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Steckbriefe unserer menschlichen TrainerInnen

Ursula Handlos

Ausbildung: Pädagogin, Beratungslehrerin

Wie bin ich auf den Hund gekommen: Von Kindesbeinen an mit den verschiedensten Tieren, unter anderem, wunderbaren Hunden, zusammen aufgewachsen, sind diese immer ein wichtiger und nicht wegzudenkender Bestandteil meines Lebens geblieben. Es war einfach die Art der Beziehung zu allen meinen Tieren, die etwas ganz Besonderes war. Ein Leben ohne Tiere war also niemals ein Thema, bloß die „Gattung Tier“ galt es meinen Lebensumständen anzupassen. Viele Jahre lang durfte ich die verschiedenen Charaktere von Katzen erfahren, die Teil meiner Familie waren und sind. Mein kätzisches Zusammenleben wurde im Juli 1998 um einen lauten, schwarzen stürmischen Nikolaus bereichert. Nikolaus – meinem guten Hund, meinem treuen Begleiter, meinem verrückten „Brüllaffen“, meinem unerbittlichen Lehrer. Der „Herr Professor“ für Geschäftsleute und SchülerInnen in seinem Wohn- und Arbeitsviertel, der „Lauser“ für seine Menschenfamilie und -freunde daheim, im Wald, auf der Wiese und am Hundeplatz.Neun Jahre später hat er unsere Familie zurückgelassen. Er hat Spuren hinterlassen. Die sanfte, vorsichtige Emily, sich dieser Spuren bewusst, geht tänzelnden Schrittes ihren ganz eigenen Weg.

Wie bin ich zu MTI gekommen: Mein relativ geordnetes Zusammenleben mit meinen damals dreijährigen Katzenmädchen änderte sich abrupt als Nikolaus in mein Leben trat. Nichts mehr war so wie davor. Nichts war bei ihm so wie bei den Hunden, mit denen ich aufgewachsen war und die ich kannte. Die Katzen mit lautem Gebrüll in die Flucht geschlagen, die von nun an Quartier im Badezimmerkasten bezogen, platzte er vor Energie und stellte mich vor schier unlösbare Aufgaben. Die Tierärztin prophezeite ihm eine „Heimkarriere“ zumal er ihres Erachtens nicht handelbar schien. Er benahm sich einfach unglaublich wild und laut und je mehr ich bei den so genannten Spezialisten mit ihm „aneckte“ umso mehr näherte ich mich ihm an. In den Momenten, in denen er als aggressiv und durchgeknallt bezeichnet wurde, begann ich ihn langsam zu spüren und zu verstehen. Die ablehnenden und negativen Aussagen und Prophezeiungen zeigten aber Wirkung. Ich war komplett verwirrt und überfordert, suchte Hilfe und fand mehr als das. Was nun folgte waren: der strikte Auftrag sofort einen anderen Tierarzt zu kontaktieren, mich auf mich und mein Gefühl zu verlassen und die Aufforderung, dem Hund einfach mal in die Augen zu schauen. In aller Ruhe und Stille, in Sicherheit, vollkommen unaufgeregt- „Siehst du nicht wie dieser Hund dich liebt und braucht?“ Irgendwann dann fiel auch noch das Wort „Vertrauen“ - Und das war der Beginn: Der Beginn von Selbsterfahrung, Selbsterkenntnis und einer unglaublich tiefen Beziehung zwischen Nikolaus und mir. Und der Beginn von MTI. Die Erfahrungen, die mir mein Hund ermöglicht hat, diese Erfahrungen wollte ich auch anderen ermöglichen. Die Praxis bestärkte mich. Aus der Idee wurde ein Konzept.Nikolaus, dem eine „Heimkarriere“ prophezeit war, wurde zu einem grandiosen Therapiehund, zum Pionier von MTI.

