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Das Konzentrationstraining

Hundegestütztes Konzentrationstraining für Kinder und Jugendliche mit AD(H)S


Ziel des Trainings ist es, Kinder und Jugendliche mit ADS/ADHS, im Alter zwischen 6 und 12 Jahren, in ihrer Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit zu stärken und gleichzeitig deren soziale und emotionale Kompetenzen zu fördern. Durch positive Lernerfahrungen und den Abbau von Frustrationen werden die Motivation und gleichzeitig die Selbstachtung der Kinder und Jugendlichen gefördert, wodurch wiederum eine bessere Integration in die Klasse und gesteigerte Schulleistungen ermöglicht werden.

Die Kinder und Jugendlichen, die sich oftmals über ihre Defizite definieren („Das kann ich nicht, ich bin hyperaktiv!“), sollen sich bei diesem Training ihrer Ressourcen bewusst werden und lernen Herausforderungen mit Selbstachtung und Zuversicht anzunehmen. Nicht zuletzt kann eine derartige Intervention vor etwaigen später auftretenden psychischen Erkrankungen, die eine starke Einschränkung der Lebensqualität darstellen können, schützen.

Dieses Konzept beruht auf der Erfahrung, dass der Einsatz von Tieren in therapeutischen und pädagogischen Maßnahmen motivierend und entspannend auf die TeilnehmerInnen wirkt, und somit auch die Effekte der Maßnahme verstärkt werden. Ein Hund erhöht die Lust am Lernen, hilft mit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln, fördert Verantwortungsbewusstsein, Arbeitsdisziplin und Problemlösefähigkeit und vermittelt Wohlbefinden. 

Das hundegestützte Konzentrationstraining wird von zwei menschlichen MTI-Trainerinnen und ein-zwei MTI-Hunden durchgeführt und basiert auf einem bewährten und evaluierten Konzentrationsprogramm von Prof. Dr. C. Ettrich (2004). Die einzelnen Einheiten bestehen aus dem Bewusstmachen des eigenen Befindens, 2-3 ausgewählten Konzentrationsaufgaben aus Christina Ettrichs „Konzentrationstrainings-Programm für Kinder“ und unterschiedlichen Sequenzen mit dem Therapiehund. Ziel des Trainings ist der Erwerb einer adäquaten Arbeitshaltung, der sorgfältige Umgang mit Zeitressourcen und überlegte, korrekte Ausführung der Aufgaben. Die Kinder und Jugendlichen sollen in einer homogenen Gruppe mit maximal 6 TeilnehmerInnen lernen, ihre Aufgaben selbständig zu organisieren, mit Hilfe von Selbstinstruktionstechniken vollständig und richtig zu lösen und ihre Leistungen realistisch einzuschätzen (Feedbackrunden). Zwischen den Aufgaben gibt es kurze Entspannungssequenzen. Als positive Verstärkung und Motivation finden Hundesequenzen statt (Theoretisches zum richtigen Umgang mit dem Hund und gezielte praktische Übungen).

Diese, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Interventionsform, wird von MitarbeiterInnen des MIT-Vereins evaluiert. Um den Erfolg des Trainings nachweisen und die einzelnen Veränderungen bei den TeilnehmerInnen aufzeigen zu können, finden vor und nach den 10 Trainingseinheiten Testungen statt. Fragebögen, Interviews, Verhaltensbeobachtung und Videoanalysen kommen zum Einsatz. Evaluiert werden Veränderung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Lebensqualität, Wohlbefinden, Selbstkonzept und Selbstwert. Jede Einheit wird anhand einer Videokamera und eines schriftlichen Protokolls beobachtet. Das Ausfüllen eines Fragebogens seitens der Eltern trägt zur Qualitätssicherung bei. 

Die Evaluierung wird anhand eines Prä-Post Designs erfasst. Die Datenerfassung ist aufgrund der kleinen Fallzahlen breit aufgestellt, da diverse Fragebögen, Beobachtungsdaten und per Videokamera erhoben wird. Den Kindern werden unterschiedliche Konzentrationstests und Verfahren zur Messung des Selbstkonzeptes und der Lebensqualität vorgegeben. Die Daten werden einmal zu Zeitpunkt 0 (am Beginn der Maßnahme), Zeitpunkt 1 (Ende der Maßnahme) und Zeitpunkt 2 (10 Wochen nach der Maßnahme) erhoben.