werden. Als Abschluss wird das Modul „Verantwortung und Autonomie“ durchgenommen, das mit einer letzten Einheit, einem „Gesamt-Trainingsfeedback“ und der MTI-Diplomvergabe abschließt. Zusätzlich erhält jede/r einzelne TeilnehmerIn ein persönliches Foto mit dem/r tierischen TrainerIn und ein Gruppenfoto mit den tierischen Co-Trainerinnen.

Qualitätssicherung:

Im Rahmen der Trainings wird neben einer prä-post-Testung (die TeilnehmerInnen werden vor dem Beginn des MTI-Trainings, so wie nach Beendigung des Durchgangs gebeten psychologische Fragebögen auszufüllen) zur Überprüfung der Wirksamkeit des Trainings, auch teilnehmende systematische Beobachtung eingesetzt (durch zwei speziell geschulte MTI-Mitarbeiterinnen, Psychologinnen).