Im Team mit: Nikolaus (bis Juni 2008), Emily, Yukon und Birgit

Birgit

Birgit Ursula Stetina

Ausbildung: Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, Supervisorin

Wie bin ich auf den Hund gekommen: Seit ich denken kann sind Tiere ein fixer Bestandteil meines Lebens. Bereits als kleines Kind hat eine ganz besondere Hündin, namens Burgi mein Leben bereichert und nach ihr kam dann Cora, ebenfalls ein ganz besonderer Charakter. Die Aufteilung in Katzen- und Hundemenschen verstehe ich nicht und sehe mich von jeher einfach als Tiermensch. Ich finde alle Tiere toll, und ich meine ALLE! Dem entsprechend habe ich immer mit einem bunten Haufen an Tieren gelebt, zu Hause waren es die letzten Jahre immer Katzen. Gemeinsam mit Gregor, meinem Mann, machen diese MitbewohnerInnen mein zu Hause zu einer Oase in die ich nach oft anstrengender Arbeit zurückkehren kann und die mich ganz Mensch sein lässt.
In meinem Erwachsenenleben hat mich besonders der unglaubliche, starke Nikolaus geprägt, der mich in privaten und beruflichen Situationen vor schier unlösbare Aufgaben gestellt hat und nicht nur mehreren Generationen von SchülerInnen, sondern auch uns Trainerinnen beigebracht hat was soziale und emotionale Kompetenzen sowie respektvoller Umgang wirklich sind und wie wir danach handeln können. Er hat ein nicht aufzufüllendes Loch in meinem Leben hinterlassen und dennoch bin ich unendlich dankbar so viel über mich und meine Arbeit gelernt zu haben.
Nikolaus Kindergartenfreund Yukon hat uns ganz viele Jahre mit seiner besonnenen, ruhigen Art begleitet. Yukon hat in der Lehr- und Forschungspraxis mit mir Einzelstunden gemacht und war der Liebling aller Besucher. Besonders war vor allem zu erleben, wie er nach dem Verlust seines langjährigen Freundes Nikolaus für Emily da war und eine Vaterrolle für sie übernommen hat.

Wie bin ich zu MTI gekommen: Uschi Handlos begann mit dem außergewöhnlichsten Hund aller Zeiten zu arbeiten und setzte seine unglaubliche Stärke in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Schule ein. Meine naturwissenschaftliche Seele war hin- und hergerissen, da ich ja Nikolaus privat schon kannte und um seinen einzigartigen Charakter und sein damit zusammenhängendes Potential Bescheid wusste. Als ich Nikolaus das erste Mal live mit seinem Menschen, Uschi Handlos, arbeiten sah, war der Zwiespalt vorbei und wir haben mit einer unglaublichen Mischung aus jahrzehntelanger praktischer Erfahrung, Wissenschaft, theoretischen Grundlagen aus Psychologie, Pädagogik und Psychotherapie MTI entwickelt. Die wichtigste aller Zutaten war allerdings unser unaufhaltsamer Einsatz und die klare Vision hochqualitative tiergestützte Arbeit nach aktuellsten Erkenntnissen der Forschung mit menschlichen und tierischen charakterstarken Persönlichkeiten durchzuführen und ins Gesundheitswesen zu integrieren.

Im Team mit: Nikolaus (bis Juni 2008), Emily, Yukon und Uschi

KaroPaca

Karoline Turner

Ausbildung: Klinische- und Gesundheitspsychologin, Sportpsychologin

Wie bin ich auf den Hund gekommen: Ich bin in einer sehr tierlieben Familie aufgewachsen und nach großem Wunsch von uns vier Kindern bekamen wir 1991 zu Weihnachten einen Hund geschenkt. Durch unsere geliebte Jessica hatte ich seit meiner Kindheit das Glück zu erkennen, welch positive Kräfte sich in einer Mensch-Hund Beziehung entwickeln können. Da ich einen sehr positiven Einfluss von Jessi auf mich und meine restliche Familie beobachten konnte, interessierte ich mich immer mehr  für die Folgen einer Mensch-Tier-Beziehung. Leider mussten wir unsere Jessica im April 2008 gehen lassen, aber wir werden ihr ewig für ihr Dasein danken.

