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Konversationen, Gemeinschaften, Öffentlichkeiten: Zur Struktur-analyse von Internetdiskursen

Am 5. Juli 2013 hatte ich die Freude bei der Mitgliederversammlung des GfK Vereins in Nürnberg einen Vortrag zu halten. Im Kern ging es darum, das vom Verein finanzierte Projekt “Towards an Analytics of Networked Publics (TANEP) vorzustellen, an dem ich gemeinsam mit Stephan Schlögl und in Kooperation mit dem GfK Social Media Intelligence Center seit November 2012 arbeite. Hier der komplette Vortragstext mit den wesentlichsten Slides, ergänzt um Zwischenüberschriften. Continue Reading →

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“Digital Methods – Innovative Ansätze zur Analyse öffentlicher Kommunikation im Internet” ist das Thema der diesjährigen Tagung der Fachgruppe Computervermittelte Kommunikation der DGPUK, die von 7.-9. November 2013 (unter anderem unter meiner Regie) an der Universität Wien stattfindet. Alle Infos zu Konferenz auf

http://www.univie.ac.at/digitalmethods/

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Identitätsmanagement beim ‚Sharing’ in Social Network Services

Abstract — Öffentliche Kommunikationsprozesse im Internet werden zunehmend von einer Praxis des ‚Sharing’ von Medieninhalten in Social Network Services (SNS) geprägt. Diese lässt sich aus der Perspektive der NutzerInnen, die sich unter anderem mit dem ‚Teilen’ von Blogposts, Zeitungsartikeln oder YouTube-Videos ihren jeweiligen Kontakten gegenüber darstellen, als Identitätsmanagement beschreiben. Auf Basis einer Analyse von 41 schwach strukturierten Interviews mit NutzerInnen zeigen die Autoren, wie facettenreich die Verbindungen zwischen Identität und geteilten Medieninhalten durch die NutzerInnen konstruiert werden, wie die NutzerInnen ihre Nachrichten an unterschiedlich antizipierte Publika anpassen und wie sie dabei mit der Auflösung der traditionellen sozialer Kontexte innerhalb von SNS umgehen. Continue Reading →

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Warum hat HC Strache so viele Facebook-Fans?

Zuerst veröffentlicht im politometer blog von thegap.

HC Strache ist Like-König der österreichischen Politik. Unangefochten auf Platz 1 der Politometer Charts verweist er mit knapp 130.000 Fans die Nachgereihten Sebastian Kurz und Heinz Fischer auf ihre Plätze – um über 100.000 Zähler (Das war der FP vor kurzem sogar eine Jubel-OTS wert). So kommt auch kaum eine Podiumsdiskussion, kommt kaum ein Interview zu Social Media und Politik in Österreich ohne eben jene Frage aus: Warum hat HC Strache eigentlich so viele Fans? Und: Was macht er richtig, was andere falsch machen? Continue Reading →

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Political Discourses on Twitter: Networking Topics, Objects and People

[This is the PREPRINT Version of an article by me, Axel Maireder, and my collegue Julian Ausserhofer, to be published in Weller, K., Bruns, A., Burgess, J., Mahrt, M., & Puschmann C. (Ed.). Twitter and Society. New York, NY: Peter Lang (expected summer 2013). Please cite from the book after publication. You can also download a PDF version of this text.]

On August 2, 2011, the deputy governor of the Austrian province Carinthia, Uwe Scheuch, was sentenced to six months imprisonment for corruption. The court was convinced that he had offered Austrian citizenship to a Russian investor in exchange for a party donation. The conviction was the top news story in the Austrian media for days and triggered strong reactions from Scheuch’s opponents and supporters, the latter claiming he was innocent and victim of a political conspiracy. Outside the mass media, the conviction was also heavily debated on Twitter. Twitter users discussed the impact of the event on Austria’s political system and culture, commented on the story’s development, got upset about the reactions of politicians, and cracked jokes about Scheuch’s upcoming imprisonment. They linked to news stories, documents, critical blog posts, and satirical videos. They also heavily referred to each other, retweeted one another’s messages, responded to arguments and approached each other for a reaction. On Twitter, Scheuch’s conviction was not just a news story, but a public conversation engaging hundreds of politically interested Austrians.
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National politics on Twitter: Structures and topics of a networked public sphere

I’m very happy to announce that the journal article on the Austrian Political Twittersphere by Julian Ausserhofer and myself has been published in Information, Communication & Society today. The licence agreement signed with the publisher restrains us from publishing it here, but I’ll be happy to send a personal copy to interested colleagues who lack access, please send an E-Mail or Twitter DM. For those who understand German, please find a public presentation and a lot of analysis and graphics on the Austrian political Twittersphere on our Website twitterpolitik.net. And here’s the abstract of our paper in IC&S: Continue Reading →

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Framing von Nachrichten
in Social Media

Beitrag erschienen in: Jandura, O., Fahr, A. & Brosius, H-B. (2012): Theorieanpassungen in der digitalen Medienwelt. Nomos: Baden-BAden

NutzerInnen legen im Zuge der Verbreitung und Kommentierung von Nachrichteninhalten über Facebook oder Twitter ihren Kontakten spezifische Interpretationsmuster für deren Rezeption nahe, indem sie bestimmte Aspekte betonen und/oder die Nachrichten mit anderen Themen verknüpfen. Der Beitrag versteht diese Praxis parallel zum klassischen Two-Step-Flow Konzept vorerst als spezifische Form der Anschlusskommunikation, als durch individuelle Erfahrungen geprägte soziale Aushandlungsprozesse zur Verortung und Einordnung von Nachrichten. In der Diskussion aktueller Forschungsergebnisse zu Kommunikationsprozessen in Social Media vor dem Hintergrund klassischer Theorien zu interpersonaler Kommunikation über Nachrichten wird jedoch argumentiert, dass Anschlusskommunikation in Social Media durch die tendenzielle Unabgeschlossenheit und situative Dynamik der Interaktionsräume und den hohen Grad der Vernetzung in ‚networked publics’ neue und durchaus tiefgreifend andere Formen annimmt; Formen, die eine Reihe an Fragen für die weitere theoretische und empirische Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen aufwerfen. Continue Reading →