Durch den immer größer werdenden bürokratischen Aufwand entwickelten sich Kanzlei- und Schreibschrift. In den Wörtern wurden die Buchstaben miteinander verbunden, man brauchte nicht mehr abzusetzen. Nur das notwendige Eintauchen der Feder in das Tintenfass unterbrach den Schreibvorgang. Englische Schreibschrift, Kanzleischrift und Kurrent brachten die Kinder zur Verzweiflung. Alles mit der Spitzfeder geschrieben - eine Qual für Kinderhände.
Die Nachkriegszeit bescherte uns den Füllhalter und die lateinische Schreibschrift. Beides sorgte für eine flüssige, zügige Schrift.
Die damaligen Füller waren mit Metallfedern bestückt, die sich schon mal abschreiben konnten. Dafür erlaubten sie es, mit ihnen herrlich weich zu schreiben.
In unseren Tagen entsteht eine neue Schreibschrift - eine Normschrift, und erste noch zaghafte Stimmen werden laut: wozu noch schreiben, es gibt ja die Tastatur! Rasch ist ein Stecker gezogen....dann wäre diese Schrift verhaucht.
Der Schwellzug der Spitzfeder eröffnet eine Fülle von Möglichkeiten!