Wie bin ich zu MTI gekommen: Während meiner Studiumszeit wurde MTI von Birgit Stetina in einer Vorlesung vorgestellt. Ich war damals sehr begeistert, dass an unserer Fakultät dieses Thema behandelt wird und nahm sofort Kontakt mit Frau Stetina auf. Es folgte eine Diplomarbeit über MTI, die Ausbildung zur MTI-Trainerin, Engagement im MTI-Verein und viele weitere Studien, Präsentationen und Publikationen in dem Bereich. Mein Wunsch ist es den Menschen durch die MTI das Besondere und Lehrreiche von Mensch-Tier Interaktionen näher zu bringen, den TeilnehmerInnen zu gesteigerten emotionalen und sozialen Kompetenzen zu verhelfen und dadurch einen wichtigen Beitrag im Sinne der Prävention zu leisten.

Im Team mit: Lisa, Paca, Skully

EvaMylo

Eva Burger

Ausbildung: Klinische- und Gesundheitspsychologin

Wie bin ich auf den Hund gekommen: Egal ob es die Ziegen am Bauernhof oder die Katzen unseres Nachbarn waren, meine Eltern mussten viel Geduld beweisen, da ich schon früh eine Leidenschaft für Tiere entwickelte und kaum von ihnen wegzubekommen war. Der Wunsch nach einem eigenen Tier wurde mir erfüllt als ich 6 Jahre alt war. Ich bekam ein Meerschweinchen namens Sandy, das mich einige Jahre begleitete. Mein erster Berufswunsch „Tierärztin“ änderte sich abrupt, nachdem ich als junges Mädchen einen Landtierarzt in Niederösterreich bei seinen Fahrten begleiten durfte; der Wunsch mit Tieren zu leben und zu arbeiten blieb. Im Sommer 2009 konnte ich mir endlich einen lang gehegten Traum erfüllen: Der Golden Retriever Rüde Mylo kam in mein Leben, stellte es auf den Kopf und erfüllt es seitdem mit einigen Herausforderungen, aber vor allem mit ganz viel Freude und Zuneigung.

Wie bin ich zu MTI gekommen: Als ich 2004 im Psychologiestudium auf die Vorlesung „Tiergestützte Interventionen“ von Birgit Stetina stieß, in der sie über MTI berichtete, war ich sofort hellauf begeistert. Die Möglichkeit mein Interesse an der Psychologie und meine Leidenschaft für Tiere auf diese Weise zu verbinden, erschien mir fast zu schön um wahr zu sein. Umso mehr freute ich mich, als meiner Anfrage in diesem Bereich Diplomarbeit zu schreiben zugestimmt wurde. Nachdem ich dann Ursula Handlos und Birgit Stetina ein Jahr lang bei ihren MTI-Trainings begleiten durfte, wuchs mein Wunsch auch einmal als MTI-Trainerin arbeiten zu können. Mittlerweile habe ich die Ausbildung zur MTI-Trainerin absolviert, zahlreiche Vorträge über die Ergebnisse unserer Studien gehalten und engagiere mich im Verein MTI. Der respektvolle und positive Umgang im Training, die eindrucksvolle Wirkung der Hunde auf die Teilnehmer und die Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses - all das, und noch viel mehr, macht MTI aus und das ist es auch, was ich den MTI-Teilnehmern vermitteln möchte.

Im Team mit: Lisa, Skully, Paca

Lisa

Lisa Maria Glenk

Ausbildung: (molekulare) Biologie, Veterinärmedizin i.A.

Wie bin ich auf den Hund gekommen: Im Umgang mit Tieren bin ich seit frühester Kindheit vertraut, neben familieninternen Hunden (Rottweiler, Riesenschnauzer, Mudi) hatte ich auch immer wieder ein Pflege- bzw. Mitreitpferd, und verbrachte meine Urlaube stets am Bauernhof. Über die Jahre hinweg wuchs durch den nahen Kontakt zu diversen nicht-menschlichen Tieren in mir das Bewusstsein für einen artgerechten Umgang in der Interaktion zwischen Mensch und Tier. 2006 habe ich dann – überglücklich – meinen ersten eigenen Hund (Skully) bekommen, die mein Leben nachhaltig beeinflusst (hat). 2008 stieß dann Paca zu uns dazu, eine bemerkenswerte Hündin mit einer ganz besonderen Geschichte.

