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Positive Auswirkungen

Die positiven Effekte der Mensch-Tier-Beziehung wurden besonders in den vergangenen 20 Jahren intensiv erforscht. Tiergestützte Interventionen bauen auf diesem Wissen auf und machen sich diese positiven Wirkungen zu Nutze. Die Standardisierung und Evaluation tiergestützter Interventionen wurde dabei häufig vernachlässigt. Mit der Multiprofessionellen tiergestützten Intervention wurde erstmals ein tiergestütztes Programm nach psychologischen, pädagogischen und psychotherapeutischen Richtlinien entwickelt, von speziell ausgebildeten TrainerInnen durchgeführt und auch regelmäßig evaluiert. Die Evaluation des MTI-Trainings erfolgt nach wissenschaftlichen Kriterien, mit dem Ziel, die Auswirkungen der tiergestützten Intervention zu prüfen und in weiterer Folge die Intervention noch weiter zu etablieren.

Im Rahmen dieser Qualitätsprüfung kann wiederholt gezeigt werden, dass die TeilnehmerInnen zunehmend besser in der Lage sind im Team zu arbeiten. Sie lernen andere anzuleiten und auch in schwierigen Situationen gemeinsame Lösungen zu finden. Durch diese Erfolgserlebnisse werden der Selbstwert und die Selbstsicherheit gesteigert. Die Teilnehmer lernen zunehmend sich in Gruppendiskussionen einzubringen, darin Stellung zu beziehen und ihre eigene Meinung anderen gegenüber zu vertreten. Dadurch lernen die TeilnehmerInnen sich durchzusetzen und ihre Kommunikationsfähigkeit zu verbessern. Im Laufe des Trainings gelingt es den TeilnehmerInnen mit ihren Gefühlen besser umzugehen sowie Lob und Kritik von anderen anzunehmen. Außerdem lernen sie Kritik so auszudrücken, dass sie ihr Gegenüber damit nicht verletzen.

Im direkten Kontakt mit dem Hund lernen die TeilnehmerInnen über die Wichtigkeit von Stimmlage und Blickkontakt, was die eigene Körperhaltung dem Gegenüber vermitteln kann und welche Bedeutung bestimmte Handzeichen für den Hund haben können. Bei den Übungen mit dem Hund erleben die TeilnehmerInnen wie Körperbewegungen und Mimik die Kommunikation beeinflussen können.

Ein wertschätzender und respektvoller Umgang miteinander wird von den TrainerInnen vorgelebt und gefördert. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit sich auf eine neue und unbelastete Beziehung einzulassen. Sich für die Andersartigkeit des Tieres zu öffnen, schafft Raum für das Erlernen eines respektvollen Umgangs miteinander.

Durch die Übernahme von Aufgaben, wie das Herrichten des Wassernapfes oder des Rückzugortes, entwickeln die TeilnehmerInnen ein Verantwortungsgefühl gegenüber dem Hund. Sie bemühen sich um dessen Wohlbefinden und kommen den Bedürfnissen des Hundes nach. Die TeilnehmerInnen werden geschult auf körpersprachliche Signale beim Hund zu achten, und können diese Fähigkeit in weiterer Folge auch im zwischenmenschlichen Kontakt einsetzen. Denn Gefühle und Signale beim anderen wahrnehmen zu können, stellen die Basis für eine erfolgreiche Kommunikation dar.