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Eckpfeiler

Die sieben Eckpfeiler der Multiprofessionellen tiergestützten Intervention


1. Verbindung/Beziehung mit dem Hund:
Den TeilnehmerInnen wird eine neue unbelastete Verbindung bzw. Beziehung angeboten. Im klar strukturierten Rahmen des wöchentlichen Trainings kommt es zu einer neuen Begegnung zwischen Mensch und Hund. Die Verbindung mit dem Hund und die Arbeit an dieser Verbindung im Rahmen des Trainings ist die Basis für einen gesunden Umgang mit emotionalen Beziehungen. Das Interventionsteam (sowohl menschliche als auch tierische TrainerInnen) bietet zudem durch wertschätzenden und liebevollen Umgang untereinander und mit den TeilnehmerInnen eine Veranschaulichung des Themas.


2. Unbedingte Freiwilligkeit:
Die Freiwilligkeit aller (auch entfernt) beteiligten Personen ist eine Voraussetzung für den Erfolg der Gesundheitsförderungsmaßnahme. Bei Trainings mit Minderjährigen werden zusätzlich Einwilligungen von deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten eingeholt.


3. Ressourcenorientierung:
Dem Konzept der Multiprofessionellen Tiergestützten Intervention liegt ein Evaluations- und Bewertungssystem zugrunde, das zuallererst die Stärken der TeilnehmerInnen identifiziert und herausstreicht. Die Qualitäten jedes/r einzelnen Teilnehmers/Teilnehmerin werden ausfindig gemacht, um auf diesen Ressourcen aufzubauen und sie im Sinne des Empowerment auszubauen.


4. Vermittlung von Werten:
Die Arbeit zur Stärkung der Ressourcen ist eng mit einem Wertesystem verknüpft, das im Rahmen des Trainings vermittelt wird und die Basis für die weitere Ressourcenstärkung darstellen soll. Die zentralen Themen betreffen soziale Aspekte, wie den achtungsvollen und wertschätzenden Umgang miteinander und individuelle Aspekte, wie die Fähigkeit sich selbst mit Wertschätzung zu begegnen, was als Grundlage zur Stärkung von Selbstwert und positivem Selbstkonzept zu betrachten ist.


5. Respektvoller Umgang mit Mensch und Tier:
Im Rahmen des tiergestützten Trainings wird ein respektvolles Klima des gewaltfreien „Miteinander“ geschaffen, das es den TeilnehmerInnen ermöglicht ihrerseits respektvollen Umgang  zu erleben und zu erfahren und in der Folge selbst zu pflegen. Der, seitens des Teams praktisch vorgelebte, und zeitgleich theoretisch aufbereitete Umgang mit dem/r tierischen Co- TrainerIn demonstriert, was artgerechter und respektvollen Umgang mit dem Tier bedeutet.


6.Kommunikation:
Der Dialog zwischen Mensch und Hund, der eingeschlagene Weg zum Beziehungsaufbau und zur Steigerung der Kommunikationsfähigkeit, wird im Sinne der Prozessorientierung als Weg und Ziel postuliert. Neben verbalem ist ganz besonders wesentlich auch nonverbales Verhalten Bestandteil des Dialoges (Bergler, o.J.). Um dialogfähig zu werden, muss der Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich in sicherer Atmosphäre in beiderlei Verhaltensweisen möglichst effizient versuchen und erfahren zu können.


7. Sozialisation:
Bereits der Psychologe Giselher Guttmann (Guttmann, Predovic & Zemanek, 1983) bezeichnet das Tier im Vergleich zum menschlichen Erzieher als den meist kompromissloseren Lehrmeister, der wesentlich konsequenter agiert. Er betrachtet diese Besonderheit der Interaktionssituation zwischen Mensch und Tier als entscheidend für die Erziehungsfunktion.