Wie bin ich zu MTI gekommen: Auf einem Wiener Kongress beeindruckten mich Frau Dr. Stetina und Frau Handlos mit einem Vortrag zu wissenschaftlich fundierter Forschungsarbeit mit Hauptfokus Hund als Kommunikator. Abgesehen von der mangelhaften wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit so mancher anderer Projekte hatte ich oftmals den Eindruck, dass im Zuge eines tiergestützten Programms zu wenig auf das Wohlbefinden der Tiere geachtet wird. Von einer Instrumentalisierung unserer Begleithunde muss meiner Meinung nach unbedingt abgesehen werden, um einen ethisch vertretbaren Dialog zwischen Mensch und Tier zu ermöglichen. Nicht zuletzt ist unsere Verantwortung gegenüber den Hunden, also der Respekt ihrer individuellen Bedürfnisse die Voraussetzung dafür, dass sie uns „antworten“ und die Kommunikation somit „fließen“ kann. Das MTI Konzept hat in mir das Vertrauen geweckt, mit meinen beiden Hunden die MTI Ausbildung zu absolvieren. Ich möchte in Zukunft meine biologischen und wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten mit praxisorientierten Aktivitäten ergänzen, um das was mich an der Mensch-Tier-Beziehung fasziniert weiterzugeben. 

Im Team mit: Eva, Karoline, Paca, Skully

Steckbriefe unserer hündischen TrainerInnen


Emily

Emily

Geburtsdatum: 25.04. 2008

Ich bin aus: Niederösterreich

Geschlecht: weiblich/ kastriert

Rasse: Labrador

Ausbildung: MTI Ausbildung, Nasenarbeit

Besondere Kennzeichen: bernsteinfarbene Augen

Mag: die Stille, die Farben rosa, hellblau und grün, meine Katzen- und meine Menschenfamilie, meine Freundinnen, in die Schule gehen, Schnüffelkurse, ausgedehnte Spaziergänge, Rehlein schauen, Wasser, schwimmen, spielen…..

Mag nicht: Lärm, Verkehr, Gewitter, ungefragt angegriffen werden

Das ist mein Frauchen: Ursula Handlos

Skully

Skully

Geburtsdatum: Sommer 2006

Ich bin aus: Steiermark

Geschlecht: weiblich

Rasse: Schäfer/Husky/?

Ausbildung: Pro Cane Welpen- und Basiskurs, tiergestützte Arbeit (Sommer-Kindercamp, Hort, MTI)

Besondere Kennzeichen: lohfarbene Abzeichen

Mag: im Wasser toben, lange schlafen, mit FreundInnen durch den Wald sausen, Versteckspiele

Mag nicht: Autos, Stadtlärm, übergriffige Menschen

Das ist mein Frauchen: Lisa Maria Glenk

Paca

Paca

Geburtsdatum: 2006

Ich bin aus: Spanien

Geschlecht: weiblich

Rasse: Louisiana Catahoula Leopard/Mix?

Ausbildung: tiergestützte Arbeit (Hort, MTI)

Besondere Kennzeichen: himmelblaue Augen

Mag: viel Aufmerksamkeit, selbstständiges Spazieren, graben, Ball spielen, gemeinsam kuscheln

Mag nicht: Langeweile, verängstigte Hunde, respektlose Menschen

Das ist mein Frauchen: Lisa Maria Glenk

Mylo

Mylo

Geburtsdatum: 02.07.2009

Ich bin aus: Steiermark

Geschlecht: männlich

Rasse: Golden Retriever

Ausbildung: Welpenkurs, Aufbaukurs, Social Walks, MTI-Hund in Ausbildung

Besondere Kennzeichen: liegt gern entspannt am Rücken

Mag: andere Hunde, Menschen, Wasser!, sich in frisch gemähtem Gras wälzen, über Wiesen laufen, zuhause mit seiner Familie entspannen

Mag nicht: sehr langsames Spazieren gehen

Das ist mein Frauchen: Eva Burger