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Hintergrund

In unserer hochtechnologisierten Gesellschaft, in der kontinuierliche Präsenz und sofortige Einsatzbereitschaft gefragter sind denn je, spielt sich das Leben aus zeitlichen oder sonstigen Gründen vielfach aus zweiter Hand ab. Es wäre vollkommen unzeitgemäß und falsch diesen Lebensentwurf bzw. eine derartige Freizeitgestaltung zu ignorieren; wir halten es vielmehr für relevant, diese Entwicklung in unser Handeln mit einzubeziehen. Was bedeutet dieser „ way of life“ für den einzelnen Menschen? Was bedeutet er für seine Gesundheit? Was bedeutet er für das Gesundheitswesen? Was bedeutet er daraus resultierend für unsere Gesellschaft?

In einer Zeit, in der der Marktwert des Menschen großteils auf technologischem Know How und einer möglichst hohen zeitlichen Verfügbarkeit beruht, boomen Entspannungs-, Kommunikations- und Überlebenstrainings. – Eine folgerichtige und hochnotwendige Entwicklung, zumal die Spezies „Mensch“ für eine derartige Lebensform eigentlich nur sehr mangelhaft ausgestattet ist. Wie also ermögliche ich dem aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhabenden Menschen schnellstmöglichen Zuwachs an Entspannung und Kommunikation bzw. derartigen Techniken und daraus resultierend Zuwachs an Überlebensmanagement, um einem Burn Out oder sonstig daraus resultierenden Krankheiten Vorschub zu leisten? Wie ermögliche ich denen, für die der gesellschaftliche Kontext  nicht mehr gegeben ist, eine mögliche Rückkehr in die Arbeitswelt bzw. die (Re-)Integration in die Gesellschaft? Wo, außer im häuslichen Umfeld, wird der einzelne Mensch nicht sofort beurteilt/ verurteilt und bewertet?

„In der Natur fühlen wir uns wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.“ formuliert beispielsweise Arthur Schopenhauer. Ein Abtauchen in die Ruhe der Natur ist eine große Chance, für manchen vielleicht überhaupt die letzte Möglichkeit, aber diese zeitliche Ressource stellt der Arbeitsmarkt kaum zur Verfügung. Es gilt also die Natur in einem zeitlich begrenzten und wirtschaftlich vertretbaren Rahmen ins Arbeitsleben zu integrierten. Unsere Konsequenz war die Entwicklung eines qualitätsgesicherten, zeitlich knapp bemessenen, „aufsuchenden“ Trainings, das kurzfristig ein Stück Natur in den Arbeitsalltag (Schulalltag, Krankenhausalltag, etc.) integriert. 

Die für uns wichtigen und zu berücksichtigenden Hauptkomponenten bei der Entwicklung eines der Gesundheit förderlichen Trainings waren:

der Zeitfaktor – Das Training umfasst einen Block von zwischen 10 und 12 Einheiten und findet Vorort statt.

die Integration der Natur bzw. in die Natur – „Das Zusammenleben mit Tieren, das Mitleben, Mitleiden und Mitfreuen mit diesen nicht urteilenden, diesen nicht reflektierenden, geschweige denn nach Maßgabe von Re- Flexionen beurteilenden Lebewesen lässt mich ganz einfach und doch ganz umfassend so sein, wie ich sein kann, es erlaubt mir zudem, ein Stück weit ganzer Mensch zu werden.“ sagt Albert Schweitzer. Die Spezies „Hund“ verkörpert bei dem Training die Natur.

die Qualitätssicherung

•    Die TrainerInnen sind SpezialistInnen aus den Bereichen der Pädagogik, Psychologie, Biologie und Medizin. Sie haben eine zusätzliche, für dieses Training relevante Ausbildung und sind in regelmäßiger Supervision.

•    Die Hunde sind körperlich und psychisch gesund, wesensüberprüft, charakterlich in hohem Maß unterschiedlich und bewusst in ihrer Autonomie gestärkt. Sie sind unter regelmäßiger Kontrolle von SpezialistInnen für Körper und Geist inklusive Supervision.

•    Jedes einzelne Interventionsteam – menschliche und tierische TrainerInnen – absolvieren unter Aufsicht und Anleitung einer Verhaltensbiologin zusätzlich gemeinsame Trainings zum Aufbau von Beziehung und Autonomie.

•    Das MTI-Training wird dokumentiert und evaluiert und überprüft die Entwicklung der Gruppe und jedes/r Einzelnen. Die Evaluationsergebnisse werden der Auftrag gebenden Institution zur Verfügung gestellt.